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SUMMARY:Jüdische Studierende an technischen Hochschulen in Sachsen 1869 bi
 s 1938
DESCRIPTION:Ein Studium aufzunehmen\, war für Juden in Sachsen lange Zeit 
 nicht möglich. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde ihn
 en formell die rechtliche Gleichstellung gewährt. Die sich daraufhin erö
 ffnenden Zugangsmöglichkeiten zu den Hochschulen und damit zu höherer\, 
 säkularer Bildung lockten mit dem Versprechen auf neue berufliche Wege\, 
 vielfältigere Einkommens- und Lebensperspektiven und boten einer von Disk
 riminierungserfahrungen geprägten Gruppe Chancen auf gesellschaftliche Te
 ilhabe und sozialen Aufstieg.\n\nMit der Bergakademie Freiberg\, der Techn
 ischen Hochschule Dresden\, dem Technikum Mittweida und den Technischen St
 aatslehranstalten Chemnitz verfügte Sachsen über vier renommierte Bildun
 gseinrichtungen mit technisch-anwendungsorientiertem Profil. In ihrem Vort
 rag stellt Lisa Pribik ihr Forschungsprojekt am Dubnow-Institut vor\, das 
 der Frage nachgeht\, inwiefern die dort angebotenen neuen technischen Stud
 ienfächer auch für jüdische Studierende attraktiv waren.\n\nBisher ist 
 weitgehend unerforscht\, wie viele Juden sich an diesen Hochschulen einsch
 rieben\, woher sie kamen\, welche sozialen Hintergründe sie hatten\, welc
 he Fächer sie bevorzugten\, warum sie studieren wollten und mit welchen i
 nstitutionellen Ausschlussmechanismen und inoffiziellen Hürden sie währe
 nd ihrer Ausbildung und im Beruf konfrontiert waren. Exemplarische Biograf
 ien verdeutlichen\, wie heterogen die Lebenswege verliefen und vermitteln 
 in ihrer Zusammenschau ein differenziertes Bild der wechselvollen jüdisch
 en Geschichte zwischen 1869 bis 1938. Am Beispiel der Bildungsgeschichte k
 ann die Ambivalenz des jüdischen Emanzipationsprozesses in Sachsen nachvo
 llzogen werden.\n\nLisa Pribik ist seit 2022 am Leibniz-Institut für jüd
 ische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow als wissenschaftliche Mitarbe
 iterin zur Erforschung von jüdischen Studierenden an technischen Hochschu
 len in Sachsen tätig. Das Projekt ist Teil eines Verbundprojekts der Säc
 hsischen Akademie der Wissenschaften zur Vernetzung digitaler Kulturdaten 
 in Sachsen (DIKUSA). Nach ihrem Studium der Literatur- und Kulturwissensch
 aft sowie Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dresden war sie 
 bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Sächsischen Landes
 stelle für Museumswesen tätig. An der Kustodie der Martin-Luther-Univers
 ität Halle-Wittenberg wirkte sie als Museologin und wissenschaftliche Mit
 arbeiterin an Ausstellungen und begleitenden Publikationen u. a. zur Gesch
 ichte der Braunkohle im mitteldeutschen Revier\, zur jüdischen Bildhaueri
 n Grete Budde und zu jüdischen Mitarbeiter:innen der Universität währen
 d der NS-Zeit mit. Als freiberufliche Kulturwissenschaftlerin und Kuratori
 n arbeitet sie an weiteren kulturhistorischen Ausstellungen mit.\n\n&nbsp\
 ;\n\nDatum \nMi.\, 20. Mai 2026 / 17.15 - 18.45 Uhr\n\nTrefftz-Bau (Haus A
 )\n140\nGustav-Freytag-Straße 43 - 45\n04277 Leipzig\n\nhttps://www.htwk-
 leipzig.de/hochschule/aktuelles/eventdetail/veranstaltung/juedische-studie
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