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 m-30-todestag-von-halim-dener-gemeinsam-nach-hannover/
SUMMARY:Busanreise: „Kämpfe verbinden!“ zum 30. Todestag von Halim Den
 er – Gemeinsam nach Hannover!
DESCRIPTION:\n\nGemeinsam nach Hannover:\n🚌Gemeinsame Busanreise 🚌\nB
 usanreise zur Halim Dener Demo in Hannover.\nTreffen in Leipzig ist⏰ 7:3
 0 am Hauptbahnhof Goethestraße \, in Halle ist der Treffpunkt der ZOB um 
 8:00 geht es hier los.\nWir bitten aufgrund der begrenzten Plätze auf ein
 e Anmeldung per Mail oder Instagram Nachricht: @defendkurdistan_le oder de
 fend-kurdistan-leipzig@systemli.org und hier bei signal untet omotomot.53\
 n\nDer Demoaufruf:\nWir schreiben das Jahr 2024 – In vielen Regionen der
  Welt herrscht Krieg – Gaza\, Ukraine\, Jemen\, Kurdistan – die Liste 
 ließe sich endlos fortsetzen. Regionale und globale Mächte heizen diese 
 Kriege an\, ihre Interessen werden genau dort verhandelt\, sie liefern die
  Waffen. Verbrechen und Gewalt gegen Zivilist*innen sind dabei blutiger Al
 ltag\, sie kennen viele Gesichter: Folter\, Vergewaltigung\, Vertreibungen
 …1000 Gründe zur Flucht.\n\nWer flieht\, trifft auf Zäune\, Gräben\, 
 Mauern\, Gewehrläufe. Wer flieht\, ertrinkt\, erfriert\, verdurstet. Durc
 hgesetzt von den Vereinigten Staaten Amerikas und Europas\, die sich mit i
 hren militärisch hochgerüsteten Grenzregimen zu Festungen gegen den Rest
  der Welt machen. Den auf Kosten des Rests der Welt erbeutete Reichtum wil
 l man nicht teilen – egal ob lokal oder global: Man tritt runter auf die
  Schwächsten\, Armen\, Ausgebeuteten.\n\nWer es dennoch schafft\, und die
  politischen Verhältnisse in Deutschland und weltweit nicht widerstandslo
 s hinnehmen will\, macht sich viele Feinde. Man will in diesem Land keine 
 ‚mitgebrachten Konflikte‘\, man soll nicht ‚auch noch Ansprüche ste
 llen‘ und für eine andere Welt kämpfen schon gar nicht. Das sei Terror
 ismus\, und so wird es auch verfolgt.\n\nUnd wenn es schlecht läuft\, fä
 llt das Todesurteil direkt auf der Straße. Ohne Gericht\, ohne Verhandlun
 g. Todesursache: Deutsche Polizist*innen. Deren Schießwut ist nicht ungl
 ücklichen Umständen oder Überforderung geschuldet\, sondern wird seit J
 ahren trainiert\, und die gesetzlichen Hürden dafür immer weiter abgebau
 t. Dazu kommen die Taten der berüchtigten ‚verwirrten Einzeltäter‘\,
  über die deutsche Behörden lieber nicht zu viel wissen wollen. Die List
 e der Namen derjenigen\, die in Deutschland durch rassistische Polizeigewa
 lt und rechte Anschläge getötet wurden\, füllt Seiten.\n\nEiner von ihn
 en starb vor 30 Jahren in Hannover. Sein Name ist unvergessen. Er steht f
 ür all jene Zumutungen\, von denen hier die Rede ist. Denn sie sind seine
  Geschichte:\nHALIM DENER\n\ngefoltert\nAnfang der 1990er Jahre kam es zum
  Aufstand der kurdischen Bevölkerung. Ein Aufstand\, der vom türkischen 
 Staat mit Krieg gegen die Zivilbevölkerung beantwortet wurde. 3500 zerst
 örte und niedergebrannte Dörfer\, zerstörte zivile Infrastruktur\, mehr
  als 3 Millionen Zivilist*innen auf der Flucht. Die Waffen für diesen Kri
 eg lieferte Deutschland. Eine Praxis\, die erst unterbrochen wurde\, als B
 ilder von deutschen Panzern\, mit denen kurdische Aktivist*innen durch die
  Straßen geschliffen wurden\, an die Weltöffentlichkeit gelangten.\nEine
 r von den vielen\, deren Heimatdorf niedergebrannt\, die in diesem Krieg f
 estgenommen und gefoltert wurden\, war der kurdische Jugendliche Halim Den
 er.\n\ngeflüchtet\nUnd so gehörte Halim Dener zu den mehr als 300.000 Me
 nschen\, die seit Ende der 1980er aus Kurdistan nach Deutschland fliehen m
 ussten.\nDoch das Land\, in das er 1994 floh\, war dasselbe Land\, das sch
 on Anfang der 1980er Jahre – nach dem Militärputsch – türkische Link
 e an die Türkei auslieferte. Es war dasselbe Land\, in dem es 1992 zu den
  Pogromen und Anschlägen in Hoyerswerda\, Rostock Lichtenhagen und Mölln
  kam\, und dessen Antwort auf diese Eskalation der Gewalt die Einschränku
 ng des Rechtes auf Asyl war.\n\nverboten\nHalim Dener floh in ein Land\, i
 n dem die Proteste der kurdischen Bevölkerung gegen die Unterdrückung in
  ihrer Heimat mit einer beispiellosen Hetzkampagne und dem Verbot der PKK 
 und all ihr nahestehenden Organisationen beantwortet wurden. Kurd*innen = 
 PKK = Terrorist*innen war die Gleichung für eine innerstaatliche Feindese
 rklärung\, die damals wie heute gegenüber den Kurd*innen\, ihren Vereine
 n\, Strukturen und Aktivist*innen gilt\, und die ein Klima von Hass und An
 gst geschaffen hat.\n\nerschossen\nDiesen Anfeindungen und Repressionen zu
 m Trotz setzte sich Halim auch in der BRD für die kurdische Bewegung ein.
