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SUMMARY:Podiumsdiskussion: Gender und die Linke
DESCRIPTION:Die Idee einer Befreiung der Geschlechter datiert zurück vor d
 en Marxismus. Es waren utopische Sozialisten wie Charles Fourier und Mary 
 Wollstonecraft\, die formulierten\, dass das Versprechen von “Gleichheit
 \, Freiheit und Brüderlichkeit” der bürgerlichen Revolutionen nur von 
 Bedeutung sei\, wenn es alle Menschen beträfe. Diese Forderung nahm der h
 istorische Marxismus des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in der Frage nac
 h der “Befreiung der Frau” auf und versuchte\, sie in der proletarisch
 en Weltrevolution umzusetzen. Nachdem der Versuch einer solchen Revolution
  in den Jahren 1919 bis 1923 als gescheitert galt\, schienen Fragen nach G
 eschlecht von geringer Bedeutung für die Überreste marxistischer und soz
 ialistischer Politik. Es war die Neue Linke\, die Fragen nach Sexualität 
 und Geschlecht erneut aufwarf und als Kritik des Marxismus in Stellung bra
 chten\, da dieser die Themen vernachlässigt habe. Die “Zweite Welle des
  Feminismus”\, die sich aus dem gescheiterten Projekt der Neuen Linken e
 rgab\, war desillusioniert: Eine Befreiung aller Geschlechter wurde gelese
 n als eine Betäubung gegen die realen Machtverhältnisse eines jahrtausen
 dealten Patriarchats - eine Befreiung der Geschlechter könne nicht bis zu
  einer imaginierten “Diktatur des Proletariats” vertagt werden. Doch b
 ereits bald darauf zeichneten sich auch innerhalb des Feminismus ideologis
 che und politische Differenzen und Konflikte ab. Der in den 1950ern vom Ps
 ychologen John Money eingeführte Begriff Gender\, der die psychische und 
 soziale Dimension des Geschlechts betont\, hielt Einzug in feministische D
 iskussionen\, am prominentesten vielleicht in Judith Butlers “Gender Tro
 uble”. Spätestens seit diesem Zeitpunkt scheint der Begriff Gender zune
 hmend politische Bedeutung zu erhalten\, auch und vielleicht besonders inn
 erhalb der Linken. Als Begriff scheint er traditionelle Grenzen zwischen d
 en Geschlechtern einzureißen\, aber auch neu zu errichten. Und auch für 
 die Linke ist Gender ein Zankapfel\, über dessen korrekte Beurteilung sic
 h Gruppen und Zeitungen spalten.\n\nIst “Gender” eine Leerstelle des M
 arxismus\, die nur durch neue Formen der Theorie komplettiert werden kann?
  Welche politische Bedeutung hat der Begriff Gender für die Linke heute? 
 Wie steht es um “Gender-Befreiung” mehr als 30 Jahre nachdem sie als p
 olitisches Projekt ausgerufen wurde? Was hat die Linke gelernt aus den 200
  Jahren Kampf um die Befreiung der Geschlechter? Welche politische Rolle k
 äme “Gender” in einem Kampf um die Emanzipationen der Geschlechter zu
 ?&quot;\n\nSprecher*Innen:\n- Roswitha Scholz\n- Stefan Hain\n- Sara Rukaj\n\nE
 ine Veranstaltung von Platypus Leipzig\n\nEinlass 18:30\, Beginn 19 Uhr\n\
 nhttps://www.conne-island.de/termin/2022-04-29.html\n\nhttps://www.planlos
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