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 en-aus-chile-berichten-ueber-ihre-politischen-kaempfe-vier-jahre-nach-den-
 aufstaenden-fuenfzig-jahre-nach-dem-putsch/
SUMMARY:Repression &amp\; Widerstand   -  Genoss*innen aus Chile berichten 
 über ihre politischen Kämpfe. Vier Jahre nach den Aufständen\, fünfzig
  Jahre nach dem Putsch
DESCRIPTION:Fünf Delegierte\, Antonia\, Elisa\, Esteban\, Tote und Pablo b
 erichten über Repression und Widerstand in Chile.\n\nMit einer Ausstellun
 g von Pablo Zamora.\n\nAm 4. September 2022 wurde in Chile in einem Refere
 ndum ein neuer progressiver Verfassungsentwurf abgelehnt\, der die alte au
 toritär-neoliberale Verfassung der Pinochet-Diktatur ersetzen sollte. Dem
  Weg zur Abstimmung gingen lange Kämpfe voraus. 2019 entbrannten soziale 
 Proteste in Chile\, weil die Fahrpreise für die Metro erhöht wurden. Die
  tagelangen Riots wuchsen zu einem landesweiten Aufstand an\, den die\nchi
 lenische Regierung durch die Zustimmung zu einem verfassungsgebenden Proze
 ss versuchte zu befrieden. Heute befinden sich die Bewegungen in einer Rek
 onsolidierungsphase\, während die extreme Rechte sich im Aufwind befindet
 . Eine Besonderheit der chilenischen Bewegungen ist der starke Bezug auf d
 ie historische Repression der Pinochet-Diktatur\, nicht nur auf die gegenw
 ärtigen politischen Gefangenen. Die Erinnerung an die\nGefangenen\, Gefol
 terten und Ermordeten der Diktatur und die Forderung nach Aufarbeitung - i
 nsbesondere der Praxis des „Verschwinden-Lassens“ - spielen eine groß
 e Rolle und werden mit der Erfahrung der gegenwärtigen Repression verknü
 pft. Sowohl die soziale Zusammensetzung der chilenischen Revolte und ihre 
 Verbindung zu feministischen und indigenen Kämpfen\, als auch die einziga
 rtige Verknüpfung von historischer und aktueller Repression\, machen Chil
 e zu einer spannenden historischen Erfahrung\, von der alle viel lernen k
 önnen\, wenn es uns gelingt\, über Grenzen hinweg zu einer gemeinsamen i
 nternationalistischen Diskussion zu\nkommen. Was hat das neoliberale Labor
  der Militärdiktatur von 1973 mit dem Aufstand von 2019 und dem Verfassun
 gsreferendum von 2022 zu tun? Welche Relevanz hat diese Geschichte für K
 ämpfe in Deutschland? Welcher Repression sind die Genoss*innen ausgesetzt
  und wie organisieren sie ihren Widerstand?\nUm diese Fragen zu diskutiere
 n und in einen gemeinsamen Austausch zu kommen\, sind Aktivist:innen aus v
 erschiedenen Strömungen und Spektren eingeladen\, die von der historische
 n wie aktuellen Repression\, aber auch aus dem Inneren der feministischen 
 und der Schüler*innen-Bewegung berichten werden.\n\nAntonia ist 19 Jahre 
 alt\, seit langer Zeit Teil der Schüler*innenbewegung in Chile\, deren Pr
 oteste 2019 den Startschuss für die soziale Revolte bildeten. Sie ist sei
 t vier Jahren in der „Asamblea coordinadora de estudiantes secundarios d
 e Chile“ und von 2019 bis 2021 auch deren Sprecherin gewesen. Heute stud
 iert sie in Santiago de Chile.\nElisa ist in der AG Gedenken und Menschenr
 echte und seit diesem Jahr Sprecherin der „Coordinadora Feminista 8M“\
 , die sowohl an den außerparlamentarischen feministischen Kämpfen gegen 
 Femizide und für die Legalisierung von Abtreibung beteiligt waren als auc
 h an der Erarbeitung des progressiven Verfassungsentwurfs. Elisa Franco is
 t Juristin und macht geführte Touren durch das Nationalstadion als Erinne
 rungsort. Sie kommt aus einer linkspolitischen Familie\, von der Teile ins
  Exil gegangen sind und bis heute in Deutschland leben. \nEsteban wurde 19
 92 in einer Familie kommunistischer und christlicher Aktivisten geboren. E
 r studierte Geschichte und war Mitglied des Studentenverbands der Universi
 tät von Chile und im Caracol-Kollektiv aktiv. Als Historiker veröffentli
 chte er u.a. Bücher zur militanten Geschichte von Christ*innen im Widerst
 and. Im Rahmen des Aufstandes 2019 und des folgenden verfassungsgebenden P
 rozesses war Esteban u.a. Mitglied des selbstorganisierten Rates WAF im Vo
 rort La Florida. \nTote und Pablo sind Künstler und Aktivisten. 2019 nahm
 en sie an der Revolte in Chile teil und dokumentierten den Widerstand gege
 n die Repression der pacos culiaos (wie die *Bullenschweine* im Volksmund 
 dort genannt werden)\, die ästhetischen Ausdrucksformen der Menschen durc
 h Graffiti\, Wandmalereien und Drucke\, die Aneignung öffentlichen Raumes
  als Orte der Begegnung und kreativen Experimentierens. Auch selbst interv
 enierten sie mit künstlerischen Aktionen\, beispielsweise mit dem Negro M
 atapacos (https://de.wikipedia.org/wiki/Negro_Matapacos). Sie werden einig
 e ihrer Werke\, Fotos etc. ausstellen und verkaufen\, um Antirepressions- 
 und Bildungsarbeit zu finanzieren. \nDie Delegationsreise ist organisiertv
 on der Roten Hilfe e.V. &amp\; Chilesoli.22\n\n\n\nhttps://www.planlos-lei
 pzig.org/events/repression-widerstand-genossinnen-aus-chile-berichten-uebe
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