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 7-januar-in-leipzig-connewitz/
SUMMARY:linXXnet zur Mobilisierung am 17. Januar in Leipzig-Connewitz
DESCRIPTION:\n\nKurz vor dem Jahresende tauchte im Internet ein Sharepic au
 f\, das zu einer Demonstration unter dem Motto „Antifa means free palest
 ine“ nach Leipzig-Connewitz aufruft. Einen Tag später folgte ein präzi
 sierender Aufruf\, unter anderem veröffentlicht von der antisemitischen G
 ruppierung Handala. Darin werden das linXXnet und das Conne Island explizi
 t als feindliche Orte markiert. Der Text arbeitet mit Lügen und kalkulier
 ten Falschdarstellungen\, um Stimmung in den sozialen Medien zu erzeugen.\
 n\nInnerlinke Auseinandersetzung über Israel und Palästina gibt es seit 
 Jahrzehnten\, leider auch gewalttätig ausgetragen\, wie ein Text aus dem 
 Antifaschistisches Infoblatt 2002 zeigt:\n\n“Weil in Palästina und Isra
 el die kriegerischen Auseinandersetzungen eskalieren\, spitzen sich die Ko
 nflikte zwischen den »Pro-Israel«- und »Pro Palästina«-Lagern in der 
 deutschen Linken weiter zu. Risse und Brüche ziehen sich durch politische
  Zusammenhänge\, Gruppen\, Wohngemeinschaften und Freundschaften. Vielero
 rts hat die Auseinandersetzung ein Niveau erreicht\, das allenfalls als sc
 hauerhaft und jenseits jeglicher bis dato scheinbar noch verbindlicher Umg
 angsnormen innerhalb einer außerparlamentarischen\, unabhängigen Linken 
 bezeichnet werden kann.\nDas zeigte sich auf diversen Demonstrationen\, wo
  Selbstkritik an den Rand gedrängt oder ganz von den Veranstaltungen ausg
 eschlossen wurde. Der Wille\, eine gegnerische Position auch unter Anwendu
 ng körperlicher Gewalt zu unterdrücken\, wurde inzwischen mehrfach in di
 e Tat umgesetzt. Wenn von beiden Seiten – wie in den letzten Monaten vie
 lfach geschehen – zu »bedingungsloser Solidarität« aufgerufen wird un
 d sich Identitäten geborgt werden\, sollte die antifaschistische deutsche
  Linke in der Suche nach eigenen Positionen eine kritische Distanz zu solc
 hen Standpunkten bewahren.”\n\nWir melden uns als linXXnet zu Wort\, wei
 l wir körperliche Gewalt und die Methoden von Handala und Co. entschieden
  ablehnen. Wer in Zeiten fortschreitender Faschisierung\, verschärfter Mi
 grationspolitik\, wachsender Repression gegen Antifaschist*innen und zuneh
 mender Angriffe auf Erwerbslose und Beschäftigte gezielt eine plurale lin
 ke Szene in einem linksalternativen Stadtteil ins Visier nimmt\, erledigt 
 das Geschäft der Rechten und des Staates.\n\nLinke Orte und Menschen als 
 Feinde zu markieren\, sie der Denunziation auszusetzen und zum Ziel von Mo
 bilisierungen zu machen\, bedeutet den vollständigen Verlust jedes emanzi
 patorischen Anspruchs. Es geht dabei nicht um Frieden für Gaza und Israel
 \, sondern um Hass\, ideologisches Schaulaufen und Machtdemonstration. Das
 s sich extreme Rechte längst dieser Mobilisierung angeschlossen haben\, w
 ird dabei bewusst in Kauf genommen.\nDas linXXnet: plural\, offen\, solida
 risch: \nDas linXXnet versteht sich seit seiner Gründung als pluraler\, l
 inker und linksradikaler Ort mit Verbindung zur Partei Die Linke. Es lebt 
 vom Austausch zwischen außerparlamentarischer Linker und Parteipolitik. U
 nsere Räume sind offen: Wir stellen Technik für Demonstrationen\, unters
 tützen bei Anmeldungen\, bieten Platz für Plena\, Beratungen und Vernetz
 ung.\n\nÜber die Jahre waren die Kollektive im linXXnet Orte politischer 
 Debatte\, antifaschistischer Bündnisarbeit\, Organisierung und Stadtteila
 rbeit. Wir haben Geflüchtetenproteste unterstützt\, sind Teil mieten- un
 d wohnungspolitischer Bewegungen\, engagieren uns in der linken Ukraine-So
