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 ismus-innerhalb-der-sicherheitsbehoerden-bekaempfen/
SUMMARY:Kundgebung: Nie wieder! – Den Faschismus innerhalb der Sicherheit
 sbehörden bekämpfen!
DESCRIPTION:Keine Woche vergeht\, an dem nicht noch ein Skandal in den Sich
 erheitsbehörden auftaucht. Mittlerweile ist allen klar\, dass das keine a
 usgearteten Einzelfälle sind. Rassistische Übergriffe der Polizei sind i
 n Deutschland an der Tagesordnung. Dies können wir auch in Sachsen beobac
 hten. Von der Freundschaft des Leipziger Polizisten Fernando V. mit einem
  stadtbekannten Neonazi\, hin zu einem Richter am Landgericht\, der gleich
 zeitig in einer extrem rechten Burschenschaft Mitglied ist. Allein in die
 sem Jahr wurden bereits zwei Vorfälle bekannt: eine Spezialeinheit der s
 ächsischen Polizei stahl 7.000 Patronen\, um diese gegen ein Schießtrain
 ing bei einem Nordkreuz-Mitglied in Mecklenburg Vorpommern einzutauschen. 
 Wenige Tage später wurden brutale rassistische Misshandlungen von Wärter
 n der JVA Dresden an Inhaftierten bekannt.\nDie deutschen Sicherheitsbehö
 rden haben ein strukturelles Problem mit Rechtsradikalismus.In Zeiten\, in
  denen Nationalismus wieder erstarkt und rechter Terror um sich greift sch
 affen diese Tatsachen große Beunruhigung. Der 8.Mai jährt sich bald wied
 er – und die Toten mahnen uns.\n\nDiese Entwicklungen sind keine Erschei
 nungen\, die mit einem Mal auftauchen. Sie sind vielmehr die Kontinuität 
 deutscher Tradition und einer inkonsequenten Entnazifizierung.\n76 Jahre n
 ach der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945 müssen wir eine düstere 
 Bilanz ziehen. Die Entnazifizierung von Staat und Gesellschaft war bereits
  1950 gescheitert. In der BRD konnten Nazis schon kurz nach Kriegsende in 
 ihren alten Positionen weiterarbeiten. Im Kampf gegen Kommunist*innen und 
 Antifaschist*innen wurden Fachkräfte mit der richtigen Ideologie gesucht.
  Diese wurden in ehemaligen Mitgliedern von NSDAP\, SS\, SD und Gestapo ge
 funden.  Zu den wieder geschaffenen Sicherheitsbehörden wurde ein antiko
 mmunistischer Inlandsgeheimdienst zum angeblichen “Schutze der Verfassun
 g” aufgebaut.\n\nWenn auch in der DDR vor allem die Bereiche der Verwalt
 ung\, der Sicherheitsbehörden und Justiz konsequenter entnazifiziert wurd
 en\, wurden Nazis ebenfalls wieder in die Gesellschaft integriert. Das Pro
 blem des Nazismus wurde auch hier verdrängt. Dies hatte vor allem nach de
 r Wende verheerende Folgen als die Neonazis\, ungebremst von Staat und Jus
 tiz\, neuen Aufwind bekamen und die Straßen terrorisierten – die sogena
 nnten Baseballschlägerjahre.  Die Ignoranz und das Kleinreden rechter Ge
 walt ist bis heute zu beobachten. Mit der Wende übernahmen Sicherheitsbea
 mt:innen aus Westdeutschland die Umstrukturierung der ostdeutschen Sicherh
 eitsbehörden.\n\nDer Geist des Dritten Reichs wurde nie vertrieben. Er wu
 rde vertuscht\, kleingeredet und unsichtbar gemacht. Der Rassismus in der 
 Polizei ist kein Phänomen unserer Zeit\, sondern hat lange Tradition. Die
  Verfolgung von Linken und Antifaschist*innen hat nach 1945 nie aufgehört
 .\n\nEs reicht! Wir haben genug von Nazis und Rechten in den Sicherheitsbe
 hörden. Wir brauchen einen Bruch mit dieser deutschen Tradition. Die Gefa
 hr des Faschismus rührt nicht nur von den Straßen. All die Skandale der 
 letzten Jahren zeigen das immer wieder auf. Viel zu sehr waren und sind di
 e Sicherheitsbehörden mit Rechten und organisierten Neonazis verstrickt\,
  als dass wir Vertrauen im Kampf gegen deren Terror in sie setzen können.
  Heute ist ein breiter und konsequenter Antifaschismus aus der Zivilgesell
 schaft nötiger denn je. Wir müssen gemeinsam aufbegehren. Ob gegen Fasch
 ist*innen auf den Straßen\, in Parlamenten oder eben in Militär\, Polize
 i und Verfassungsschutz.  Wir müssen Druck machen\, damit endlich Bewegu
 ng in eine veraltete Gesellschaftsstruktur hineinkommt.\n\nDer 08. Mai ist
  nicht nur ein Tag des Gedenkens an all die Opfer des Nationalsozalismus. 
 Es ist auch der Tag an dem man dem heldenhaften Widerstand all derer Mensc
 hen gedenkt\, die ihren Terror nicht hinnahmen. Deswegen wollen wir nicht 
 nur trauern\, sondern auch kämpferisch in die Zukunft blicken und ihren K
 ampf konsequent weiterführen.\n\nLasst uns alle zusammen am Tag der Befre
 iung ein Zeichen gegen den Faschismus in den Sicherheitsbehörden setzen.\
 n\nWir fordern die Entnazifizierung der Sicherheitsbehörden!\nWir fordern
  das Ende der Kriminalisierung von Antifaschismus!\nWir fordern die Freila
 ssung der inhaftierten Antifaschist*innen Lina und Dy!\n\n08.05.\, 14 Uhr\
 , Wilhelm-Leuschner-Platz\n\nWir sind alle Antifa. Wir sind alle linX. Fü
 r eine solidarische Gesellschaft.\n\nIn Gedenken an die zahlreichen Toten 
 des NS-Terrors.\n\nhttps://www.wirsindallelinx.com/?page_id=127\n\nhttps:/
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