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 tmauer-feministische-kundgebung-gegen-knasttristesse-und-repression/
SUMMARY:Mit FLINTA-Power durch die Knastmauer: feministische Kundgebung geg
 en Knasttristesse und Repression
DESCRIPTION:FLINTAs rufen zu Knastkundgebung am 17.12.2022 in Chemnitz auf\
 n\nWir werden zum Jahresende und kurz vor den Feiertagen gemeinsam zur JVA
  Chemnitz fahren – dem einzigen Frauenknast in Mitteldeutschland. Einers
 eits um in Solidarität mit den Insass*innen die Knasttristesse für einig
 e Stunden zu durchbrechen. Andererseits um userer Kritik an der Institutio
 n Frauenknast Ausdruck zu verleihen. Wir sind nicht zum ersten oder zum le
 tzten Mal dort. Denn an einem Frauenknast werden einige Widersprüche der 
 bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft auf brutale Weise sichtbar\, die
  wir im Folgenden ausführen.\n\nDer Frauenknast als repressiver Staatsapp
 arat \n\nMit Staatsgewalt werden die Insass*innen aus ihren Familien und 
 sozialen Zusammenhängen heraus gerissen. Mütter und Kinder werden vonein
 ander getrennt\, von Informationen und Wissen isloiert. Eine Zelle\, in de
 r die Wände nicht mit den Zeichnungen der Kinder\, der Fotos oder Postkar
 ten von den geliebten Menschen oder einfach nur Poster von Bands behängt 
 werden können\, damit sich bloß Keine zu heimisch fühlt\, sind genauso 
 Ausdruck der Repression\, wie der fast ganztätige Einschluss in U-Haft. D
 er strafende Charakter soll 24/7 spührbar sein.\n\nDer Frauenknast ist di
 e repressive Antwort des bürgerlich-kapitalistschen Staates auf das Hande
 ln seiner Subjekete. Sie werden durch ihn konstituiert\, d.h. erzogen und
   geformt und ebenso reglementiert\, wenn sie sich nicht an seine Rechtsn
 ormen halten. So ist die Freiheit zugleich auch immer Unfreiheit. (Mensche
 n-)rechte werden durch den repressiven Staatsapparat in Gestalt des Frauen
 knasts ausgehebelt. Die Freiheitsstrafe bestraft übermäßig\, da sie die
  Würde der Insassinnen verletzt. Sie entzieht nicht nur die Freiheit\, so
 ndern unterwirft die Insass*innen dem Anstaltsregime und beschneidet diver
 se (Menschen-)rechte. Wir nennen Knäste im Allgemeinen und den Frauenknas
 t im Besonderen zynisch. Er ist zynisch\, weil die Gesellschaft der er inn
 ewohnt die sozialen Widersprüche selbst produziert und in Form von Strafe
 n reglementiert\, um sich selbst wieder herzustellen. Gleichzeitig propagi
 ert er Rechte und Freiheiten für all seine Insass*innen\, welche jedoch n
 icht für Alle gelten.\n\nÖkonomie der Geschlechterbinarität\n\nFrauen 
 – vielmehr Frauen\, Lesben\, Inter- und nicht binäre\, sowie trans Pers
 onen – erfahren im Laufe ihres Lebens konstante Mehrfachbelastungen\, Di
 skriminierungen und Gewalt. Sie sind nicht nur deutlich häufiger von Armu
 t bedroht\, sondern befinden sich häufig in (ökonomischen) Abhängigkeit
 sbeziehungen zu cis-Männern. Insbesondere im Alter macht sich dies bemerk
 bar. Die sog. Gender Pension Gap liegt in Deutschland im Schnitt bei 53%. 
 D.h. Frauen haben ein halb so großes Alterssicherungseinkommen wie cis-M
 änner. Abseits von heteronormativen Konstellationen sind Lesben\, Inter- 
 und nicht binäre\, sowie trans Personen spezifischen Ausgrenzungsmechanis
 men unterworfen\, welche in Teilen staatlich institutionalisiert sind. Mit
  dem sog. Transsexuellengesetz wird über Geschlechtlichkeit nicht nur sta
 atlich entschieden\, sondern eine Reihe an Anforderungen und Bedingungen f
 estgeschrieben. So müssen 2 Sachverständige darüber entscheiden\, dass
   das Zugehörigkeitsempfinden der*des Antragsteller*in sich mit hoher Wa
 hrscheinlichkeit nicht mehr ändern wird. Das Rechtssystem in der bürgerl
 ich-kaptialistischen Gesellschaft zwingt zu Geschlechterbinarität – so 
 auch der Frauenknast.\n\nIn ihm sitzen FLINTA\, die als Lesben\, Inter- un
 d nicht binäre\, sowie trans Personen unsichtbar gemacht werden und in vi
 elen Fällen Straftaten aufgrund von ökonomischer Armut begehen. Sie werd
 en auch zumeist wegen Diebstahl\, Unterschlagung und anderer Vermögensdel
 ikte verurteilt. Wenn FLINTA Gewaltdelikte begehen\, sind es überwiegend 
 Konflikttaten – sprich Folgen einer aus der Sicht der FLINTA ausweglosen
  Situation. Sie ereignen sich meist im familiären Umfeld und sind häufig
  Reaktionen auf Bedingungen\, die den FLINTA unerträglich erscheinen und 
 für die sie keinen sinnvollen Ausweg finden.\n\nIm Knast sind sie weiterh
 in von existenziellen Menschenrechten\, wie dem Recht auf Freiheit\, Gleic
 hheit\, Schutz vor Diskriminierung\, Schutz der Familie und Meinungs- und 
 Informationsfreiheit abgeschnitten. Vielleicht ist der Kanst für Einzelne
  gar ein Schutzraum im Vergleich zu dem Leben draußen. Strukturell gesehe
 n ist der Frauenknast eine Fortführung der patriarchalen Gewalt an und Un
 terwerfung von FLINTA. Die Abschaffung des Frauenknast und der systemische
 n Ursachen und Bedingungen\, die diesen ermöglichen ist unser Ziel!\n\nIn
  anderen Teilen der Welt werfen feministische soziale Bewegungen aktuell e
 inen Hoffnungsschimmer in düsteren Zeiten. Frauen\, wie derzeit im Iran\,
  stehen in der ersten Reihe in den Kämpfen um Rechte\, Anerkennung und Fr
 eiheit. Gleichzeitig finden dort täglich Feminizide statt\, d.h. Femizide
  bei denen der Täter der Staat ist. Zahlreiche FLINTA nehmen Inhaftierung
 \, also schlimmste Gewalt\, Folter und auch den eigenen Tod in Kauf\, um f
 ür ihre Forderungen nach einem befreiten Leben einzustehen.\n\nIn Solidar
 ität mit all diesen Kämpfer*innen (in Haft) wollen wir mit einem Nachmit
 tag gefüllt mit Kultur und Politik jede Menge FLINTA-Power durch die Knas
 tmauern senden und den Gefangenen zeigen: Ihr seid nicht alleine!\n\nKunge
 bung vor der JVA Chemnitz (Thalheimer Straße 29)\, Samstag 17.12.22\, 16 
 Uhr bis 18 Uhr\, Zugtreffunpkt aus LE wird organisiert!\n\nhttps://www.sol
 i-antifa-ost.org/kundgebung-mit-flinta-power-durch-die-knastmauer/\n\nhttp
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