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 eberfall-in-connewitz/
SUMMARY:DEMO: 10 Jahre nach dem Neonaziüberfall in Connewitz
DESCRIPTION:Demonstration am 12. Januar 2026 um 19 Uhr Wolfgang-Heinze-Str.
  in Leipzig-Connewitz.\n\n\nAls am 11. Januar 2016 Legida\, der Pegida-Abl
 eger\, im Stadtzentrum seinen ersten Jahrestag feierte\, unter anderem mit
  einem Auftritt von „Kategorie C“-Sänger Hannes Ostendorf\, verübten
  Neonazis und rechte Schläger im Stadtteil Connewitz einen der größten 
 Übergriffe der vergangenen Jahre in Leipzig. 250 bis 300 Neonazis aus der
  Region\, Sachsen und teilweise anderen Bundesländern griffen im Leipzige
 r Süden Menschen und Geschäfte an.\n\nNeben Pyrotechnik mit erheblicher 
 Sprengwirkung wurden bei der Verhaftung der Neonazis Messer\, Totschläger
 \, Holzlatten mit Nägeln\, Äxte und Quarzhandschuhe gefunden. Es entstan
 d ein Sachschaden von über 100.000 Euro und unzählige psychische Folgen 
 für Menschen\, die dort lebten\, sich zu diesem Zeitpunkt in Kneipen und 
 Läden auf der Wolfgang-Heinze-Straße aufhielten und zum Ziel des Neonazi
 -Angriffs wurden. 215 Neonazis wurden noch am Abend von der Polizei festge
 setzt\, ein nicht unbedeutender Teil entkam.\n\n“Das Einzige\, was ich b
 edauere ist\, heute keine 9 mm dabei zu haben.”\n\nMit diesem Satz komme
 ntierte ein NPD-Jurist das Verfahren gegen seinen Mandanten\, der sich fü
 r den Neonazi-Angriff auf Connewitz vor Gericht verantworten musste.\nErst
  2 ½ Jahre später werden die ersten Neonazis überhaupt vor Gericht steh
 en und es wird bis ins Jahr 2025 dauern\, bis die letzten Verfahren abgesc
 hlossen sind. Bereits in einem der ersten Prozesse gegen die Täter gibt e
 in rechter Szeneanwalt die Richtung für alle weiteren Connewitz-Prozesse 
 vor. In Verständigungsgesprächen vor den Verhandlungen einigen sich die 
 (rechte) Verteidigung\, Richter*in und Staatsanwaltschaft fortan darauf\, 
 dass die Angeklagten mit Bewährungsstrafen davonkommen\, sofern sie “au
 ssagen”. Dies heißt\, dass kein Neonazi wesentlich mehr erzählt\, als 
 dass er an dem Abend vor Ort war und festgenommen wurde. Auf die Ladung vo
 n Zeug*innen wird in der Regel verzichtet\, die “Beweisaufnahme” dauer
 t meist keine Stunde.\n\nWurde in einem der ersten Prozesse noch kurz erw
 ähnt\, dass sich der rechte Angriff am 11. Januar 2016 „auch gegen Mens
 chen richtete“\, verschwindet diese Tatsache aus fast allen folgenden Ve
 rfahren. Auch in den wenigen öffentlichen medialen Darstellungen des Neon
 azi-Angriffs der letzten Jahre\, findet diese Gewalt keine Erwähnung mehr
 .\n\nAntifas für den Neonazi-Angriff in Connewitz vor Gericht?\n\nVon ein
 er Aufklärung des geplanten Angriffs von bis zu 300 Neonazis\, konnte nie
  die Rede sein. Es gab keinerlei “Strukturermittlungen” zu den Organis
 atoren des Angriffs\, geschweige denn Hausdurchsuchungen durch die Polizei
  im Nachgang\, anders als bei Linken in Leipzig (1). Auch hat die Generalb
 undesanwaltschaft darauf verzichtet\, die Ermittlungen an sich zu ziehen\,
  obwohl eine Planung und eine bundesweite Neonazi-Vernetzung über mehrere
  Bundesländer ersichtlich war und es für den Angriff in Leipzig “Probe
 läufe” gab.\n\nViele der beteiligten Neonazis sind keine Unbekannten\, 
 im Gegenteil\, seit vielen Jahren sind sie für ihre rechten Aktivitäten 