 lidaritätsarbeit und supporten linke und solidarische Strukturen auf dem 
 flachen Land.\n\nGleichzeitig haben wir uns immer wieder für ein emanzipa
 torisches\, undogmatisches linkes Verständnis eingesetzt – gegen autori
 täre Verkürzungen und Geschichtsvergessenheit. Die Lehren aus den brutal
 en Ausprägungen des Realsozialismus sind für uns zentral: Sozialistische
  Errungenschaften ohne Freiheit führen zwangsläufig zu Autoritarismus un
 d Repression. Eine befreite Gesellschaft entsteht durch die Menschen selbs
 t und nicht durch den Plan einer autoritären Macht.\n\nMit diesem Selbstv
 erständnis sind wir Teil der pluralen Stadtteilgesellschaft Connewitz. De
 r Stadtteil ist kein homogenes Gebilde\, sondern lebt von Vielfalt\, Wider
 sprüchen und Entwicklung. Viele hier verbindet jedoch ein antifaschistisc
 hes\, humanistisches und freiheitliches Selbstverständnis sowie Solidarit
 ät und Widerständigkeit. Genau dieses Selbstverständnis und diese Praxi
 s sind es\, die nun angegriffen werden. Das lassen wir nicht unwidersproch
 en!\nInternationalismus ohne Lagerdenken \nIm Kontext des russischen Angri
 ffskrieges gegen die Ukraine haben wir unser internationalistisches Verst
 ändnis geschärft\, das auch unsere Haltung zu Israel und Gaza prägt. Wi
 r verzichten bewusst auf Worthülsen wie „bedingungslose Solidarität“
 . Kein Staat verdient sie. Staatliches Handeln ist immer kritisch zu betra
 chten. Politische Verbündete können für uns nur Akteur*innen sein\, die
  Menschenrechte sowie demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien achten
 . Wir unterstützen zivilgesellschaftliche Bewegungen für Demokratisierun
 g\, soziale Rechte\, Klimagerechtigkeit\, Feminismus\, Geschlechtergerecht
 igkeit und sexuelle Selbstbestimmung. Die Umsetzung universeller Rechte f
 ür alle Menschen ist unser Ziel\, das schließt die Aufarbeitung kolonial
 er Verbrechen und die Kritik an den strukturellen Defiziten nationalstaatl
 icher Demokratien explizit ein.\n\nMit der Veranstaltungsreihe „between 
 the lines“ schaffen wir bewusst Räume für Stimmen jenseits von Lagerlo
 giken und Einseitigkeiten. Wir wollen Widersprüche aushalten\, ungehörte
  Perspektiven sichtbar machen und universalistische Positionen stärken. F
 reiheit\, Solidarität und die Unversehrtheit aller Menschen müssen im Ze
 ntrum stehen. Und genau das fehlt der deutschen Nahostdebatte zunehmend.\n
 Doppelte Solidarität statt Feindbilder\nFür uns ist klar: Der 7. Oktober
  2023 war kein „Widerstandsakt“\, sondern ein antisemitischer Terroran
 schlag gegen die Bevölkerung Israels. Zugleich wurde der israelische Gege
 nschlag zu einem Krieg mit verheerenden zivilen Opfern in Gaza\, zerstört
 en Lebensgrundlagen und massenhaftem Leid. Auch der völkerrechtswidrige S
 iedlungsbau im Westjordanland verschärft die Situation.\nWeder die extrem
  rechte Regierung Netanjahus noch die islamistische Hamas sind Teil einer 
 Lösung. Unsere Hoffnung liegt bei der Zivilgesellschaft auf beiden Seiten
 \, die für Gerechtigkeit\, Frieden und Freiheit kämpft.\n\nDie deutsche 
 Linke trägt derzeit wenig zur Entschärfung bei. Statt Brücken zu bauen 
 und den Schmerz beider Seiten anzuerkennen\, werden Gräben vertieft. Isra
 elsolidarität verkommt zur identitären Pose\, Palästinasolidarität zum
  ideologischen Instrument. Statt Humanismus\, Frieden und den Kampf gegen 
 Rassismus und Antisemitismus ins Zentrum zu stellen\, wird gespalten\, geh
 etzt und gedroht. Das akzeptieren wir nicht – weder in Connewitz noch an
 derswo.\n\nUnser Ansatz ist die doppelte Solidarität: solidarisch mit pro
 gressiven Kräften in Israel und in den palästinensischen Gebieten\, die 
 für friedliche Lösungen und ein gemeinsames Leben in Freiheit eintreten.
