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 maerz-kundgebung/
SUMMARY:Für einen emanzipatorischen 8. März: Kundgebung
DESCRIPTION:Wir sind ein Zusammenschluss verschiedener linker Gruppen Leipz
 igs und laden herzlich zum Emanzipatorischen 8. März auf der Kolonnadenst
 raße ein.\n\nWir haben uns zusammengeschlossen\, weil wir den 8. März zu
 rückwollen. Einen 8. März mit vielfältigen\, emanzipatorischen\, konkre
 ten\, utopischen\, kämpferischen\, feministischen Forderungen.\n\nGründe
 \, an diesem und jedem anderen Tag laut zu sein\, gibt es mehr als genug.\
 n\n114 Femizide im letzten Jahr\, 157818 Opfer häuslicher Gewalt im Jahr 
 davor\, davon über 70% Frauen. Und das sind nur die Zahlen\, deren Meldun
 g Eingang in die Statistiken findet.\n\nDie Familie ist für viele Frauen\
 , transgeschlechtliche Menschen\, intergeschlechtliche und nonbinäre Pers
 onen ein potenziell gefährlicher Raum. Frauen und Queers mit Behinderung 
 sind häufig in hohem Maß von Gewalt betroffen. Ausreichend Plätze in Fr
 auenhäusern gibt es kaum\, Femizide werden noch immer als &quot;Beziehungstate
 n&quot; bagatellisiert\, die Istanbul Konvention nicht annähernd erfüllt.\n\n
 Doch patriarchale Gewalt beginnt nicht mit tätlichen Angriffen\, beginnt 
 nicht mit Mord. Patriarchale Gewalt beginnt viel kleiner und subtiler. Un
 d selbst da wo behauptet wird\, Gleichberechtigung sei bereits erreicht\, 
 gibt es noch viel zu tun. Selbst wenn in Deutschland fast alle Frauen beru
 fstätig sind haben die Verhältnisse spürbare ökonomische Konsequenzen.
  Für Frauen bedeutet Armut etwas anderes als für Männer: aufgrund von f
 inanzieller Abhängigkeit bleiben viele Frauen in Beziehungen mit gewaltt
 ätigen Männern. Ökonomische Machtverhältnisse und gesellschaftlich zug
 ewiesene Tätigkeitsfelder halten ein sexistisches Anspruchsdenken in (Par
 tnerschafts-)Beziehungen aufrecht\, welches eigentumsähnliche Formen anne
 hmen kann. Durch staatliche Absicherung des hierarchischen Geschlechterver
 hältnisses erhalten Männer die Verfügungsmacht über die Zeit und den K
 örper von Frauen zur Verrichtung von Care-Arbeit.\n\nFür uns ist daher k
 lar: Küche\, Ehe\, Vaterland? Gehören abgeschafft!\n\nSchlechtes Wetter\
 , harte Zeiten.\n\nLaut aktuellen Umfragen wird sich ein Drittel aller wah
 lberechtigten Erwachsenen in Sachsen bei den kommenden Wahlen für eine fa
 schistische Partei entscheiden. Exemplarisch für die Normalisierung des R
 echtsrucks sind die kürzlich bekannt gewordenen &quot;Remigrationspläne&quot; von 
 Werteunion\, AfD und langjährigen FaschoaktivistInnen. Solche Treffen lö
 sen zu Recht Empörung aus\, und finden doch gleichzeitig zu einem erstark
 enden regressiven Antifeminismus\, etablierter Queerfeindlichkeit und eine
 m wahrnehmbaren Genderbacklash mit Retraditionalisierung der Geschlechterr
 ollen statt.\n\nDoch auch Parteien fernab von CDU und AfD beteiligen sich 
 am gesellschaftlichen Rechtsruck. So zeigte sich die rot-grüne Bundesregi
 erung kürzlich sehr zufrieden mit der Verschärfung der Reform des Gemein
 samen Europäischen Asylsystems (GEAS)\, was die humanitäre Katastrophe a
 n den europäischen Außengrenzen verschlimmern wird.\n\nAngriffe auf femi
 nistische Errungenschaften und antifaschistischen Aktivismus liegen daher 
 im Zentrum unseres politischen Widerstandes. Siempre antifa!\n\nFür deine
 \, meine\, unsere Schwestern!\n\nUnsere Solidarität macht an Ländergrenz
 en nicht halt. Zahlreiche Kriege\, gesellschaftliche Krisen und komplexe p
 olitische Entwicklungen erschüttern uns und wir solidarisieren uns mit de
 n mutigen Menschen\, die unter Lebensgefahr im Iran für eine Befreiung vo
 m islamistischen Mullah-Regime kämpfen. Wir stehen solidarisch mit Frauen
  und queeren Menschen in Afghanistan\, mit Ezid*innen\, mit kurdischen Akt
 ivist*innen und Betroffenen in der Ukraine\, die unter als Kriegswaffe ein
 gesetzter sexueller Gewalt leiden.\n\nWir werden nicht müde zu betonen\, 
 dass unser gemeinsamer Kampf erst dann gewonnen sein kann\, wenn universal
 istische Rechte gelten und alle Frauen und Queers frei sind! Dies ist insb
 esondere mit dem Blick auf die aktuelle weltpolitische Lage und dem vieler
 orts massiven Ruck hin zum Konservativen und Rechten zu beobachten. Doch d
 ie Lösung der Probleme findet sich weder in autoritären Strukturen noch 
 im Zusammenschluss mit ideologisch regressiven Gruppen und Bewegungen\, er
 st recht nicht für Linke.\n\nMe too unless you`re a jew?\n\nDieses Jahr b
