BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//wp-events-plugin.com//6.6.1//EN
TZID:Europe/Berlin
X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin
BEGIN:VEVENT
UID:2095@planlos-leipzig.org
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20211106T123000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20211106T123000
DTSTAMP:20211005T152217Z
URL:https://www.planlos-leipzig.org/events/gestern-heute-morgen-demonstrat
 ion-in-zwickau-anlaesslich-des-10-jahrestages-der-selbstenttarnung-des-nsu
 /
SUMMARY:Zugtreffpunkt zur Demo in Zwickau: Gestern. Heute. Morgen? Demonstr
 ation in Zwickau anlässlich des 10. Jahrestages der Selbstenttarnung des 
 NSU
DESCRIPTION:\n\n#zwickau0611\n\n\nGestern. Heute. Morgen? Demonstration in 
 Zwickau anlässlich des 10. Jahrestages der Selbstenttarnung des NSU\nSams
 tag\, 06.11.2021 – 14 Uhr Zwickau – \nGemeinsame Anreise aus Leipzig:\
 n12:30 Uhr S-Bhf. Connewitz\nFindet euch bitte in Bezugsgruppen zusammen u
 nd holt euch Fahrkarten.\n\n\n\n\nSeit nunmehr 10 Jahren haben wir die Gew
 issheit\, dass Enver Şimşek\, Abdurrahim Özüdoğru\, Süleyman Taşkö
 prü\, Habil Kılıç\, Mehmet Turgut\, İsmail Yaşar\, Theodoros Boulgar
 ides\, Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat dem mörderischen Rassismus des N
 SU zum Opfer fielen. Auch die Polizistin Michèle Kiesewetter wurde durch 
 die Rechtsterrorist*innen getötet.\nErfolgsgeschichte NSU?\nNun ist es 10
  Jahre her\, dass Mundlos und Böhnhardt sich am 04.11.2011 nach einem ges
 cheiterten Banküberfall erschossen und Zschäpe anschließend ihre Wohnun
 g in Brand setzte\, tagelang durch die Republik irrte und sich schließlic
 h selber den Behörden stellte. Ermöglicht wurde das jahrelange Morden du
 rch ein breit gefächertes Helfer*innen-Netzwerk\, dessen Mitglieder weite
 stgehend bis heute unbehelligt agieren können. Das sich der NSU selbstent
 tarnen konnte\, ist kein Zufall: Durch das jahrelange Verdrängen\, Verhar
 mlosen und Unterstützen rechter Strukturen\, konnte der NSU entstehen und
  gedeihen. Während bereits im Sommer 2006 Angehörige und migrantische Co
 mmunities auf Großdemonstrationen in Kassel und Dortmund forderten „9 O
 pfer – Wir wollen kein 10. Opfer. Stoppt die Mörder“\, konzentrierten
  sich Strafverfolgungsbehörden\, Medien und Gesellschaft darauf eine Tät
 er–Opfer-Umkehr zu betreiben und die Angehörigen und Überlebenden zu d
 rangsalieren. Auch die radikale Linke hatte diesem Narrativ nicht wahrnehm
 bar etwas entgegenzusetzen und scheiterte selbst daran\, die rassistischen
  Motive zu erkennen. \nAus dem NSU nichts gelernt – Rechtsterrorismus he
 ute\nDas Oktoberfestattentat\, der antisemitische Doppelmord in Erlangen\,
  der rassistische Brandanschlag in der Hamburger Halskestraße\, die Pogro
 me von Rostock-Lichtenhagen\, Mannheim-Schönau und Hoyerswerda und die ra
 ssistischen Brandanschläge bsp. in Mölln\, Sollingen und Lübeck sind Te
 il der Geschichte rechten Terrors und seiner verdrängten Kontinuität. De
 r NSU reiht sich in diese lange Tradition ein und lässt sich ohne diese n
 icht verstehen: Die rassistische Mobilmachung der Nachwendejahre\, das Ers
 tarken rechter Strukturen in Ost und West und die fehlende Strafverfolgung
  rechter Gewalt der 90er Jahre vermittelte den Täter*innen die Sicherheit
 \, als Vollstreckende des Volkswillens legitimiert zur Tat schreiten zu k
 önnen. Rechter Terror ist längst Normalzustand und eng verwoben mit der 
 Geschichte Deutschlands seit 1945. Er zeigte sich besonders deutlich in de
 n vergangenen Jahren: Hanau 2020\, Halle 2019\, der Mord an Walter Lübcke
  2019\, der Anschlag auf das OEZ in München 2016 und mehrere hundert Tode
 sopfer rechter Gewalt nach 1990\, sind die drastischste Konsequenz des ras
 sistischen Normalzustandes. Die Liste ließe sich erweitern um den NSU 2.0
 \, die Gruppe Freital oder die fast täglich neuen Meldungen über das Auf
 fliegen rechtsterroristischer Gruppen und Strukturen in Polizei und Milit
 är. Die Kontinuitäten rechten Terrors in Deutschland zeigen auch den For
