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SUMMARY:Feministische Anti-Knast Kundgebung
DESCRIPTION:Verspätet aber nicht vergessen: Auch in diesem Jahr fahren wir
  zusammen zur Frauen JVA Chemnitz\, um ein Zeichen gegen Patriarchat\, Kap
 italismus\, Faschismus\, Nationalstaaten und ihre Knäste zu setzen. Wir w
 ollen die Gefangenen fühlen lassen\, dass sie nicht alleine sind.\n\nSonn
 tag\, 05.05.24\n\n16-18 Uhr\n\nJVA Chemnitz\n\nTreffpunkt Zuganreise aus L
 eipzig:\n13 Uhr\, Hauptbahnhof Leipzig\, Gleis 3\nRE74176 über Chemnitz H
 bf\, Abfahrt 13:21\n\nFalls ihr für die Anreise ein Sachsenticket kaufen 
 müsst gibt es die Möglichkeit\, die Kosten dafür zu erstatten. Bitte br
 ingt dafür einen Beleg mit\, den ihr am Lauti abgeben könnt.\n\n&nbsp\;\
 n\nVon Kind auf lernen wir was ein Knast ist und wofür er benötigt wird\
 , aber kaum jemand weiß was Knast wirklich bedeutet. Denn nur wenige Mens
 chen haben einen Knast jemals selbst gesehen\, kennen Menschen die ihn sch
 onmal von innen erleben mussten oder haben Erfahrungsberichte von Gefangen
 en gehört. Wir lernen\, dass nur die „bösen Menschen“ in den Knast k
 ommen\, die die eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Aber in den 
 Knast kommen vor allem diejenigen\, die die Fehler unserer Gesellschaft si
 chtbar machen: arme und diskriminierte Menschen – besonders wenn sie von
  Rassismus betroffen sind -\, Leute\, die sich nicht anpassen können oder
  wollen und Personen\, die gegen die gesellschaftlichen Zustände aufbegeh
 ren. Sie sollen hinter verschlossener Tür diszipliniert werden. Sobald di
 e Tore des Knastes durchschritten sind\, verlieren sie ihre Menschlichkeit
 . Mit einer Nummer versehen sind sie ab hier nur noch die Gefangenen. Eine
  undefinierte Gruppe\, denen Individualität sowie Emotionen abgesprochen 
 werden und die zur Knastarbeit gezwungen werden können. Sie verschwinden 
 aus der Gesellschaft und werden isoliert. Niemand interessiert sich mehr f
 ür die Menschen hinter den Mauern\, niemand hört ihnen zu. Sie sind Gefa
 ngene.\n\nWir wachsen mit diesem Schreckensgespenst als ultimative Bestraf
 ung auf. Denn der Staat und seine Justiz braucht Knäste\, um die Ordnung 
 aufrecht zu erhalten und die eigene Macht zu sichern. Er braucht sie\, um 
 unliebsame Menschen zu kontrollieren. Was und wann sie essen\, welche Klei
 dung sie tragen\, wo und wie sie sich bewegen\, wer Kontakt zu ihnen hat\,
  wann sie schlafen\, welche Schmerzen wie behandelt werden\, wie sie liebe
 n und begehren\, welches Geschlecht sie haben\, wann sie sich waschen\, wi
 eviel frische Luft sie haben\, wieviel Himmel sie aus ihrem Fenster sehen 
 können\, wieviel Papier sie beschreiben und mit welchen Stiften\, wie sie
  ihr Zimmer gestalten\, was sie lesen schauen oder hören\, ob sie alleine
  oder gemeinsam sein müssen usw. All das unter ständiger Überwachung.\n
 \nGleichzeitig braucht der Staat seine Knäste um die Menschen draußen zu
  kontrollieren. Als Abschreckung\, damit sie sich auch ja an seine Regeln 
 halten und gehorchen. Wir weigern uns dieses System zu unterstützen. Wir 
 wollen versuchen\, die Isolation im Knast zu durchbrechen. Wir wollen zeig
 en\, dass diese Mauern keine Menschlichkeit nehmen können.\n\nVorallem FL
 INTA* werden in der Diskussion um Knäste meist vergessen\, beim Gedanken 
 an Knast denkt eins vorallem an Männerknäste. Wie auch außerhalb der Ma
 uern werden FLINTA* und deren Arbeit vergsessen. Die Kundgebunen der letzt
 en Jahre vor der Frauen JVA Chemnitz anlässlich des 8.März sollte genere
 lle Knastkritik mit einer feministischen Perspektive verbinden. Die Antste
 hung von Knästen ist eng mit der historischen und systematischen Unterdr
 ückung von FLINTA* verbunden. Die ersten Käste waren Frauenknäste\, in 
 denen vorallem Prostituierte/Sexarbeiter*innen\, Bettelnde und Dienstanges
 tellte\, die ihre Arbeit nicht (richtig) erfüllten\, saßen. Das explizit
 e Ziel dieser Knäste war Abschreckung\, nach außen und nach innen. Wer s
 ich nicht an die gesellschaftlichen Norm hält\, kam in den Knast. Dadurch
  wurde auch das binäre und patriarchale System im und außerhalb des Knas
 tes vefestigt. Die Zuweisung geschah und geschieht immer noch nach strenge
 r binärer Ordnung\, je nachdem was im Perso steht. Dies war und ist für 
 TINA* Personen besonders gefährlich.\n\nHeute noch sind oft Gründe\, war
 um FLINTA* im Knast landen mit dem patriarchalen System verbunden. Die iso
 lierende Funktion von Knästen trifft FLINTA* noch härter\, denn wenn FLI
 NTA* im Knast sitzt\, gibt es meist kaum support von cis männlichen Angeh
 örigen. Wohingegen die emotionale Arbeit und Unterstützung von cis Männ
 dern\, die im Knast sitzen\, vorallem von Partner*innen übernommen wird.\
 n\nDies gibt uns noch einen Grund mehr\, diese Isolation punktuell durchbr
 echen zu wollen.\n\nFür uns ist daher der jährliche Ausflug zur Frauen J
 VA in Chemnitz ein wichtiges Anliegen. Unsere Solidarität soll wenigstens
  sporadisch und symbolisch diese Mauern überwinden. Also kommt mit uns am
  05.05.24 um 16 Uhr nach Chemnitz und sagt mal Hallo! Für all die Mensche
 n\, die sie in Gefängnisse gesteckt und in den Untergrund vertrieben habe
 n und die Leere sowie Angst\, die ihre Abwesenheit hinterlässt\, wollen w
 ir unsere Wut gegen die Mauern der JVA Chemnitz schreien.\n\nP.S.: Wir mac
 hen die Kundgebung in erster Linie für die Gefangenen. Bitte lasst Fahnen
  von Organisationen\, Parteien oder Nationen zu Hause und bringt stattdess
 en lieber Transpis mit.\n\nHabt ihr Grußworte in oder aus dem Knast? Schr
 eibt uns eine Mail an: noprisons@systemli.org (PGP Key auf Anfrage)\n\n\n\
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