Kundgebung für Afghanistan: Das Resultat von 20 Jahren “War on Terror” ist die “friedliche Machtübergabe” an Terroristen

Wann
Samstag - 11.09.2021
14:00 - 16:00

Wo
am US-Konsulat
Wächterstraße
Leipzig

Rollstuhlgerecht? Unbekannt

Details

Wir rufen dazu auf, an der Kundgebung am amerikanischen Konsulat in Leipzig teilzunehmen, um Gerechtigkeit für die betrogenen Menschen Afghanistans einzufordern. Dem Weißen Haus wollen wir  mitzuteilen, dass ihr “liberaler Frieden“ für AfghanInnen den Tod bedeutet – gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch. Wir fordern Sicherheit, Mobilität und Zugang zu humanitärer Hilfe für alle, einschließlich Ortskräfte UND Schutzbedürftige!

Dank der USA haben nun die Terroristen, die in den vergangenen 20 Jahren mit Drohnen und US-Truppen bekämpft wurden, in Afghanistan die Macht.

Vor zwanzig Jahren, am 11.09.2001, ist die USA unter dem Vorwand, Terrorismus zu bekämpfen, militarisch, politisch und wirtschaftlich in Afghanistan eingedrungen. Im Namen des liberalen Friedens, geleitet von den USA und unterstützt von NATO Mitgliedsstaaten, wurde der Staat und die nationale Ökonomie vermeintlich “wieder aufgebaut”. Weder die Politik des “liberalen Friedens” der USA, noch die sogenannte “Friedensvereinbarung” der USA und der Taliban, haben AfghanInnen realen Frieden gebracht. Die Friedensvereinbarung von Doha, die im Februar 2020 beschlossen wurde, war und ist der Friedensschluss zwischen der USA und den Taliban. Der Prozess war intransparent, exklusiv und nie im Interesse der Menschen, die Pluralismus, Inklusion, Wissen und Kultur in Afghanistan in den vergangenen zwanzig Jahren gefördert haben. Die USA haben die Taliban im eigenen Interesse und unter Ausschluss der weltweiten Öffentlichkeit zurück an die Macht in gebracht. Es ist der größte politische Betrug des 21. Jahrhunderts!

Nun sind Menschen wie arbeitende Frauen, investigative JournalistInnen, Kunst- und Kulturschaffende, reform-orientierte Muslime und jegliche Menschen, die anders denken und anders leben als die Taliban, in Gefahr. Sie können denunziert, verschleppt und umgebracht werden, oder auf ewig in Gefängnissen.

Wir protestieren für die Menschen, die in Afghanistan zurückgelassen worden sind von der USA und von NATO Mitgliedsstaaten. Wir protestieren für die Schutzbedürftigen, die mit viel Leidenschaft, Arbeit, Mut und Mühe Afghanistan reformieren wollten. Wir protestieren für unsere FreundInnen, KollegInnen, Verwandten und Mitmenschen, die von den Taliban und anderen terroristischen Gruppierungen umgebracht worden sind.

Diese mutigen Menschen waren der Grund, dass es in den vergangenen zwei Jahrzehnten überhaupt konstruktive Transformationen auf zivilgesellschaftlicher Ebene gab, während parallel Krieg, Korruption, Terror und die Schattenregierung der Taliban einen umfassenden Frieden unmöglich machten.

Diese Menschen haben ihr Leben und ihre Zeit dafür eingesetzt, dass es künftige Generationen besser haben. Aber sie wurden betrogen: von Terroristen wie den Taliban, aber auch von nationalen und internationalen politischen Eliten. Wir sehen euren Betrug: gleich ob ihr Anzug und Krawatte oder einen Lungi tragt!

Veranstaltende Gruppe: Initiative für gefährdete Afghan*innen in Leipzig

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