BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//wp-events-plugin.com//7.4.6//EN
TZID:Europe/Berlin
X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin
BEGIN:VEVENT
UID:9601@planlos-leipzig.org
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261030T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261031T054500
DTSTAMP:20261006T215335Z
URL:https://www.planlos-leipzig.org/events/soliparty-fuer-die-antifa-woche
 n-2/
SUMMARY:Soliparty für die Antifa-Wochen
DESCRIPTION:Kommt zur Soliparty für die Antifa-Wochen!\n1st floor by alea 
 &amp\; friends:\nlive:\nValys &amp\; The Vodkas • (Punk)\nBritney fears 
 feat. Sektion no fun • (Punk)\nJosua Belafonte • (Weirdo Pop)\nDj:\nPe
 nny_Hell • (Bass/Ghettotek)\nPuPPe 80s • (Italo clash)\nRita Riot • 
 (Punk/Wave/Goldies)\nPeach Plz • (Booty-Shake-Bass)\n\n2nd floor by disp
 osable time\nLucie Leh • (Sleeveplusplus) Electro\nDJ Badshape • (bssm
 ssg) Bassmusic\ns.ra • (Rillendisco) Techno\nRäntä • (Tekno/Hardcore
 )\n&nbsp\;\n\nAufruf\n\n\nEin Jahr ist es her\, dass wir zum ersten Mal di
 e „Antifa-Wochen&quot; veranstalteten. Seither ist viel passiert\, und eines 
 brauchen wir wohl niemandem zu erzählen: Die Verhältnisse haben sich nic
 ht zum Besseren gewendet. Wir ersparen uns eine Auflistung der destruktive
 n Entwicklungen und fokussieren uns auf eins: Die anhaltende Krise übt ei
 nen immensen Druck aus - auf die Gesellschaften weltweit\, auf die gesells
 chaftlichen Verhältnisse\, auf jede:n Einzelne:n.\n\nUnter diesem Druck t
 un die Menschen aber gerade nicht das Naheliegende: sich zusammenzuschlie
 ßen\, um\, selbst wenn sich an den großen Verhältnissen eh nichts ände
 rn lässt\, so doch zumindest auf der Ebene\, die wir beeinflussen können
 \, solidarisch zu sein. Im Gegenteil. Die Tendenz\, sich gerade in krisenh
 aften Zeiten voneinander abzuwenden\, setzt sich fort. Dabei wäre gerade 
 der reflektierte Zusammenschluss der Menschen das\, was die Basis für Ver
 änderung bilden könnte: Veränderung gegenüber den Verhältnissen\, die
  über uns allen walten. Stattdessen flüchten die Menschen. Die einen sch
 ließen die Augen und versuchen\, so wenig wie möglich von dem mitzubekom
 men\, was in der Welt passiert. Die anderen flüchten sich in Ideologien\,
  die ihnen trotz aller realen Ohnmacht zumindest das Gefühl vermitteln\, 
 Handlungsmacht zu erwerben.\n\nDabei zeigen diese Ideologien eine struktur
 elle Ähnlichkeit: Wenn die Verhältnisse größer sind als wir selbst\, d
 ann scheint die einzige Lösung darin zu liegen\, sich einer Sache anzusch
 ließen\, die ebenfalls größer ist als wir selbst. Der Zusammenschluss u
 nter diesem Vorzeichen steht unter der Voraussetzung seine Individualität
  zu opfern\, die zwischen uns und einem solchen Dienst steht. Damit steht 
 die Sache\, der wir uns anschließen\, nur noch vermittelt in unserem Dien
 st. Wesentlich stehen wir im Dienst dieser Sache.\n\nDieses Sich-in-den-Di
 enst-einer-Sache-Stellen führt zwar zu kurz- und mittelfristigen Mobilisi
 erungen und zu einem gesteigerten Gefühl von Handlungsfähigkeit. Zugleic
 h haben Ideologien ein zentrales Problem: Sie sind nicht wahr. Wer auf ihr
 er Grundlage handelt\, handelt nicht mehr im eigenen Sinn\, sondern im fal
 schen\, und verwirklicht damit genau das\, wogegen man sich eigentlich ric
 hten wollte: die falschen Verhältnisse\, die das Leben von immer mehr Men
 schen bedrohen und die Bereiche relativer Sicherheit auf der Welt immer kl
 einer werden lassen.\n\nDer Mensch\, der im Dienst der großen Sache steht
