Kollektive Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt – Ein Workshop für Betroffene

Wann
Samstag - 02.10.2021
10:00 - 18:00

Rollstuhlgerecht? Unbekannt

Details

Wir wollen das Thema sexualisierte Gewalt kollektiv angehen, um der Vereinzelung und
Tabuisierung von sexualisierten Gewalterfahrungen entgegenzuwirken. Wir wünschen uns
einen Raum für Sichtbarkeit und Komplexität – für selbstbestimmtes Sprechen. Einen Raum,
in dem wir unsere eigenen Sprechpositionen finden können, ohne irgendwelchen
Vorstellungen und Bildern von Betroffensein entsprechen zu müssen.

In dem Workshop wollen wir uns mit euch über persönliche Auseinandersetzungsprozesse
austauschen und die gesellschaftlichen Wirkweisen von sexualisierter Gewalt diskutieren:

  • Wie kann ich selbstbestimmt über meine Gewalterfahrung sprechen (oder nicht sprechen)
    und was hindert mich daran?
  • Wie hängen meine persönlichen Herausforderungen im Umgang mit der Gewalterfahrung
    mit gesellschaftlichen Bildern von sexualisierter Gewalt und Betroffenen zusammen?
  • Welche Bedeutung haben gesellschaftliche Positionierungen im Kontext meiner
    Gewalterfahrungen?
  • Wie wirken Gefühle von Scham und Schuld auf mich?
  • Wie können hilfreiche Umgangsweisen aussehen, welche kollektiven Empowerment-
    strategien wünschen wir uns?

Wir wollen uns mit diesen Fragen auf unterschiedliche Weisen beschäftigen, zum Beispiel
durch einen Austausch über Zitate und Texte, Audioaufnahmen von Demo-Redebeiträgen,
Kleingruppengespräche und Bewegungsformate. Wir versuchen verschiedene methodische
Auseinandersetzungsmöglichkeiten anzubieten, so dass möglichst jede Person eine Weise
findet, mit der er*sie sich wohl fühlt.

Datum: 02.10.2021
Uhrzeit: 10:00 bis 18:00
Ort: wir noch angekündigt
Kontakt/ Anmeldung: ws-sise@riseup.net
Kosten: Auf Spendenbasis

Weitere Infos:

Der Workshop ist von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt/Vergewaltigung.
Der Workshop ist offen für alle gender und wird in deutscher Lautsprache stattfinden.
Die Räumlichkeiten und ihre Zugänglichkeit stehen momentan noch nicht fest, werden aber bei
Anmeldung kommuniziert.
Die Hygienevereinbarungen folgen per Mail.
Die Maximalanzahl der Teilnehmende liegt bei 16, die Mindestanzahl bei 6.

Für die Umsetzung des Workshops entstehen Kosten. Die genaue Summe können wir im Moment
noch nicht einschätzen und haben gerade auch noch keine Finanzierung. Daher wäre es toll, wenn ihr
eine Spende dazugebt. Am Workshop teilzunehmen ist nicht an einen Beitrag gekoppelt.

Wenn du noch Fragen hast oder mehr Infos brauchst oder wenn du Interesse hast teilzunehmen,
schreib uns gern eine Mail.

Und noch ein bisschen was zu uns, die wir den Workshop konzipiert haben und anbieten
werden:

Wir sind eine Arbeitsgruppe von „sichtbar und selbstbestimmt“, einer selbstorganisierten
Gruppe von Menschen, die sexualisierte Gewalt/Vergewaltigung erfahren haben. Wir sind
alle weiß, able-bodied (1), mehrheitlich cis-weiblich (2) und teilweise queer. Wir haben
unterschiedliche soziale/ökonomische Hintergründe und haben alle studiert, einige von uns
haben Therapieerfahrung. Wir haben alle unterschiedliche Erfahrungen von sexualisierter
Gewalt machen müssen.

Uns ist das wichtig an dieser Stelle zu teilen, um transparent zu machen, dass wir auf vielen
Ebenen eine sehr homogene Gruppe sind, die den Workshop konzipiert hat. Gleichzeitig sind
die genannten Punkte auch immer nur Ausschnitte unserer jeweiligen gesellschaftlichen
Positionierungen.

(1) Damit meinen wir Körper, die als physisch gesund gelten.
(2) Damit meinen wir Menschen, die sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen
wurde, ok fühlen

Eintritt: Spende

Kategorie

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