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SUMMARY:Antifa-Demo gegen Antisemitismus
DESCRIPTION:Seit dem 7. Oktober 2023 – dem schlimmsten Pogrom an Jüdinne
 n:Juden seit der Shoah – entlädt sich weltweit ein Antisemitismus\, der
  jüdisches Leben akut bedroht. Nur vorgeblich geht es den organisierten A
 ntisemit:innen dabei um die katastrophale Lage der Palästinenser:innen. W
 er zur „globalen Intifada“ ruft\, meint keine Befreiung\, sondern den 
 Tod von Jüdinnen:Juden.\n\n&nbsp\;\n\nMörderischer Antisemitismus war se
 it der Shoah nie nur Vergangenheit. Er hat mit dem antisemitischen\, rassi
 stischen und misogynen Anschlag in Halle am 9. Oktober 2019 eine erschreck
 ende Aktualität erfahren. Ob Halle\, Pittsburgh\, Manchester oder Bondi B
 each – tödlicher Antisemitismus ist weltweit eine bittere Realität.\n\
 n&nbsp\;\n\nAntisemitismus gehörte zum Normalzustand beider deutscher Sta
 aten. In der Bundesrepublik als Wunsch nach einem Schlussstrich\, der den 
 Jüdinnen:Juden Auschwitz nie verzieh. In der DDR als verordneter Antifasc
 hismus\, der die Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung ersetzte
 . Die Shoah wurde beschwiegen\, relativiert\, verwaltet und verleugnet –
  aber die Ideologie\, die sie möglich machte\, wurde nie gebrochen.\n\n&n
 bsp\;\n\nDie Abwehr der eigenen Schuld wuchs zum zentralen Element eines A
 ntisemitismus nach der Shoah. Ob als gesellschaftlicher Konsens („sauber
 e Wehrmacht“)\, völkische Geschichtsklitterung („Denkmal der Schande
 “)\, bürgerliche Gleichgültigkeit (Hubert Aiwanger) oder vermeintlich 
 linke Parole „Free Palestine From German Guilt“.\n\n&nbsp\;\n\nGleichz
 eitig existiert die problematische Vorstellung von Deutschland als „Erin
 nerungsweltmeister“. Damit haben die Deutschen einen weiteren Weg gefund
 en\, von der Shoah zu profitieren. Wenn ausgerechnet der Bundeskanzler des
  Täterlandes vom „importierten Antisemitismus“ spricht\, verleugnet e
 r sowohl den modernen Antisemitismus als deutsches Exportprodukt als auch 
 den Antisemitismus der Mehrheitsgesellschaft.\n\n&nbsp\;\n\nDiese Verlogen
 heit zeigt sich auch im Umgang mit der AfD. Dieselben bürgerlichen Akteur
 :innen machen sich zu Steigbügelhaltern beim Aufstieg einer durch und dur
 ch antisemitischen Partei. Der Antisemitismus der AfD zeigt sich nicht nur
  in der Relativierung der Shoah und des Nationalsozialismus\, sondern auch
  in klassischen Bildern des modernen Antisemitismus und in antizionistisch
 en Tönen völkisch-nationalistischer Landesverbände\, wie in Thüringen.
 \n\n&nbsp\;\n\nAls Antifaschist:innen und radikale Linke sind wir insbeson
 dere über eine wachsende Zahl von Linken wütend\, von denen brutaler Has
 s gegen Jüdinnen:Juden ausgeht: als Antizionismus getarnt\, als Antiimper
 ialismus verklärt\, als Palästinasolidarität verkauft.\n\n&nbsp\;\n\nWi
 r sagen: Es reicht!\n\n&nbsp\;\n\nAntisemitismus werden wir mit derselben 
 Entschiedenheit angreifen wie Kapitalismus\, Deutschtümelei\, Rassismus\,
  Sozialdarwinismus\, Antifeminismus und Queerfeindlichkeit. Wir werden den
  aggressiven Antisemitismus\, der mit Schmierereien\, Boykott-Kampagnen\, 
 Vernichtungsphantasien\, öffentlicher Feindmarkierung\, Raumnahme und phy
 sischen Angriffen jüdisches Leben bedroht\, bekämpfen.\n\n&nbsp\;\n\nUns
  eint eine antiautoritäre Grundhaltung\, die unterschiedliche Positionen\
 , Gleichzeitigkeiten und Widersprüche zulässt. Wir können solidarisch m
 it den Menschen in Gaza sein und zugleich Islamismus als das benennen\, wa
 s er ist: eine antisemitische\, patriarchale und autoritäre Ideologie.\n\
 n&nbsp\;\n\nGegen jeden Antisemitismus – ob er er sich völkisch gibt od
 er staatstragend\, ob als „Israelkritik“ getarnt oder als „Widerstan
 d“ verklärt. Gegen die\, die ihn schüren und gegen die\, die ihn besch
 weigen.\n\n&nbsp\;\n\nKommt am 10. Oktober nach Leipzig mit uns auf die St
 raße.\n\n&nbsp\;\n\nGemeinsam und entschlossen wider die antisemitische E
 skalation!\n\n&nbsp\;\n\n\n\nhttps://www.planlos-leipzig.org/events/antifa
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