 \, ist selbst schon Ausdruck einer Tendenz\, die wesentlich für den Fasch
 ismus ist. Im Faschismus erlischt die Bedeutung des Individuums vollständ
 ig. Die Verhältnisse walten\, als wäre menschliches Leben nichts weiter 
 als ein zu verschleißender Brennstoff\, der nötig ist\, um gesellschaftl
 iche Strukturen umzuwälzen. Dafür ist keine spezielle politische Orienti
 erung nötig. Es reicht aus\, bereit zu sein\, den anderen totzuschlagen\,
  wenn es sein muss\, und sich am Ende auch selbst totschlagen zu lassen. D
 er Kampf gegen den Faschismus ist also neben aller nötigen konkreten Prax
 is auch immer der Kampf dagegen\, dass der Mensch in sich und anderen nur 
 noch das Ding sieht\, zu dem die Verhältnisse ihn längst gemacht haben.\
 n\nUm nicht Opfer der Verhältnisse zu werden und um andere nicht zu opfer
 n — als ließen sich die Verhältnisse dadurch irgendwie gnädig stimmen
  —\, muss man sie begreifen. Viele glauben\, diesen Teil schon erledigt 
 zu haben: Man weiß schon alles\, was man wissen muss\, um gegen das Falsc
 he ankämpfen zu können. Allzu oft zeigt sich aber\, dass hier ein Irrtum
  vorliegt\, sogar vorliegen muss. Denn die Welt und die Verhältnisse sind
  kein toter\, sondern ein lebendiger Ort. Wer glaubt\, Wissen sei unverän
 derlich\, glaubt auch\, dass die Welt es ist. Wissen muss sich der Bewegun
 g in der Welt anpassen\, ihr folgen\, damit es lebendig bleibt. Und nur ei
 n lebendiges Wissen hat das Potential in sich\, tatsächlich eine Verände
 rung herbeizuführen\, die etwas anderes ist als die große Destruktion\, 
 die sich derzeit überall ankündigt.\n\nAntifaschismus ist damit nicht nu
 r der Kampf gegen konkrete Nazis und ihre Organisationsstrukturen. Er ist 
 auch die anhaltende Anstrengung\, uns in Gedanken gegenüber den sich verh
 üllenden und verbergenden Verhältnissen zu behaupten\, zu schauen\, dass
  man sich als Mensch begreift und verwirklicht\, um den anderen überhaupt
  als einen erkennen zu können.\n\nUm hierzu einen Beitrag zu leisten\, ge
 hen wir mit den „Antifa-Wochen&quot; in die zweite Runde. Wie letztes Jahr bi
 eten wir einen Strauß an Veranstaltungen\, die wir genau wie letztes Jahr
  nicht alleine\, sondern in Zusammenarbeit mit alten und neuen Gruppen der
  Stadt sowie mit vielen Einzelpersonen auf die Beine stellen. Wir geben ke
 in inhaltliches Thema vor. Jede Gruppe bringt sich so ein\, wie sie es fü
 r richtig und wichtig hält und wie es die eigenen Ressourcen zulassen. Da
 bei halten wir an unserem autonomen Anspruch fest und organisieren uns wei
 terhin jenseits von Parteien\, Gewerkschaften und anderen vergleichbaren G
 ruppierungen.\n\nKommt vorbei\, besucht die Veranstaltungen und Aktionen o
 der macht euch einen schönen Abend in guter Gesellschaft auf unserer Part
 y und den Kneipenabenden. Wir sehen uns.\n\n\n\nantifa-wochen.org\n\nhttps
 ://www.planlos-leipzig.org/events/soliparty-fuer-die-antifa-wochen-2/
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://www.planlos-leipzig.org/wp-content/uploa
 ds/2026/10/signal-2026-10-04-18-24-58-167.jpg
CATEGORIES:Soliparty
LOCATION:G16\, Gießerstraße 16\, Leipzig
X-APPLE-STRUCTURED-LOCATION;VALUE=URI;X-ADDRESS=Gießerstraße 16\, Leipzig
 \, 04229\, Deutschland;X-APPLE-RADIUS=100;X-TITLE=G16:geo:0,0
END:VEVENT
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
X-LIC-LOCATION:Europe/Berlin
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20261025T020000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
END:VCALENDAR