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 rise-des-akkumulationsregimes-ki-reihe/
SUMMARY:Surplus ex machina. KI und die Krise des Akkumulationsregimes (KI-R
 eihe)
DESCRIPTION:Ökonomische Polykrisen erschüttern in immer kürzeren Abstän
 den die globale Ökonomie. Der Zusammenbruch von Ökosystemen und die Klim
 akrise werden inzwischen nahezu als unvermeidbare Konstante akzeptiert und
  fungieren als Grundrauschen dieser Polykrise. Dieses Grundrauschen wird d
 urch geopolitische Konflikte\, Kriege\, Protektionismus und Unsicherheiten
  bei globalen Lieferketten ergänzt und hat erhebliche Auswirkungen auf ö
 konomische Entwicklungen und Akteur*innen. Die Kosten für die Bereitstell
 ung von Produkten steigen\, während die Nachfrage teilweise sinkt. Diese 
 Entwicklung trifft bisher vor allem klassische Industriebetriebe\, werden 
 von dort aber wie Schockwellen weitergegeben.\nDiese Entwicklungen bleiben
  auch für politische Systeme in Europa nicht folgenlos. Spätestens seit 
 der Covid-Pandemie sind die politischen Funktionseliten dazu übergegangen
  Krisen dauerhaft zu verwalten anstatt gesellschaftliche Transformation zu
  gestalten. Dabei werden drei Mantras beschworen: Bürokratieabbau\, Innov
 ationsfähigkeit und Technologieoffenheit.\nDer Einsatz von künstlicher I
 ntelligenz (kurz: AI/KI) gilt als Heilsbringer. Dabei wird der Begriff zus
 ehends zu einer Projektionsfläche. Riesige Erwartungen und mindestens gen
 auso viel Geld werden in die Bereitstellung von neuen Modellen und die daf
 ür notwendigen Ressourcen gesteckt. Dass der Einsatz von KI gesellschaftl
 iche Strukturen maßgeblich verändern wird\, scheint unbestritten. Darüb
 er scheinen sich die Mächte des alten Europas\, der Papst\, vermutlich ei
 nige französische Radikale und sicherlich deutsche Polizist*innen einig z
 u sein.\nDer Vortrag führt zunächst zentrale Grundbegriffe aus den Berei
 chen Datenwertschöpfung\, Analytics und KI ein und vermittelt ein grundle
 gendes Verständnis der Funktionsweise und Anwendungsfelder von KI-Systeme
 n. Anschließend sollen anhand einiger Fallbeispiele die Kapitalströme ru
 nd um KI-Unternehmen und die zugrundeliegenden Erwartungen analysiert werd
 en\, um die Frage zu klären\, welcher ökonomische Mehrwert durch KI-Tech
 nologien erreicht werden soll. Abschließend soll diskutiert werden\, welc
 he gesellschaftlichen Verwerfungen sich rund um das Themenfeld KI auftun u
 nd welche Kämpfe es zu führen gilt.\n\nZum Referenten: Manuel hat Volksw
 irtschaftslehre\, Informatik und Sozialwissenschaften studiert und lebt in
  Nürnberg. Er arbeitet als Softwarearchitekt und Projektleiter bei einer 
 IT-Beratung und entwickelt dort Dateninfrastrukturen und -plattformen.\nEr
  beschäftigt sich mit der Frage\, welche Ansätze und Technologien aus de
 r Informatik für sozial-ökologische Transformation und postkapitalistisc
 hes Wirtschaften geeignet sind.\nVeranstaltungsreihe: &quot;Künstliche Intelli
 genz&quot; \n\n 	14.07. Surplus ex machina. KI und die Krise des Akkumulationsr
 egimes\n 	28.07. Marx und die Maschine\n 	11.08. Künstliche Intelligenz u
 nd Werttheorie\n 	25.08. Der ’technologische Schleier’. Anmerkungen zu
  einem Sprachbild bei Adorno\n\nDie Diskussion über das\, was im Laufe de
 r letzten Jahre als künstliche Intelligenz Realität geworden ist\, nimmt
  ebenso viel Raum ein wie ihre Anwendung im Alltag stetig zunimmt. Auch we
 nn der Begriff schon seit einigen Jahrzehnten immer wieder Aufmerksamkeit 
 erlangt\, so kam diesem erst in den letzten Jahren eine Realität zu\, wie
  der Mensch ihn heute zu erfassen beginnt. KI scheint somit nicht mehr blo
 ß ein Zukunftsversprechen\, eine Idee\, sondern ist aus dem Reich der Vor
 stellungen zur Wirklichkeit geworden.\nFür die meisten Menschen stellen d