  Er plakatierte schon wenige Wochen nach seiner Flucht in Hannover Poster 
 mit dem Emblem der ERNK\, des (damaligen) politischen Arms der PKK.\nDabei
  wurde Halim am 30. Juni 1994 von SEK-Polizisten in Zivil überrascht und 
 bei der Festnahme in den Rücken geschossen. An eben dieser Schussverletzu
 ng starb Halim nur wenig später. Sinnbildlich für die Situation der in D
 eutschland lebenden Kurd*innen wurde der Schütze nach einem drei Jahre an
 dauernden Prozess freigesprochen.\n\nBerthold Brecht hat einmal geschriebe
 n:\n„Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bau
 ch stechen\, einem das Brot entziehen\, einen von einer Krankheit nicht he
 ilen\, einen in eine schlechte Wohnung stecken\, einen durch Arbeit zu Tod
 e schinden\, einen zum Suizid treiben\, einen in den Krieg führen usw. Nu
 r weniges davon ist in unserem Staat verboten.“\n\nDer Tod Halim Deners 
 zeigt: Auch das Erschießen durch einen deutschen Polizisten gehört dazu.
 \n\nWir demonstrieren und protestieren angesichts und gegen die Kriege die
 ser Welt. Wir beobachten\, wie fortschrittliche Bewegungen weltweit unterd
 rückt und bekämpft werden\, und wir stellen uns in internationaler Solid
 arität an ihre Seite. Wir sind nicht bereit\, die Abschottungspolitik der
  Regierenden an den Außengrenzen hinzunehmen. Wir lehnen uns auf gegen di
 e Repression und die Aushöhlung der Grundrechte. Wir sind traurig\, zorni
 g\, wütend angesichts von rassistischer Polizeigewalt und rechtem Terror.
  Wir nehmen die Verbotspolitik nicht mehr hin.\nLasst uns überall dort\, 
 wo wir dies tun\, Halim Dener und seine Geschichte lebendig werden lassen:
 \nIn unseren Aufrufen\, Flugblättern und Reden. In unseren Liedern und Tr
 ansparenten. In unseren Kämpfen und politischen Arbeiten.\n\nLasst uns zu
 sammenkommen am 06.07.2024 in Hannover – zur großen Demonstration zum 3
 0. Todestag von Halim Dener. Lasst uns unsere KÄMPFE VERBINDEN und zeigen
 \, dass die antirassistischen und internationalistischen Antworten auf die
  Krisen dieser Welt lebendig sind.\n\nKampagne HALIM DENER – KÄMPFE VER
 BINDEN im Februar 2024\n\nZur Demonstration am 6.07.24 rufen unter Anderem
  auf\n\nFöderation der Gemeinschaften aus Kurdistan in Norddeutschland 
 – FED-DEM\nRote Hilfe e.V.\nInterventionistische Linke\nGemeinsam Kämpf
 en Hannover\nInternationalistische Jugendkommune\nFlüchtlingsrat Niedersa
 chsen\nLinksjugend [’solid]\nLinksjugend [’solid] Niedersachsen\nFrida
 ys for Future Hannover\nMigrattack\nFemMigra\nVentana al Sur\nFeministisch
 er Rat Hannover\nDefend Kurdistan\nRheinmetall entwaffnen\nEnde Gelände H
 annover\nSolikreis Bilel\nFreund*innen der kurdischen Freiheitsbewegung Br
 aunschweig\n„die anticapitalistas“ das rote songduo aus der wesermarsc
 h\nWomen Defend Rojava Deutschland\nGrüne Jugend Niedersachsen\nAutonomes
  Feministisches Kollektiv Hannover\nVVN/BdA Hannover\nGruppe RoterMorgen\,
  Hannover\n\nfalken Hannover\n\nSeebrücke Hannover\n\nRechtshilfefonds Az
 adî\n\n\n\nhttps://www.planlos-leipzig.org/events/busanreise-kaempfe-verb
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