 egehen wir den ersten 8. März nach dem 7. Oktober 2023\, dem verheerendst
 en Angriff auf jüdisches Leben seit 1945.\n\nDer Angriff der radikalislam
 istischen Terrororganisation Hamas und unterstützenden Vereinigungen auf 
 das Nova-Musikfestival und umliegende Kibbuze war nicht nur ein antisemiti
 scher\, sondern auch ein gezielt misogyner Angriff auf Frauen und auf frei
 heitliches Leben. Die 134 Geiseln\, die sich noch immer in Gefangenschaft 
 befinden\, - nicht nur die Frauen - sind dieser Gewalt noch immer ausgeset
 zt. Wir möchten den 8. März nutzen\, um die sofortige Freilassung aller 
 Geiseln zu fordern! #bringthemhomenow.\n\nGerade deswegen erfüllt uns der
  Umgang diverser vermeintlich linker Gruppen und Feminist*innen mit Entset
 zen. Insbesondere die Positionen von Gruppen wie Zora\, Pride Rebellion od
 er Young Struggle lassen uns fassungslos zurück. Dass diese Gruppen Über
 lebenden schwerster sexueller Gewalt mit derartigem Zweifel und Täter-Opf
 er-Umkehr begegnen können\, scheint im Anblick ihrer sonstigen Positionen
  nahezu harmlos. Nicht nur\, dass sie die Gewalt der Hamas als Akt der Bef
 reiung verklären\, sehnen sie sich mit Parolen wie &quot;Yallah Yallah Intifid
 a&quot; oder &quot;From the River to the sea&quot; gezielt die Vernichtung jüdischen Leb
 ens im Nahen Osten herbei.\n\nWir fordern ein Ende des Leids der palästin
 ensischen Zivilbevölkerung unter dem Krieg in Gaza und der Herrschaft isl
 amistischer Gruppen und trauern um die über bisher 20.000 getöteten Zivi
 list*innen. Auch auf palästinensischer Seite sind es vor allem Frauen\, d
 ie die Leidtragenden darstellen. Wir können kein gemeinsames Ziel mit ant
 iemanzipatorischen Kräften ausmachen\, die Zivilist*innen bewusst als men
 schliche Schutzschilde nutzen.\n\nHass gegen Frauen und Queers ist fundame
 ntaler Bestandteil der regressiven Ideologie der islamistischen Herrscher.
   Wer islamistische Regime und Gruppen widerspruchsfrei als Freiheitskä
 mpfer stilisiert\, negiert nicht nur das Leid vor Ort\, sondern missachtet
  auch die Gefahr religiöser Fundamentalist*innen.\n\nEs bleibt Aufgabe ei
 ner radikalen Linken\, Religion kritisch zu hinterfragen und die darunterl
 iegenden misogynen\, queerfeindlichen und oft antisemitischen Absichten zu
  erkennen und ihnen etwas entgegenzusetzen\, ohne im Umkehrschluss Einzelp
 ersonen rassistischer Abwertung auszuliefern.\n\nFeminismus? Nur universel
 l!\n\nEin 8. März im Zeichen des Kampfes für eine befreite Gesellschaft 
 für alle\, und nicht in dogmatischer Hingabe zu einem selektiven Pseudo-F
 eminismus\, kann nur dann gelingen\, wenn eine Unterwanderung feministisch
 er Veranstaltungen durch Kader-Gruppen nicht unwidersprochen bleibt.\n\nDe
 swegen wollen wir es nicht hinnehmen\, dass in der Orga der Demonstration 
 des 8M-Bündnisses Leipzig Gruppen sitzen\, die in ihrem sogenannten &quot;Revo
 lutionären Block&quot; Vernichtungsfantasien auf die Straße tragen\, dabei au
 ch islamistisch-fundamentalistischen Forderungen den Weg bereiten und dies
 e im Rahmen einer feministischen Großveranstaltung zu normalisieren geden
 ken.\n\nWir rufen daher auch insbesondere die Leipziger Polit-Landschaft a
 uf\, ihre Mitwirkung am Bündnis und der Demonstration kritisch zu hinterf
 ragen.\n\nWir laden euch ein\, mit uns einen 8. März zu begehen\, der sei
 ner ursprünglichen Idee gerecht wird.\n\nWir wollen dabei nicht die indiv
 idualisierte vermeintliche Verbesserung für einige wenige selbsternannte 
 Girlbosses\, wir wollen nichts anderes als die Befreiung aus patriarchalen
 \, kapitalistischen\, antisemitischen und rassistischen Zusammenhängen f
 ür alle! Tragt mit uns die Forderungen für ein selbstbestimmtes und frei
 es Leben für alle vom Patriarchat Betroffenen auf die Straße!\n\nEs wird
  eine kinderfreundliche Veranstaltung mit Spielecke und Kinderbetreuung.\n
 \nDie Kundgebung ist offen für alle Altersklassen und Geschlechter und fi
 ndet auf der Kolonnadenstraße\, am 8. März 2024\, von 15-19 Uhr statt.\n
 \nUnterzeichnet von: apra\, fantifa Leipzig\, #keinemehr Leipzig\, outside
  the box - Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik\, Junges For
 um Leipzig\, Pro Choice Leipzig\, Utopie &amp\; Praxis\, kappa\, &quot;Rassismu
 s tötet!&quot; - Leipzig\, Jugend gegen Rechts Leipzig\, antifaschistischer fr
 auenblock leipzig\n\nhttps://knack.news/8718\n\nhttps://www.planlos-leipzi
 g.org/events/fuer-einen-emanzipatorischen-8-maerz-kundgebung/
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