 ie Large Language Models (LLM) seit der Veröffentlichung von ChatGPT vor 
 einigen Jahren den Beginn der viel beschworenen KI-Revolution dar. Aber de
 r zunehmend alltägliche Chat mit der LLM-Software stellt nur die Spitze d
 es Eisbergs dar. Was KI als soziotechnisches Phänomen gesamtgesellschaftl
 ich zunehmend verdeutlicht: Vielleicht wird nichts mehr so bleiben\, wie e
 s ist. KI hat Einzug gehalten in nahezu alle Lebens- und Produktionsbereic
 he. Analog dazu ist das Thema mittlerweile auch in der Auseinandersetzung 
 des Menschen mit Natur und Gesellschaft stets präsent.\nDabei changieren 
 die Einschätzungen\, Urteile und Erwartungen zwischen Dystopie und Heilsv
 ersprechen\, wobei in der Auseinandersetzung viel zu oft auf einer rein te
 chnischen und damit oberflächlichen Ebene verharrt wird. Jeden Tag könne
 n sich Konsument:innen im Strudel des allgemeinen Hypes über die neusten 
 Softwares und damit die rasant anwachsenden technischen Möglichkeiten inf
 ormieren. Immer begleitet von sowohl dem Gefühl der Steigerung eigener M
 öglichkeiten als auch dem kalten Schauer\, dass hier etwas Bedeutsames un
 d Übermenschliches im Gange ist. Letzteres bedient eine fatalistische Fet
 ischisierung der Technik\, welche die Auseinandersetzung mit dem\, was Tec
 hnik ist\, schon im 20. Jahrhundert immer wieder geprägt hat und welche d
 azu tendiert\, mehr zu verschleiern als aufzuklären\, in welchem Verhält
 nis Mensch und Technik zu denken sind. Christian Voller wird unter anderem
  diesen Aspekt in seinem Vortrag diskutieren.\nDem entgegen wird KI jedoch
  ebenso als geradezu messianischer Heilsbringer beschworen\, der imstande
  sei\, die ökonomischen Krisen unserer Zeit zu lösen. Was realistisch un
 d damit sowohl technisch als auch gesellschaftlich von KI zu erwarten ist\
 , rückt im Sound der Verheißung jedoch in den Hintergrund. In seinem Vo
 rtrag wird Manuel diesbezüglich Licht ins Dunkel bringen und Grundbegri
 ffe klären\, um sich darauf aufbauend den Fragen zu widmen\, welcher ök
 onomische Mehrwert durch KI-Technologien erreicht werden kann\, soll und w
 elche gesellschaftlichen Verwerfungen dies mit sich bringt.\nKI ist allerd
 ings nicht einfach über die Menschen gekommen und ist auch keine Sache\, 
 die außerhalb der Verhältnisse steht. Noch wird KI vom Menschen gemacht 
 und eingesetzt. Dabei folgt sie den Tendenzen dieser Gesellschaft\, in der
  alles danach beurteilt wird\, ob und wie es sich verwerten lässt. Peter 
 Schadt wird sich daran anknüpfend in seinem Vortrag der Frage zuwenden\, 
 wie sich die politische Ökonomie im digitalen Zeitalter verändert und wi
 e sich dies anknüpfend an Marx werttheoretisch erfassen lässt.\nIn unser
 em eigenen Vortrag möchten wir uns damit befassen\, was bereits Marx zur 
 Anwendung der Technik im Kapitalismus geschrieben hat. Wir wollen uns dabe
 i auf das Kapitel “Maschinerie und große Industrie” aus dem ersten Ba
 nd des Kapitals beziehen und in die dort gemachten Überlegungen einführe
 n. Marx gibt eine immer noch aktuelle Analyse davon\, warum Maschine und T
 echnik einerseits so viel Gutes vermögen\, andererseits kapitalistisch an
 gewendet den Menschen weiter unterjochen.\nWir streben mit der Vortragsrei
 he eine Auseinandersetzung damit an\, was KI unabhängig von Phantasie und
  Hype ist und was von ihr als Technik und Maschine unter den Voraussetzung
 en unserer Gesellschaft und Zeit zu erwarten ist. Sicher ist\, dass nichts
  einfach so bleibt\, wie es ist\, und wir alle ebenso wenig einfach schon 
 wissen können\, was uns bevorsteht.\nalea • antifaschistische &amp\; au
 tonom\n\nalea-le.org\n \n\nalea-le.org\n\nhttps://www.planlos-leipzig.org
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