 tbestand des Zusammenspiels der Sicherheitsbehörden mit rechten Netzwerke
 n auf. In Zwickau bilden sich zudem seit Monaten bedrohliche rechte Strukt
 uren\, welche ein hohes Gefahrenpotenzial bergen\, sodass man sich die Fra
 ge stellen muss: Wie lange wird es noch dauern\, bis in Zwickau oder ander
 swo ein erneuter Fall von Rechtsterrorismus ans Licht kommt?\nZwickau – 
 Stadt des Vergessens / Biotop für RechtsterroristInnen\nIn Zwickau\, der 
 Stadt\, in welcher der NSU jahrelang unbehelligt und bestens integriert wo
 hnen und das Morden planen und umsetzen konnte\, wird sich bis heute gegen
  eine konsequente Aufklärung der Taten und die Aufarbeitung der Rolle der
  Stadt in Bezug auf den NSU gestellt. Ein würdiges Gedenken muss diese Ko
 ntinuität von rechtem Terror und Gewalt in den Blick nehmen und Konsequen
 zen daraus ziehen. Gesellschaftlich initiierte Forderungen von antifaschis
 tischen Gruppen und anderen Initiativen nach einem Dokumentationszentrum w
 erden durch die Verwaltung abgelehnt\, das Schaffen einer halben Personals
 telle\, um sich mit der Aufarbeitung zu befassen\, wurde durch den zustän
 digen Haupt- und Verwaltungsausschuss verweigert. Dabei wohnen Personen au
 s dem Unterstützer*innen-Netzwerk\, wie beispielsweise André Eminger\, n
 och heute in Zwickau und Umgebung. Abseits von kleinen Aktivist*innengrupp
 en findet Gedenkarbeit in Zwickau nicht statt. Lieber möchte man hier ver
 gessen und den Makel des NSU-Bezuges\, auf den kritisches Gedenken hinweis
 t\, vom Image der „weltoffenen Stadt„ wegpolieren. \nErinnern heißt 
 Kämpfen – Aufklären und einmischen!\n\n„Lückenlose Aufklärung“ i
 st weder in Zwickau noch anderswo in Deutschland von Behörden oder Staat 
 zu erwarten. Es liegt an uns. Warum gehen wir am 06. November auf die Stra
 ße? Wir wollen eine Gesellschaft\, in der Neonazis nicht ungehindert  Me
 nschen ermorden können. Wir wollen erinnern – erinnern an das was gesc
 hehen ist\, an das was verschwiegen wird\, an die Ursachen und Folgen dies
 en Terrors. Die Taten des NSU dürfen nicht vergessen werden. Die Ermordet
 en dürfen nicht vergessen werden. Wir rufen die Menschen der Stadt Zwick
 au auf\, sich mit der Kontinuität rechten Terrors in ihrem unmittelbaren 
 Lebensumfeld zu beschäftigen. Eine Stadt\, in der das einzige in 10 Jahre
 n sichtbare Gedenken ein von Neonazis abgesägter Gedenkbaum für die Opfe
 r des NSU war\, sollte alles daran setzen\, endlich eine lebendige und kon
 tinuierliche Gedenkkultur aufzubauen und zu pflegen.\n\nWir fordern dass A
 ngehörige und von Rassismus betroffene Menschen endlich als „Hauptzeug*
 innen des Geschehens“ wahrgenommen werden\, nicht als bloße Statist*inn
 en.\nWir rufen die Stadt Zwickau dazu auf\, sich endlich aktiv mit ihrem s
 tetigen Neonaziproblem auseinanderzusetzen. Rechte Strukturen\, die in hie
 r und in der Region seit jeher Bestand haben\, sollen benannt und bekämpf
 t werden – nicht ignoriert oder gar integriert. Aus aktuellstem Anlass: 
 Weder in Zwickau noch anderswo dürfen heute die Täter von morgen in rech
 tsterrorfreundlichen Biotopen heranwachsen. Und wir fordern eine lückelos
 e Aufklärung des NSU-Komplexes! Um Rechtsterrorismus zu bekämpfen\, gilt
  es das NSU-Umfeld komplett aufzuklären und immer noch aktive rechte Netz
 werke zu identifizieren und zerschlagen.\n\n\nhttps://www.rassismus-toetet
 -leipzig.org/index.php/zwickau0611/\n\nhttps://www.planlos-leipzig.org/eve
 nts/gestern-heute-morgen-demonstration-in-zwickau-anlaesslich-des-10-jahre
 stages-der-selbstenttarnung-des-nsu/
CATEGORIES:Demo,Zugtreffpunkt
LOCATION:S-Bhf. Connewitz\, S-Bhf. Connewitz\, Leipzig
X-APPLE-STRUCTURED-LOCATION;VALUE=URI;X-ADDRESS=S-Bhf. Connewitz\, Leipzig\
 , Deutschland;X-APPLE-RADIUS=100;X-TITLE=S-Bhf. Connewitz:geo:0,0
END:VEVENT
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
X-LIC-LOCATION:Europe/Berlin
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20211031T020000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
END:VCALENDAR