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SUMMARY:Jüdische Migration – Das Beispiel der Zuwanderung aus der ehemal
 igen Sowjetunion
DESCRIPTION:Migration hat im Judentum eine zentrale religiöse\, historisch
 e und kulturelle Bedeutung\, da sie sowohl in den biblischen Erzählungen 
 – etwa vom Auszug aus Ägypten – als auch in der jahrtausendelangen Di
 aspora-Erfahrung prägend für Identität und Glaubenspraxis des jüdische
 n Volkes ist.\n\nDer Vortrag thematisiert jüdische Migration am Beispiel 
 der sowjetischen Jüdinnen und Juden. Aufgrund von Repressionen verließen
  ab den 1970er Jahren viele Jüdinnen und Juden die Sowjetunion und gingen
  v.a. in den USA und nach Israel. Nach dem Amtsantritt von Michail Gorbats
 chow im März 1985 und dem Beginn der von ihm initiierten Perestroika wurd
 en die Ausreisebestimmungen schrittweise gelockert\, wodurch sich neue Mig
 rationsmöglichkeiten eröffneten.\n\nDies führte in den 1990er Jahren da
 zu\, dass zahlreiche Jüdinnen und Juden auch nach Deutschland einwanderte
 n\, wo sie als Kontingentflüchtlinge aufgenommen wurden. Durch diesen Zuz
 ug vervielfachte sich die Anzahl der Mitglieder in den jüdischen Gemeinde
 n Deutschlands\, teilweise wurden neue jüdische Gemeinden gegründet. Im 
 Vortrag wird auch thematisiert\, wie die sowjetischen Zugewanderten die j
 üdische Gemeinschaft in Deutschland prägen\, wobei insbesondere auf das 
 Beispiel der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig geschaut wird.\n\
 nDr. Melanie Eulitz studierte Soziologie an der Universität Leipzig\, wo 
 sie auch promovierte. Ihre Dissertation mit dem Titel „Jüdische Gemeind
 en im Umbruch. Die konfliktären Entwicklungen in Deutschland seit 1990“
  befasst sich mit den Veränderungen in den jüdischen Gemeinden in Deutsc
 hland u.a. aufgrund der Zuwanderung von sowjetischen Jüdinnen und Juden. 
 Neben ihrer Forschung engagiert sie sich in Leipzig in der Jüdisch-Christ
 lichen Arbeitsgemeinschaft und in der AG Jüdisches Leben des Bürgerverei
 n Waldstraßenviertel e.V. Sie führt zum jüdischen Leben in Leipzig\, or
 ganisiert Vorträge zum Thema und engagiert sich in einem Projekt zu Erinn
 erungstafeln. Von 2019 bis 2026 hat sie an der HTWK Leipzig gearbeitet und
  u.a. die Ringvorlesungsreihe „Jüdisches Leben“ organisiert.\n\nDatum
  \nMi.\, 24. Juni 2026 / 17.15 - 18.45 Uhr\n\nTrefftz-Bau (Haus A)\n140\nG
 ustav-Freytag-Straße 43 - 45\n04277 Leipzig\n\nhttps://www.htwk-leipzig.d
 e/hochschule/aktuelles/eventdetail/veranstaltung/juedische-migration-das-b
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