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SUMMARY:Die Gefahr nicht leugnen! #le0711
DESCRIPTION:+++ Aufmarsch der Corona-Leugner*innen verhindern +++ Treffpunk
 t: 13:00 – Wilhelm-Leuschner-Platz (Innenstadtseite) +++\n\nDie Pandemie
  geht in die nächste Runde und so auch ihre politische Verhandlung: Am Sa
 mstag\, 07.11.\, werden in Leipzig bis zu 10.000 sogenannte Corona-Leugner
 innen erwartet. Zusammen kommt dort eine Mischung aus Esoterikerinnen\, Re
 ichsbürgerinnen sowie handfesten Antisemitinnen und Rassist*innen. Mittle
 rweile rufen auch etablierte Organisationen der extremen Rechten zur Teiln
 ahme auf. Gleichzeitig ist die Versammlung am 07.11. einer der wenigen Ort
 e\, an denen Kritik an den Maßnahmen zum Infektionsschutz Aufmerksamkeit 
 bekommt\, so falsch diese Kritik auch ist.\n\nWie ist damit umzugehen? Sch
 on vor Monaten traf sich das verschwörungsideologische Spektrum auf dem L
 eipziger Marktplatz\, dagegen formierte sich antifaschistischer Protest. I
 n den Telegram-Gruppen und auf den Versammlungen waren schon damals rechte
  und menschenfeindliche Positionen stark vertreten. Diese waren von Beginn
  an in der Mehrheit\, vereinzelt gab es jedoch auch Beiträge\, die die so
 zialen Folgen der Pandemiebekämpfung thematisierten. Diese Ansätze sind 
 mittlerweile vollständig verschwunden. Das Verweigern einfachster Regelun
 gen des Infektionsschutzes ist auch Ausdruck einer Gesellschaftsvorstellun
 g\, die die Ausübung der eigenen Freiheit – so sinnlos diese auch sein 
 mag – über alles andere stellt. Höhepunkt dieser Rechtsentwicklung war
  die Demonstration in Berlin Ende August.\n\nDiese war ein Fanal: Knapp 40
 .000 Teilnehmerinnen free floating auf den Straßen von Berlin\, darunter 
 gewaltbereite Neonazis und andere Rechte. Dies ist zum einen eine Bedrohun
 g für all diejenigen\, deren Leib und Leben in den Augen der Nazis keinen
  Wert hat. Zudem sind solche Großveranstaltungen Momente der Selbstermäc
 htigung. Die Radikalisierung ist derzeit live zu beobachten: Ende August g
 ibt es die Bilder vom „Sturm auf den Reichstag“\, knapp zwei Monate sp
 äter werden Brandsätze auf das Robert-Koch-Institut geworfen. Mittlerwei
 le kursieren in einschlägigen Chat-Gruppen Anleitungen zum Bombenbau. Ein
  Erfolgserlebnis ist für die Rechten derzeit einfacher zu haben als je zu
 vor\; es genügt wahrscheinlich das Absetzen des Mund-Nasen-Schutzes und d
 ie Unterschreitung des Mindestabstandes. Zu Beginn der Proteste der Corona
 -Leugnerinnen in Leipzig dominierte bei uns die Einschätzung\, diese werd
 en sich aufgrund der großen inhaltlichen Unterschiede bald von selbst erl
 edigen. Deshalb sahen wir nicht die Notwendigkeit\, in größerem Umfang g
 egen sie vorzugehen. Es bestand zudem die Gefahr\, diese Protesten zu mehr
  Aufmerksamkeit zu verhelfen. Diese Einschätzung hat sich nicht bewahrhei
 tet. Der Aufmarsch am Samstag muss verhindert werden.\n\nDie Pandemiebekä
 mpfung hat dramatische soziale Folgen. Während nun Sozialkontakte einzusc
 hränken sind und Gastronomie- und Kulturbetriebe schließen müssen\, dar
 f eine Charaktermaske wie Clemens Tönnies in seinen Schlachthöfen weiter
 hin Wanderarbeiterinnen ausbeuten. Schon im Frühjahr konnten große Autok
 onzerne ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schicken und schütteten dennoch
  Dividenden in Milliardenhöhe aus. Inmitten der Klimakrise wurde die Luft
 hansa mit sieben Milliarden Euro vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt. Die
  Liste ist lang und hier nicht vollständig. Sie zeigt\, dass der Profit i
 n dieser Gesellschaft über der physischen und psychischen Gesundheit der 
 Menschen steht. Es gibt also durchaus eine linke Kritik an der Form der Pa
 ndemiebekämpfung\, welche aber bisher keinen sichtbaren Ausdruck findet. 
 Wir sind solidarisch mit denjenigen\, die jetzt um ihren Arbeitsplatz für
 chten müssen\, die mehr Zeit mit einem gewalttätigen Partner verbringen 
 müssen\, denen Einsamkeit droht. Es besteht aber durchaus die Gefahr\, da
 ss Betroffene der Pandemiebekämpfung aus den richtigen Gründen für die 
 falsche Sache auf die Straße gehen. Jedoch wird die Demonstration am Sams
 tag aufgrund der sächsischen Gegebenheiten deutlicher rechter geprägt se
 in als vergangene „Corona-Proteste“ in Leipzig. Die bisherigen Recherc
 he-Ergebnisse lassen auf eine breite Teilnahme aus dem rechten Spektrum sc
 hließen\, die Versammlungen der sogenannten Corona-Leugnerinnen sind mitt
 lerweile auch zu Treffpunkten der rechten Szene geworden.\n\nFür uns steh
 t deshalb fest: Am Samstag ist deshalb der Zeitpunkt gekommen\, eine neue 
 rechte Machtdemonstration zu verhindern. Wir haben dem Treiben lange genug
  zugeschaut.\n\nWir sehen uns auf der Straße! Prisma – Interventionisti
 sche Linke Leipzig\n\n#le0711 #SchwurbLE #platznehmen\n\nhttp://prisma.blo
 gsport.de/2020/11/03/die-gefahr-nicht-leugnen/\n\nhttps://www.planlos-leip
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