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 e-solidarische-nachbarschaft/
SUMMARY:Demo: Kämpfe verbinden – Für eine solidarische Nachbarschaft!
DESCRIPTION:\n\n\n\nSchon seit vielen Jahren wird in Leipzig saniert und ge
 baut was das Zeug hält. Häuser vor dem Verfall zu retten und Wohnraum zu
  schaffen ist natürlich nichts\, was wir für falsch halten. Im Gegenteil
  sind wir immer am sozialen Fortschritt interessiert. \n\n\nJedoch hat di
 e derzeitige Situation wenig mit unseren Vorstellungen einer „Stadt für
  alle“ zu tun. Es hat sich schnell gezeigt\, dass es sich bei dem Boom i
 n Leipzig nur um einen weiteren Auswuchs des Kapitalismus handelt. Gebaut 
 werden hauptsächlich Luxus-Eigentumswohnungen für 4- bis 5000€ pro Qua
 dratmeter. Das heißt\, gebaut und saniert wird für eine Oberklasse\, wie
  es sie in Leipzig bis jetzt nicht gab. In der Folge steigen die Mieten f
 ür beliebte Stadteile\, wie der Südvorstadt und Reudnitz. So erhöhten s
 ich die Mieten auch in unserem Kiez(Connewitz) in den letzten 7 Jahren im 
 Schnitt um 48 Prozent. Nicht nur wir fragen uns\, wer soll das bezahlen? 
 \nAll die\, die hier seit Jahrzehnten leben und den Charme dieser Gegend e
 rst geschaffen haben\, also Kulturschaffende\, Studierende\, Rentner*innen
 \, Arbeitslose/Erwerbslose  oder einfache Arbeiter*innen werden Stück f
 ür Stück verdrängt. Sozialer Wohnungsbau findet wenig\, in Connewitz so
 gar eher gar nicht statt und so wird diese sogenannte „soziale Unterschi
 cht“ an den Stadtrand verdrängt. Wer heute als Arbeitslose*r/Erwerbslos
 e*r in Leipzig eine Wohnung sucht\, muss sich fast zwangsläufig in Paunsd
 orf\, Eutritzsch oder Grünau umsehen. Ganz egal ob er*sie Freund*innen od
 er Verwandte in einem teuren Viertel hat. \nBesonders in Connewitz stehen
  wir seit Jahren einer Verdrängungsstrategie der Stadt gegenüber\, die a
 nscheinend nicht nur auf Profit\, sondern auch auf die Spaltung und Verdr
 ängung der sogenannten „Szene“ in Connewitz aus ist. War es damals do
 ch jene „Szene“\, die in den 90er Jahren die Häuser vor dem Verfall u
 nd dem Abriss bewahrte und eine Kunst-\, Kultur- und Kneipenlandschaft err
 ichtete\, die bis heute dazu beiträgt\, dass das Viertel eines der attrak
 tivsten der Stadt geworden ist. Und das nicht nur für sogenannte „Alter
 native“\, sondern auch für viele junge Familien. So können die Mensche
 n\, die in den 90er Jahren hier im Viertel\, auch im Kampf gegen den Staat
 \, einen Schutzraum gegen den alltäglichen Naziterror durchsetzten\, heut
 e ihre Miete im hippen Connewitz nicht mehr bezahlen. \nBewohner*nnen des
  Viertels werden heute nur noch als störend empfunden\, oft wird nur von 
 „Connewitzer Chaot*innen“ gesprochen und so ein ganzes Viertel aufgrun
 d einer antifaschistischen Haltung oder alternativer Lebensentwürfe unter
  Generalverdacht gestellt. \nDoch nicht nur in Connewitz\, sondern auch i
 n Plagwitz\, Reudnitz und vielen anderen Vierteln Leipzigs sehen wir die G
 entrifizierung mit voller Wucht einschlagen. Mieten steigen ungebremst\, M
 enschen werden zwangsgeräumt. \nWenn also Baustellen angegriffen werden\
 , neue Häuser mit Farbe beschmiert werden\, dann sehen wir darin nicht da