 bekannt. Einige haben eine lange Strafakte\, standen am 11. Januar 2016 zu
 m Teil sogar unter “Bewährung”. Viele der Neonazis und ihrer Netzwerk
 e machten danach weiter (2)\, sie kamen 2018 in Chemnitz (3) zusammen\, wi
 e auch 2020 wieder in Leipzig (4).\n\nAlles was 2016 von behördlicher Sei
 te gegen die Neonazis ausgeblieben ist\, wurde gegen Antifaschist*innen in
  die Wege geleitet. Aktuell stehen 7 Antifaschist*innen\, angeklagt von de
 r Generalbundesanwaltschaft\, in Dresden vor Gericht (5)\, ihnen wird vorg
 eworfen eine “kriminelle Vereinigung” gegründet zu haben und Angriffe
  auf Neonazis geplant und verübt zu haben. Zum Prozessauftakt behaupteten
  von der SokoLinX vorab gebriefte Medien (6)\, dass Motiv der Antifaschist
 *innen sei der Neonazi-Angriff 2016 in Connewitz gewesen und es ginge daru
 m sich an den 215 Neonazis zu “rächen”. Bereits 2023 wurden 4 Antifas
 chist*innen im so genannten ersten Antifa Ost – Verfahren zu mindestens 
 zwei und bis zu fünf Jahren wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen
  Vereinigung und diversen Körperverletzungsdelikten verurteilt (7).\nWelc
 he politischen Auswirkungen es auf den am 13. Januar beginnenden Prozess i
 n Düsseldorf haben wird (8)\, wird sich noch zeigen.\n\nVor dem erneuten 
 Verfahren in Dresden gegen die 7 Antifas schrieb der EA Dresden:\n„Orga
 nisiert den Antifaschistischen Selbstschutz\n\nNazis morden\, brandschatze
 n\, vergewaltigen\, demütigen und verletzen. Das ist nicht optionaler Bes
 tandteil\, das ist die DNA ihrer Ideologie. Doch das was wir heute als Rec
 htsruck bezeichnen\, geht weit über organisierte Neonazis hinaus. Vom ras
 sistischen Pöbler in der Straßenbahn\, über die mysogyne Incelwelt bis 
 hin zum parlamentarischen Engagement gegen Transrechte: einig sind sich al
 le in ihrer menschenfeindlichen Ideologie.\n\nDiese Ideologie schreitet vo
 m Wort zur Tat. Unser Ziel und unsere Aufgabe als Antifaschist*innen ist e
 s\, uns zusammenzuschließen um dieser Gewalt entgegentreten zu können. W
 ir müssen die Drahtzieher*innen denunzieren und ihre Aktivitäten ans Lic
 ht bringen. Dabei sind wir nicht allein.“\nAntifa heißt: do it yourself
 \n\nDem geschriebenen vom EA Dresden wollen wir uns anschließen. Uns eint
  die gemeinsame antifaschistische Überzeugung und der Kampf gegen Neonazi
 s und rechte Strukturen\, egal wo sie sich befinden\, hierfür benötigt e
 s vielfältige Aktionsformen.\n\nDeshalb möchten wir zehn Jahre nach dem 
 Neonazi-Angriff auf die Strukturen dahinter aufmerksam machen und der beh
 ördlich betriebenen Entpolitisierung entgegenwirken. Wohl wissend\, dass 
 sich auch in einer medialen Berichterstattung\, wenn es diese überhaupt g
 ab\, ebenfalls nicht für die rechten Netzwerke hinter dem koordinierten A
 ngriff in Connewitz interessiert wird.\n\nAm 12. Januar 2026 wollen wir un
 s auf die Fersen der längsten letzen Reihe der Welt begeben und aus Conne
 witz heraus einmal mehr nach den Rechten sehen.\n\nhttps://www.rassismus-t
 oetet-leipzig.org/index.php/der-letzten-reihe-auf-der-spur-10-jahre-nach-d
 em-neonaziueberfall-in-connewitz/\n\nhttps://www.planlos-leipzig.org/event
 s/demo-10-jahre-nach-dem-neonaziueberfall-in-connewitz/
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