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 aften-aufruf-fuer-den-15-10-in-leipzig/
SUMMARY:STREIKEN\, ENTEIGNEN\, VERGESELLSCHAFTEN – Aufruf für den 15.10.
  in Leipzig
DESCRIPTION:Wir\, das ist ein Zusammenschluss verschiedener linksradikaler 
 und antiautoritärer kommunistischer Gruppen und Einzelpersonen aus Leipzi
 g\, rufen zur Demonstration am 15. Oktober 2022 des Aktionsbündnisses Jet
 zt Reicht’s auf. Doch wir wollen mehr als nur eine einmalige Großdemo. 
 Wir wollen eine wirkliche Veränderung der Verhältnisse. Wir wollen auf d
 ie Straße gehen\, um nicht nur gegen die steigenden Preise für Lebensmit
 tel und Energie zu demonstrieren\, sondern uns auch gegen den gesellschaft
 lichen und politischen Umgang mit den Teuerungen zusammenzuschließen.\n\n
 (Wir unterstützen den Aufruf des Aktionsbündnisses Jetzt Reicht’s\, ab
 er finden\, dass dieser nicht weit genug greift.)\n\nOb Du den ganzen Tag 
 arbeitest oder nicht\, zur Schule gehst\, studierst\, oder in Rente bist 
 – die massiv gestiegenen Preise für Lebenshaltungskosten treffen uns al
 le immens. Die Teuerungen machen einen kleinen\, reichen Teil der Gesellsc
 haft weit entfernt jeglicher Existenzbedrohung noch wohlhabender. Ein gro
 ßer Teil der Menschen verzweifelt an den anstehenden Miet- und Nebenkoste
 nerhöhungen. Immer mehr Menschen werden durch sie (weiter) verarmen.\n\nW
 ährend die Regierung Maßnahmen beschließt\, wie z. B. die Energiekosten
 pauschale\, das 9€-Ticket oder den Tankrabatt\, die nur ein Tropfen auf 
 den heißen Stein sind\, appellieren sie gleichzeitig an Dich\, sparsamer 
 zu sein und auf Lebensmittel\, ein warmes Zimmer und Urlaub zu verzichten.
  Die Entlastungspakete sind aber keine langfristige Entlastung und weder D
 ein persönlicher Verzicht noch einzelne Maßnahmen werden diese Krise lö
 sen. Von 300€ kann niemand die gestiegenen Preise für Energie und Leben
 smittel auf Dauer bezahlen. Sie können zwar eine kurzzeitige Verbesserung
  bedeuten\, lösen aber das eigentliche\, gesellschaftliche Problem nicht:
  Kapitalismus.\n\nFür die gestiegenen Preise ist weder die Corona-Pandemi
 e noch der russische Angriffskrieg auf die Ukraine allein verantwortlich. 
 Die Teuerungen und die Verarmung sind die Konsequenz kapitalistischer Wirt
 schaftung. Denn die kapitalistische Wirtschaftsweise bedeutet\, dass einig
 e wenige die Eigentümer von Produktionsmitteln – Fabriken und Technolog
 ien – sind. Die Unternehmen stellen uns Lohnabhängige ein. Wir arbeiten
  für sie\, aber über das\, was wir gemeinsam produzieren\, können wir n
 icht demokratisch entscheiden: Weder können wir als Lohnabhängige entsch
 eiden\, was hergestellt wird\, noch\, was mit den Gewinnen passieren soll 
 – denn diese gehören den Unternehmern. Sie machen die Preise und ihr In
 teresse ist es\, ihren Gewinn zu steigern. Das ist aber nicht unser Intere
 sse! Denn das bedeutet Rücksichtslosigkeit und Krisen: Die Umwelt wird ka
 putt gemacht\, die Einzelnen leiden an Gesundheitsproblemen\, Überarbeitu
 ng und Zeitmangel. Und kommt es dann zum Krieg\, sollen wir sparen\, damit
  Unternehmen weiter Gewinne machen. Dass das so ist\, ist keine Verschwör
 ung von einzelnen Mächtigen\, sondern ist die Logik des Kapitalismus‘ s
 elbst – es hilft nicht\, sich Sündenböcke zu suchen.\n\nWenn wir ein f
 ür alle Mal ein Ende von Krieg und Ausbeutung wollen\, dann reichen Entla
 stungspakete\, Energiekostenpauschale\, Übergewinnsteuer oder Inflationsa
 usgleichgesetz nicht. Krisenzeiten bedeuten für Unternehmen eine Möglich
 keit\, ihre Gewinne zu steigern. Deshalb finden wir Maßnahmen\, die eine 
 Umverteilung der Gewinne anstreben\, sinnvoll. Langfristig müssen wir abe
 r das Wirtschaftssystem selbst verändern: Wir wollen gemeinsam produziere
 n und solidarisch mit allen Menschen und der Umwelt demokratisch entscheid
 en\, was wir wie produzieren und verteilen. Erst letztes Jahr hat der Volk
 sentscheid in Berlin zur Enteignung von Immobilienkonzernen gezeigt\, dass
  mehr als die Hälfte der Berlinerinnen und Berliner Wohnraum vergesellsch
 aften will. Doch der Berliner Senat setzt alles daran\, die Umsetzung dies
 er demokratischen Entscheidung zu verhindern. Wir haben also nicht nur ein
 e ökonomische\, sondern auch eine politische Krise.\n\nDie Situation wird
  nicht besser werden\, wenn wir uns nicht selbst darum kümmern. Wir müss
 en uns organisieren – am Arbeitsplatz\, in der Erwerbsloseninitiative od
 er im Stadtteil\, um der Ursache der Krise – dem Kapitalismus – ein En
 de zu bereiten.\n\nFür eine freie Gesellschaft\, die nach unseren Bedürf
 nissen gestaltet ist!\n\n-&gt\; Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt\,
  abonniert unseren Telegram-Kanal: http://t.me/durchdiekrise\n\nhttps://kn
 ack.news/3682\n\nhttps://www.planlos-leipzig.org/events/streiken-enteignen
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