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SUMMARY:Podiumsdiskussion: Die Eigentumsfrage stellen
DESCRIPTION:Podiumsdiskussion aus der Reihe: Wege aus der linken Krise\n\nI
 n Deutschland besitzt das reichste Prozent der Bevölkerung 32 Prozent des
  Vermögens\, die unteren 50 Prozent lediglich reichlich ein Prozent. Verm
 ögen und Eigentum sind also enorm ungleich und ungerecht verteilt. Um tat
 sächliche Veränderungen in die Wege zu leiten\, lohnt es sich also die E
 igentumsfrage zu stellen. So geschehen beim erfolgreichen Volksentscheid i
 m September 2021 in Berlin zur Enteignung und Vergesellschaftung großer W
 ohnungsunternehmen. Die Debatte um Vergesellschaftung hatte nicht nur in d
 er gesellschaftlichen Linken Einzug gehalten\, sondern auch die Mehrheit d
 er Wähler*innen überzeugt. Doch bis jetzt wird die Umsetzung verschleppt
  und verhindert\, die anfängliche Euphorie scheint verflogen. Dennoch hat
  das Berliner Beispiel Nachahmer*innen gefunden (z.B. RWE &amp\; Co. entei
 gnen). Auch wissenschaftlich wird sich verstärkt mit Eigentumsverhältnis
 sen beschäftigt\, so unter anderem beim Sonderforschungsbereich „Strukt
 urwandel des Eigentums“.\n\nWir wollen einen Blick auf die aktuellen Deb
 atten rings um Eigentum\, Enteignung und Vergesellschaftung werfen. Steckt
  in diesen die Perspektive der Überwindung des Kapitalismus? Und ist die 
 Eigentumsfrage eigentlich Element einer „verbindenden Klassenpolitik“?
 \n\nReferent*innen:\n\n 	Jürgen Leibiger (*1952) war Dozent für Geschich
 te der ökonomischen Lehrmeinungen und politische Ökonomie des Kapitalism
 us an der TU Dresden. Nach 1990 arbeitete er als Wirtschaftsjournalist sow
 ie der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie. Zuletzt erschien
  von ihm „Eigentum im 21. Jahrhundert. Metamorphosen\, Transformation\, 
 Revolutionen.“ (2023).\n 	Justus Henze (*1995) ist Aktivist bei Deutsche
  Wohnen &amp\;  Co. Enteignen und aktuell im Koordinierungskreis und in d
 er  Öffentlichkeitsarbeit der Kampagne tätig. Darüber hinaus organisi
 erte er die  Vergesellschaftungskonferenz 2022 mit und arbeitet bei &quot;comm
 unia - Zentrum demokratische Wirtschaft&quot;  zur Vergesellschaftung der Ener
 giewende. Er forscht zusätzlich zu demokratischer\, ökonomischer Planu
 ng und hat ein politisches Netzwerk zur Weiterentwicklung von Planungsmode
 llen mitaufgebaut.\n 	Silke van Dyk (*1972) ist Professorin für Soziologi
 e an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihr Forschungsgebiet umfass
 t unter anderem Politische Soziologie\, Soziologie der Sozialpolitik\, Eig
 entumsverhältnisse und soziale Ungleichheit sowie Soziologie des Alter(n)
 s und der Demographie. Zuletzt erschien von ihr zusammen mit Tine Haubner 
 „Community-Kapitalismus“ (2022). Demnächst erscheint zusammen mit Til
 man Reitz und Hartmut Rosa „Nach dem Privateigentum? Güter\, Infrastruk
 turen und Weltverhältnisse im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts“ (2024)
 .\n\nDie Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe “Wege aus der li
 nken Krise. Perspektiven auf die derzeitige Situation\, Utopien und prakti
 sche Lösungsansätze” im Oktober/November 2023. Eine Übersicht über a
 lle Veranstaltungen der Reihe findet sich hier: sachsen.rosalux.de/news/id
 /50854/veranstaltungsreihe-wege-aus-der-linken-krise. Die Veranstaltung fi
 ndet analog in Leipzig statt und wird in verschiedene Orte Sachsen übertr
 agen. In allen Orten sind die Zuschauer*innen dazu aufgerufen\, über die 
 besprochenen Inhalte miteinander ins Gespräch zu kommen. Dazu wird es vor
  Ort eine Moderation geben\, die das gemeinsame Gespräch vorbereitet und 
 strukturiert.\nLiteratur:\n\n 	Candeias\, Mario (2022): Große Mehrheit f
 ür Umverteilung. Repräsentative Umfrage zeigt wachsende Existenzängste 
 und hohe Zustimmung zu Vermögens- und Übergewinnsteuer\, die Publikation
  kann hier online abgerufen werden\n 	Deutsche Wohnen &amp\; Co. enteignen
  (2023): Gemeingut Wohnen. Eine Anstalt öffentlichen Rechts für Berlins
  vergesellschaftete Wohnungsbestände\, hier online abrufbar\n 	Expertenko
 mmission zum Volksentscheid (2023): Vergesellschaftung großer Wohnungsunt
 ernehmen\, hier online abrufbar\n 	Henze\, Justus (2022): Von DWE zur Verg
 esellschaftungs-Bewegung\, hier online abrufbar\n 	Kuhn\, Armin (2022): Im
  Zweifel für Vergesellschaftung. Zwischenbericht der Expertenkomission h
 ält Enteignung grundsätzlich für rechtlich umsetzbar\, online abrufbar 
 bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung\n 	Kusiak\, Joanna (2020): Vergesellschaft
 ung: Gesetzmäßig\, günstig\, gut. Initiativen wie «Deutsche Wohnen &am
 p\; Co Enteignen» in Berlin stehen in bester demokratischer Rechtstraditi
 on\, online abrufbar bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung\n 	Van Dyk\, Silke / 
 Rosa\, Hartmut (Interview\, 2021): Nachgefragt beim Sonderforschungsbereic
 h „Strukturwandel des Eigentums“\, hier online abrufbar\n\n\nhttps://s
 achsen.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/U8P87/die-eigentumsfrage-stellen
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