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URL:https://www.planlos-leipzig.org/events/ausstellung-die-verschwiegenen-
 toten-todesopfer-rechter-gewalt-seit-1990-in-leipzig/
SUMMARY:Ausstellung: Die verschwiegenen Toten. Todesopfer rechter Gewalt se
 it 1990 in Leipzig.
DESCRIPTION:Rechte Gewalt ist kein Randphänomen\, sondern ein Produkt weit
  verbreiteter\, menschenverachtender Ideologien\, die die Ungleichwertigke
 it von Menschen predigen. Rechte Morde sind kein zufälliges Verbrechen 
 – sie sind die logische Konsequenz einer Gesellschaft\, die Menschen auf
 grund ihrer Herkunft\, Hautfarbe\, sexuellen Orientierung oder sozialen La
 ge abwertet und entmenschlicht.\nDie Täter*innen handeln nicht im luftlee
 ren Raum\, sondern in einem Klima\, das solche Gewalttaten begünstigt und
  oft sogar relativiert.\nStatt Solidarität erfahren Betroffene und Hinter
 bliebenen oft die gleichen menschenverachtenden Vorurteile\, die die Morde
  überhaupt erst ermöglicht haben. Die Taten werden entpolitisiert\, verh
 armlost und als „isolierte Einzelfälle“ abgekanzelt\, statt endlich a
 ls das zu benennen\, was sie sind: eine Manifestation einer gesamt-gesells
 chaftlichen Haltung.\n\nZwischen 1990 und 2011 sind in Leipzig und Umgebun
 g mindestens elf Personen Opfer rechtsmotivierter Tötungsdelikte geworden
 : Gerhard S.\, Horst K.\, Gerhard Helmut B.\, Klaus R.\, Bernd G.\, Achmed
  B.\, Nuno L.\, Thomas K.\, Karl-Heinz T.\, Kamal K. und André K.. Der Gr
 oßteil unter ihnen wurde für lange Zeit\, und manche werden bis heute ni
 cht offiziell als Todesopfer rechter Gewalt anerkannt\, obwohl eine rassis
 tische\, sozialdarwinistische\, antisemitische oder homosexuellenfeindlich
 e Motivlage der Täter*innen offensichtlich ist.\n\nEs waren die Ermordung
  des wohnungslosen Karl-Heinz T. in der Leipziger Innenstadt im Jahr 2008 
 und der rassistisch-motivierte Mord an Kamal K. nur zwei Jahre später\, d
 ie den Initiativkreis Antirassismus 2013 dazu veranlasst haben\, eine Auss
 tellung zu den Todesopfern rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig zu erarbeit
 en\, die in den letzten Jahren um weitere Erkenntnisse zu Todesopfern und 
 Motiven erweitert wurde.\n\nDie Ausstellung wurde seit ihrer Konzeption 20
 13 überarbeitet und aktualisiert\, trotzdem muss sie weiterhin unvollende
 t bleiben. Während der Recherche ist die Initiative auf mehrere Verdachts
 fälle gestoßen\, die auf ein deutlich größeres Dunkelfeld hinweisen. B
 is heute sind die wenigsten Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig staatlich
  als solche anerkannt und bis heute hat die Staatsanwaltschaft Leipzig den
  Zugang zu den Gerichtsurteilen der Todesfälle\, bei denen ein rechtes od
 er rassistisches Tatmotiv angenommen wird\, blockiert.\n\n\n\nDie Ausstell
 ung ist vom 16. September bis 31. Oktober 2026 - Dienstag bis Sonntag jewe
 ils 10 bis 18 Uhr im Alten Rathaus des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzi
 g kostenfrei zu besichtigen.\n\nhttps://www.rassismus-toetet-leipzig.org\n
 \nhttps://www.planlos-leipzig.org/events/ausstellung-die-verschwiegenen-to
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LOCATION:Altes Rathaus\, Markt 1 04109 \, Leipzig
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