 s Werk von gelangweilten Chaot*innen\, sondern ein letztes verzweifeltes A
 ufbäumen all derjenigen\, die sich nicht kampflos aus ihrem Kiez verdrän
 gen lassen wollen. Denn dieser Staat schützt nicht uns Menschen\, sondern
  den Profit. Nicht zuletzt deswegen kommt es immer wieder zu Konflikten in
  Connewitz\, wenn sich die Polizei aufführt als wären sie Besatzungstrup
 pen. Immer wieder machen sie mit Übergriffen gegen die Bewohner*innen des
  Viertels Schlagzeilen. Die Polizei versucht immer wieder den Widerstand i
 m Viertel klein zu reden oder behauptet\, es wäre nur ein geringer Teil v
 on „Chaot*innen“\, die Connewitz in Verruf bringen. Anders aber als di
 e LVZ\, die unreflektiert Polizeimeldungen übernimmt\, sehen wir auf der 
 Straße\, wie die Wirklichkeit aussieht.\nWir sehen es\, wenn an Silvester
  wahllos auf Menschen eingeprügelt wird\, die sich am Kreuz aufhalten. Au
 f der Straße sehen wir\, wenn vermeintliche Sprüher*innen bei der Festna
 hme misshandelt werden\, wir hören\, wenn die Bullen aus ihren Fahrzeugen
  herauspöbeln. Mehr als einmal schon wurden aus Polizeiwagen heraus Schl
 äge angedroht. Nachbar*innen\, die einfach nur zum Wochenende am Corner s
 aßen\, wurden wiederholt und grundlos bedroht. Die Liste ist endlos und s
 o gut wie jede*r kann von einer negativen Erfahrung mit der Staatsgewalt i
 m Viertel erzählen.\nDie Polizei Leipzig\, in deren Reihen es nachweislic
 h Rechtsextreme und Beamte mit guten Kontakten zu bekannten Neonazis gibt\
 , ist eine Behörde die lügt und im großen Stil geklaute Fahrräder weit
 erverkauft. Natürlich können wir denen nicht vertrauen! \nWir sehen es 
 nicht mehr ein\, diese Prozesse nur passiv mitzuerleben\, es ist der Zeitp
 unkt gekommen in die Offensive zu gehen und zusammen für eine Welt zu kä
 mpfen\, in der wir alle ohne Angst leben können.\nWir wollen solidarische
  Nachbar*innenschaften\, in denen sich trotz aller Gegensätze geholfen wi
 rd und Probleme aktiv miteinander geklärt werden\, anstatt eine unzumutba
 re Behörde in unser Viertel oder unser Leben zu lassen. Wir wollen Nachba
 r*innenschaften in denen jede*r Mensch Platz hat\, ganz egal welches Gesch
 lecht\, welche Hautfarbe oder wie viel Einkommen. Eine Nachbar*innenschaft
 \, in der wir uns mit Respekt begegnen und miteinander reden\, anstatt wei
 ter zu vereinsamen und aneinander vorbei zu leben.\n\nSchaffen wir solidar
 ische Räume\, antifaschistische Räume\, feministische Räume\, ökologis
 che Räume\, kollektive Räume! Wir müssen die Kämpfe nach einem selbstb
 estimmten Leben verbinden\, denn die Zukunft gehört uns\, wenn wir sie er
 kämpfen! \n\n\nFight for your future!\nfightforyourfuturele.noblogs.org\n
 &nbsp\;\n\n&nbsp\;\n \nWir wünschen uns eine kraftvolle\, entschlossene 
 Demo und werden uns nicht einschüchtern oder aufhalten lassen. Da Corona 
 immer noch eine reelle Gefahr ist\, bitten wir alle Menschen\, die sich un
 s anschließen\, Mundschutz zu tragen und zu versuchen den Sicherheitsabst
 and von 1\,50 m einzuhalten. Zusätzlich empfehlen sich noch Handschuhe zu
 r Optimierung der Hygiene.\n\nfightforyourfuturele.noblogs.org\n\nhttps://
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