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 v-landauers-kommunitaerer-anarchismus/
SUMMARY:„Ohne Herrschaft – An-archie“ – Gustav Landauers kommunitä
 rer Anarchismus
DESCRIPTION:Update:\nACHTUNG!\nDie Veranstaltung kann leider nur in stark v
 eränderter Form stattfinden aufgrund den aktuellen politischen Entscheidu
 ngen bezüglich der Corona-Seuche.\nDie Anmeldedaten:\nhttps://uni-jena-de
 .zoom.us/j/98322426317\nMeeting ID: 983 2242 6317\nPasscode: 896300\n\nInp
 ut und Diskussion zum kommunitärem Anarchismus in Anschluss an Landauer\n
 mit Jonathan Eibisch\n\nIm Rahmen unseres Lektüre-Workshops zu Gustav Lan
 dauer schauen wir uns\nunter anderem sein Verständnis von Sozialismus\, G
 eschichte\, Revolution\,\nUtopie\, Gemeinschaft und Gesellschaftstransform
 ation an und diskutieren sie kritisch. Doch wie konkreter können wir Land
 auers Konzeption eines kommunitären Anarchismus für heutige Ansätze zu 
 radikalen emanzipatorischen Veränderungen fruchtbar machen? Inwiefern kö
 nnen verschiedene Kommuneprojekte tatsächlich libertär-sozialistische R
 äume gemeinschaftlichen Lebens und Experimentierens sein und werden? Von 
 welchen reaktionären Gemeinschaftsformen gilt es sie hingegen abzugrenzen
  und wie gelingt dies? Nach einem Input werden wir diese Fragen gemeinsam 
 diskutieren.\nGrund der Änderung: Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe 
 „Mensch –\nGeschichte – Revolution“ hatten wir Siegbert Wolf einge
 laden bei uns zum\nkommunitären Anarchismus zu sprechen. Er ist der Herau
 sgeber der\nGesamtausgabe von Landauers Schriften und hat sich so intensiv
  wie kein anderer mit seinem Werk beschäftigt. Leider\, aber auch\nverst
 ändlicherweise\, hat Siegbert Wolf für einen virtuellen Vortrag\nabgesag
 t und wir schauen\, ob wir eine Veranstaltung mit ihm zu einem\nanderen Ze
 itpunkt nachholen können.\nInformationen zur genauen Teilnahme an der vir
 tuellen Ersatzveranstaltung folgen in Kürze.\nEnde Update\nTeil der Veran
 staltungsreihe zu Gustav Landauer im Herbst  Mensch – Geschichte – Rev
 olution  Zur Aktualität des kommunitären Anarchismus Gustav Landauers\nE
 rinnert werden soll – anlässlich von dessen 150. Geburtstag – an den 
 Anarchisten und Initiator zahlreicher libertärer Projekte Gustav Landauer
  (1870-1919)\, dessen Leben maßgeblich von den Werten der Freiheit und so
 zialen Gerechtigkeit bestimmt war. Als Literaturkritiker\, Übersetzer\, R
 oman- und Novellenautor\, Vortragsredner und Essayist\, als libertärer So
 zialist und jüdischer Kulturphilosoph\, genoss Gustav Landauer hohes Anse
 hen. Er agierte als Anti-Politiker\, Sprach- und Kulturkritiker sowie Init
 iator zahlreicher libertärer Projekte. Er legte als erster eine umfangrei
 che Übersetzung der mittelhochdeutschen Predigten des Mystikers Meister E
 ckhart vor (1903) und wirkte mit am Hauptwerk Beiträge zu einer Kritik de
 r Sprache (1901/02) seines langjährigen Freundes\, des Sprachphilosophen 
 und Theaterkritikers Fritz Mauthner (1849-1923). Aus dieser Kooperation en
 tstand die Schrift Skepsis und Mystik (1903)\, die zusammen mit der geschi
 chtsphilosophischen Monographie Die Revolution (1907) und dem programmatis
 chen Aufruf zum Sozialismus (1911) für das Verständnis von Landauers Den
 ken und Handeln grundlegend ist. Was ihn vor allem antrieb\, betraf die Un
 zufriedenheit mit der autoritären wilhelminischen Gesellschaft und die Su
 che nach einer menschlichen Gemeinschaft freier und gleichberechtigter Men
 schen in einer dezentralen und föderal vernetzten Welt. Auf sämtlichen B
 etätigungsfeldern wird diese Sehnsucht nach einem selbstbestimmten\, frei
  vereinbarten Miteinander deutlich: Sowohl in dem von ihm 1908 gegründete
 n Sozialistischen Bund als auch in seiner Rezeption der Dramen Shakespeare
 s sowie der Französischen Revolution von 1789\, in seinen zahlreichen Vor
 trägen zur Literaturgeschichte ebenso wie etwa in seiner Sprachkritik ode
 r in seinem Engagement für eine Regeneration des Judentums\, seinem Antim
 ilitarismus und seiner Mitwirkung an den revolutionären Ereignissen 1918/
 19. Seine ausformulierte Konzeption eines libertären und föderativen Soz
 ialismus – Stichwort: kommunitärer Anarchismus –\, zielt auf eine her
 rschaftsfreie Gesellschaft gleichberechtigter und selbstverantwortlicher M
 enschen in einer dezentral und föderal vernetzten Welt. Das exemplarische
  Beginnen hier und heute ist dabei für Landauer zentral\, um zu einer wir
 klich freien und gleichberechtigten Gesellschaft zu gelangen: „Verhältn
 isse sind das Verhalten der Menschen\; und die Bedingung der Anarchie ist 
 für mich die Überzeugung\, dass jeder Mensch die Möglichkeit in sich tr
 ägt\, sein Verhalten zu ändern\, solange er lebt.“ Während der Revolu
 tion von 1918/19 engagierte sich Gustav Landauer von München aus für ein
 e freiheitliche Umgestaltung der Gesellschaft. Unablässig warb er für ei
 n föderatives und dezentrales Rätesystem. Während der ersten bayerische
 n Räterepublik im April 1919 agierte er als „Volksbeauftragter für Vol
 ksaufklärung“. Anfang Mai 1919 wurde er im Zuge der Niederschlagung der
  Revolution brutal ermordet.\nSiegbert Wolf (Frankfurt a. M.)\, promoviert
 er Historiker und Publizist\, ist seit 2008 Herausgeber der Gustav Landaue
 r-Werkausgabe im Verlag Edition AV (Bodenburg/Nds.) (bislang insgesamt 17 
 Bände erschienen).\n \n\nhttps://www.facebook.com/events/277656530929888
 2/\n\nhttps://www.planlos-leipzig.org/events/ohne-herrschaft-an-archie-gus
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