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 eur-meinungsmache-statt-fehlerkultur-zahlendreherei-statt-transparenz/
SUMMARY:Die Polizei als politischer Akteur - Meinungsmache statt Fehlerkult
 ur\, Zahlendreherei statt Transparenz?
DESCRIPTION:Seit Monaten wird allerorten in der Bundesrepublik zunehmend kr
 itisch über das Agieren der Polizei\, die Verweigerungshaltung konservati
 ver Politiker*innen und großen Polizeigewerkschaften gegenüber progressi
 ven Reformen und tendenziöse polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit diskutie
 rt.\n\nIm Zuge der Skandale während der letzten Monate rund um menschenve
 rachtende Inhalte in internen Chatgruppen\, zahlreiche Videos von mutmaßl
 ich gewalttätigem Fehlverhalten von Polizeibeamt*innen und die Drohschrei
 ben des NSU 2.0 gerieten insbesondere die fehlende Kontrolle und Transpare
 nz der Polizei in die Kritik\, welche auch als maßgebliche Faktoren für 
 das mutmaßliche Dunkelfeld an unbestrafter rechtswidriger Polizeigewalt\,
  Racial Profiling oder unberechtigte Datenabfragen ins Feld geführt werde
 n.\n\nInzwischen schließt sich eine breite Zivilgesellschaft den Forderun
 gen nach einer Kennzeichnungspflicht\, dem expliziten Verbot von Racial Pr
 ofiling sowie der Dokumentationspflicht von Personenkontrollen und der Ein
 richtung unabhängiger Polizeibeauftragten an. Vermeintliche Einzelfälle 
 wie das rechte Netzwerk in der hessischen Polizei samt illegaler Datenabfr
 agen\, der Umgang mit Journalist*innen wie etwa beim „Hutbürger“-Skan
 dal und Ermittlungsgebaren wie beim NSU-Komplex erhalten große mediale Au
 fmerksamkeit\, die Schwierigkeiten der Nachverfolgbarkeit von rechtswidrig
 er Polizeigewalt werden ins Rampenlicht gerückt\, Schwachstellen mangelnd
 er Fehlerkultur und demokratischer Einhegung polizeilicher Befugnisse offe
 n benannt.\n\nGleichzeitig schwingen sich jedoch ebenfalls mächtige bunde
 spolitische Stimmen zu Fundamentalverteidiger*innen der Polizei in ihrer a
 ktuellen Form auf\, sekundiert durch die Wortführer*innen der großen Pol
 izeigewerkschaften. Das zufällig während des Hochpunkts der Black-Lives-
 Matter-Proteste und zugehörigen Polizeidiskussion in Berlin erlassene Ant
 idiskriminierungsgesetz bezeichnete etwa Bundesinnenminister Horst Seehofe
 r als „Diskriminierung“ der Polizei. Ähnlich sieht es mit den regelm
 äßig durch die Innenministerien publizierten Zahlen zu Gewalt gegen Poli
 zeibeamt*innen aus: Hier wird mit bewusst tendenziös dargestellten Zahlen
  Politik und Stimmung gemacht.\n\nIn Leipzig hingegen musste sich die Poli
 zei für ihre Öffentlichkeitsarbeit in der Vergangenheit regelmäßig Kri
 tik gefallen lassen\, meist im Zusammenhang mit Einsätzen gegen linkes Kl
 ientel. Durch Recherchen von Journalist*innen wurden Grundpfeiler der poli
 zeilichen Darstellungen zu den Vorfällen an Silvester 2019/20 rund um ein
 en angeblich brennenden Einkaufswagen und die vermeintliche Not-OP eines P
 olizisten ins Wanken gebracht\, schon Monate zuvor wurde fälschlich gegen
 über den Medien ein Angriff auf die Feuerwehr beim Löschen von Barrikade
 n in Connewitz behauptet und das „No Cops“-Graffiti am Connewitzer Kre
 uz auch schon einmal von der Pressestelle als „Polizeirassismus“ titul
 iert.\n\nInsgesamt aber zeigen viele Reaktionen auf die aktuellen politisc
 hen Debatten und Maßnahmen\, dass die Polizei noch immer einen Status als
  „heiliger Gral“ hat. Kritiker*innen polizeilichen Handelns wird schne
 ll vorgeworfen\, zu pauschalisieren\, mit Recht und Gesetz zu fremdeln ode
 r gar staatsfeindlich zu sein. Auf diese Weise wird Kritik delegitimiert u
 nd die Polizei vor Kritik immunisiert. In unserer Diskussionsveranstaltung
  soll hingegen eine differenzierte\, faktisch fundierte und autoritätskri
 tische Position gegenüber der Polizei zur Debatte stehen. Statt populisti
 scher Pauschalurteile sollen notwendige Kritik\, Perspektiven für mehr Ko
 ntrolle und Transparenz des Polizeiapparates und Möglichkeiten faktenbasi
 erter Urteile über die Polizei formuliert und zur Diskussion gestellt wer
 den. Orientierung bietet dabei das Ideal einer Polizei als Inhaberin des i
 nnerstaatlichen Gewaltmonopols\, die transparent\, demokratisch kontrollie
 rt und frei von antidemokratischem und diskriminierendem Gedankengut unser
  Zusammenleben schützt.\n\nEs diskutieren: Martina Renner (MdB\, DIE LINK
 E)\, Tobias Wilke (Journalist\, u.a. bei Der Volksverpetzer)\, Peer Oehler
  (Gewerkschaft der Polizei) und eine Vertreter*in von Black lives matter L
 eipzig\n\nEs können nach derzeitigen Regelungen 60 Personen vor Ort teiln
 ehmen. DIe Veranstaltung wird live via youtube übertragen.\n\nhttps://de-
 de.facebook.com/events/689804931634491/\n\nhttps://www.planlos-leipzig.org
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