  Grundlage dafür ist die konsequente Ablehnung von Antisemitismus und Ras
 sismus sowie die universelle Geltung der Menschenrechte.\nAntifaschistisch
 e Solidarität verteidigen\nAntifaschist*innen waren wir\, sind wir und bl
 eiben wir. Wir bekämpfen Rassismus und Antisemitismus in all ihren Ersche
 inungsformen. Wir werden nicht zulassen\, dass linke Orte bedroht und denu
 nziert werden.\n\nUnsere Solidarität gilt dem Conne Island als linkem Kul
 turzentrum und zentralem Freiraum für Generationen junger Menschen seit 1
 990. Linke Zentren müssen geschützt werden\, sei es vor Neonazis\, vor k
 onservativen Angriffen und vor staatlicher Repression. Gerade jetzt.\n\nWi
 r rufen dazu auf\, am 17. Januar nach Connewitz zu kommen und sich solidar
 isch dem Aufmarsch jener entgegenzustellen\, die Hass und Feindbilder verb
 reiten. Und auch den Neonazis\, die sich das “Spektakel” in Connewitz
   “anschauen wollen”\, muss zehn Jahre nach ihrem Angriff auf der Wol
 fgang-Heinze-Str. deutlich gemacht werden\, dass sie hier nichts zu suchen
  haben.\n\nZeigen wir gemeinsam\, dass das Leben und die Freiheit der Mens
 chen in Gaza und Israel im Mittelpunkt stehen müssen – nicht ideologisc
 he Stellvertreterkriege.\nUnser Büro ist am 17. Januar ab 11 Uhr geöffne
 t. Unsere Tür steht für solidarische Menschen offen. \nSolltet ihr jedoc
 h für den Handala-Aufruf nach Connewitz kommen\, seht es uns nach\, dass 
 wir an diesem Tag keine Kapazitäten für Diskussionen haben.\n\nAn diesem
  Tag sammeln wir außerdem Spenden für Transaidency e.V.\n\n\n\nEin Hinwe
 is an Pressevertreter*innen\, am 17. Januar werden wir keine Zeit für Int
 erviews oder ähnliches im linXXnet haben. Sehen sie daher davon ab das B
 üro auf suchen zu wollen oder “O-Töne” sammeln zu wollen. Wenden sie
  sich für etwaige Presse-Anfragen bitte an: kontakt @ linxxnet.de\n\nAuss
 chlussklausel: Das linXXnet behält sich vor\, vom Hausrecht Gebrauch zu m
 achen und Personen\, die extrem rechten Parteien und/oder Organisationen a
 ngehören\, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der V
 ergangenheit durch rassistische\, nationalistische\, antisemitische\, vers
 chwörungsideologische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in E
 rscheinung getreten sind\, den Zutritt zum Büro/Gelände zu verwehren ode
 r sie auszuschließen.\n\n\n\nhttps://www.linxxnet.de/2026/01/06/stellungn
 ahme-des-linxxnet-zur-mobilisierung-am-17-januar-in-leipzig-connewitz/\n\n
 https://www.planlos-leipzig.org/events/linxxnet-zur-mobilisierung-am-17-ja
 nuar-in-leipzig-connewitz/
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