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SUMMARY:Monday on my mind - Gegendemo
DESCRIPTION:🔸 Gegendemo\n🔸 18:30 Uhr\n🔸 Montag 19.04.2021\n🔸 Ri
 chard-Wagner-Platz\n\nSeit kurzer Zeit treffen sich Montagabend wieder Men
 schen in der Innenstadt von Leipzig. Diesmal unter dem Kürzel „Bürgerb
 ewegung Leipzig 2021“. Die Geschehnisse vom 12.04.2021 sind für uns Aus
 gangspunkt einiger Überlegungen. Augenscheinlich könnte man annehmen\, d
 ass es sich um eine weitere Gruppe aus dem Umfeld sogenannter Querdenker:i
 nnen handelt\, deren Größe in Leipzig kein Grund zur Sorge sein sollte. 
 Vorgeblicher Grund des Treffens sei „eine Kritik an den Coronamaßnahmen
 “\, wie in verschiedenen neu Youtube-Kanälen berichtet wird und in Tele
 grammkanälen der „Coronaleunger:innen“ Verbreitung findet. Bei genaue
 rem Hinsehen dürfen sich Zweifel einstellen.\n\nAm vergangenen Montag rei
 chte das Teilnehmer:innenfeld von bürgerlich erscheinenden Menschen bis h
 in zu Personen\, die der lokalen Hool- und Neonaziszene zuzurechnen sind u
 nd deren Hauptaugenmerk nicht der eigenen Veranstaltung diente\, sondern p
 rimär dem Gegenprotest\, einschließlich ebensolcher Drohungen. Ein Ansti
 eg der Teilnehmer:innenzahlen im Vergleich zu den vergangenen Montagen wur
 de deutlich.\nAber nicht nur beim Personal tauchten ungute Erinnerungen au
 f\, sondern auch bei den Sprechchören\, dem Auftreten und den Umständen 
 des Geschehens durfte sich der ein oder andere an LEGIDA erinnert fühlen.
 \n\nGerufen wurde insbesondere „Frieden\, Freiheit\, Souveränität“. 
 Der Wunsch nach „Souveränität“ ist die Reproduktion altbekannter\, i
 nsbesondere in rechten Kreisen und dem Reichsbürgermilieu vorhandenen\, E
 rzählungen\, dass Deutschland nicht souverän sei\, sondern von „fremde
 n Mächten“ gesteuert werde. Eine Erzählung\, die häufig zusammen mit 
 strukturellem oder direktem Antisemitismus auftaucht und im Geraune über 
 angebliche Eliten\, deren Plan nicht nur der Krieg (bei den sog. Mahnwache
 n für den Frieden\, 2014) oder dem „großen Austausch“ (PEGIDA/ LEGID
 A ab 2015)\, sondern seit 2020 auch der „great Reset“ (Querdenken u. a
 ..) sei.\nSowohl Erzählungen\, als auch Motive überschneiden sich. Im Er
 gebnis geht es nicht um eine Pandemie\, genauso wenig wie es um Geflüchte
 te ging oder Frieden. Die Motive sind austauschbar. Deutlich wird in allen
  Fällen die Ablehnung der Demokratie\, verbunden mit der Vorstellung in e
 iner Diktatur zu leben\, die von „fremden Mächten“\, vermeintlichen E
 liten\, gesteuert wird. Man selbst wähnt sich daher im Widerstand gegen d
 iese Diktatur\, was in der eigenen Selbstbeschreibung zum Ausdruck kommt.\
 n\nEigen ist all diesen Gruppierungen auch ein Absolutheitsanspruch\, der 
 Kritik und den Gegenprotest als Ausdruck der vorgeblichen „Diktatur“ e
 mpfindet.\nEbenfalls am Montag fiel das Banner der sog. „Freien Sachsen
 “ auf\, hinter das sich die Teilnehmer:innen stellten. Bei den sog. „F
 reien Sachsen“ handelt es sich um den Versuch von extrem Rechter Kreise\
 , die Corona Proteste zu vereinnahmen. Und so finden sich in deren Umfeld 
 nicht nur„Pro Chemnitz“\, sondern auch Stefan Hartung\, NPD. Hartung w
 iederum war Initiator der sog. Schneeberger Lichtelläufe 2013\, als es ge
 lang\, regelmäßig über tausend Menschen vereint in Ressentiments gegen 
 Geflüchtete zu versammeln und den Rassismus anzufachen.\nEine Abgrenzung 
 nach Rechts gibt es entsprechend des eigenen Selbstverständnisses nicht o
 der wie der Leipziger Ralf Ludwig\, einer der Führungsfiguren der Querden
 ker:innenszene\, sagt\, möchte man bewusst den Raum auch für extreme Pos
 itionen schaffen. Extrem rechte Positionen sind deshalb nicht nur geduldet
 \, sondern bei den Coronaprotesten ausdrücklich willkommen.Während Kriti
 k am Demonstrieren mit Reichsbürger:innenn und Neonazis\, als Versuch der
  Spaltung diskreditiert wird.\n\nAuch diese bekannten Motive\, die spätes
 tens seit den Mahnwachen für den Frieden in Leipzig als Vorläufer von LE
 GIDA immer wieder auftauchen\, sind keineswegs neu. Anschlussfähigkeit na
 ch Rechts wird hergestellt und damit der Boden für die Verbreitung rechte
 r Einstellungsmuster geschaffen. Das Auftauchen von Neonazis\, Reichsbürg
 er und rechten Hooligans\, hm?ist daher nicht zufällig sondern bewusst in
  Kauf genommenund notdürftig kaschiert mit der Behauptung\, dass man selb
 er nicht rechts sei oder sich ja nicht aussuchen könne\, wer erscheine.\n
 Wir wollen damit nicht behaupten\, dass alle Teilnehmer:innen der montägl
 ichen Prozession der sog. „Bürgerbewegung Leipzig 2021“\, die nicht z
 ufällig im Namen einmal mehr versucht an 89 anzuknüpfen\, rechts sind. A
 ber wer nach „Souveränität“ ruft\, sich hinter das Banner von Rechts
  stellt und diese duldet\, macht sich mit Menschenfeinden gemein. Auf die 
 Fragestellung\, ob dies alle gewusst haben\, kommt es nicht an. Auch das M
 otiv des „Nicht gewusst Habens“\, dass meist ein „Nicht wissen wolle
 n“ ist\, ist sattsam bekannt und keine Rechtfertigung.\n\nIm Ergebnis st
 ellt sich damit nur die Frage\, wie man mit dieser neuen Gruppe umgeht. Wi
 r werden nicht warten\, bis diese Gruppe eine Größe hat\, mit der sie di
 e Wahrnehmbarkeitsschwelle erreicht. Wir werden nicht akzeptieren\, dass s
 ich abermals Menschenansammlungen bilden\, denen es im Kern nur um die Ver
 breitung von Vorurteilen und menschenfeindlichen Einstellungsmustern geht.
 \n\nKonsequent und deutlich wollen wir auch in dieser Zeit\, unter Beachtu
 ng der aktuellen Situation\, deutlich machen\, dass auftretende Muster gru
 ppenbezogener Menschenfeindlichkeit\, egal unter welchen Namen sie auftret
 en\, auf erheblichen Widerspruch treffen werden.\nWir rufen daher dazu auf
 : am kommenden Montag ab 18:30 Uhr mit Abstand und Maske auf dem Richard-W
 agner-Platz unseren Widerspruch deutlich zu machen.\n\n\n\nhttps://www.fac
 ebook.com/platznehmen/posts/5350624638342375?_rdc=1&_rdr\n\nhttps://www.pl
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