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 nsnationale-restitutionsbewegung/
SUMMARY:THE TIME FOR DENIAL IS OVER: Transnationale Restitutionsbewegung
DESCRIPTION:\n\n\n\n\n\n\n\n\n09. November  17:00 - 19:00\nSchaubühne L
 indenfels / Grüner Salon\n\n\n10. November  18:00 - 20:00\nSchaubühne
  Lindenfels / Grüner Salon\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n&nbsp\;\n\n\n\n\n\n\n
 \n\n\n\nMit Live-Übersetzung\n\nSeit den 1960er Jahren setzt sich eine Be
 wegung von global vernetzten Künstler:innen\, Intellektuellen und Aktivis
 t:innen beharrlich für die Rückgabe afrikanischer Kulturgüter und mensc
 hlicher Überreste ein\, um den Prozess der Entkolonialisierung nach der U
 nabhängigkeit voranzutreiben. Nach einer langen Periode der Stagnation ha
 t sich die Debatte in den letzten Jahren beschleunigt\, mit Beispielen phy
 sischer Rückgaben wie der Behanzin-Schätze an die Republik Benin oder de
 r Benin-Bronzen an Nigeria. Unzählige Initiativen von Künstler:innen\, K
 ulturinstitutionen sind weltweit entstanden\, die diesen Restitutionsproze
 ss vorantreiben und begleiten. In diesem historischen Moment lädt die GRO
 UP50:50 Künstler:innen\, Aktivist:innen und Denker:innen aus Europa und A
 frika ein\, die Grundlagen für eine transnationale Restitutionsbewegung z
 u erarbeiten.\n\nIn Leipzig präsentieren und diskutieren sie in einer Rei
 he von Screenings und Talks künstlerische und politische Praktiken\, die 
 afrikanische und europäische Identitäten neu definieren und den transkon
 tinentalen Dialog und die Zusammenarbeit neu gestalten.\n\nAm Mittwoch\, 9
 . und Donnerstag\, 10. November zeigen wir im Anschluss das Gastspiel THE 
 GHOSTS ARE RETURNING der GROUP50:50 in der Schaubühne Lindenfels.\n\n\n\n
 &nbsp\;\n\n\n\nPROGRAMM\n\n\n\n\n\n\nMittwoch\, 9. November | 17.00 – 19
 .00\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDialogue with communities and their a
 ncestors!\n\n\nEine der größten Herausforderungen für eine transnationa
 le Restitutionsbewegung ist es\, einen Dialog mit denjenigen lokalen Gemei
 nschaften aufzubauen\, die während der Kolonialzeit enteignet worden ware
 n. Wie können die lokalen Gemeinschaften die Deutungshoheit über die Obj
 ekte und die Menschen wiedererlangen\, die ihnen abhanden gekommen sind? L
 okalen Kulturzentren\, zivilgesellschaftlichen Organisationen und transnat
 ionalen Künstler:innengruppen wird dabei die Rolle zukommen\, Brücken zu
  schlagen\, zwischen den Institutionen im Norden und den lokalen Gemeinsch
 aften im Süden. Aber wie kann diese Begegnung gestaltet werden? Welche Mi
 ssverständnisse\, welche Schwierigkeiten begegnen uns dabei?\n\n\n\n\n\n\
 n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nScreening: Mangi Meli Remains\n\n\nRegie: Konra
 din Kunze und Flinn Works\, 2019. 12 Min.\n\nIn Old Moshi\, Tansania\, wir
 d ein Kopf vermisst. Es handelt sich um das Haupt von Mangi Meli\, der sic
 h gegen die Besetzung des Kilimandscharo-Gebietes durch die deutsche Kolon
 ialmacht wehrte und 1900 hingerichtet wurde. Sein Kopf soll im Anschluss a
 uf Nachfrage von Wissenschaftlern nach Deutschland verschifft worden sein.
  Bis heute wartet der Enkel von Mangi Meli auf dessen Rückkehr.\n\nDiskus
 sion mit: Mnyaka Sururu Mboro\, Aktivist (Berlin)\, Konradin Kunze\, Theat
 erschaffender\, Flinn Works (Berlin)\, Isabelle Reimann\, Provenienzforsch
 erin (Leipzig)\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nScreening: Bayindo\n
 \n\nRegie: Paul Shemisi und Faire Part\, 2020. 15 Min.\n\nIn einer Geschic
 hte über traditionelle Medizin\, Spiritualität und Dekolonisierung entf
 ührt uns BAYINDO nach Kinshasa in der DR Kongo. Der Film taucht in das He
 rz der animistischen Gemeinschaft „Kintuadi Tuka Kongo“ ein\, einer Gr
 uppe\, die versucht\, die Bräuche und den Glauben der Vorfahren wiederher
 zustellen\, die durch die Ankunft der Missionare und Kolonisatoren zerstö
 rt wurden.\n\nDiskussion mit: Faire-Part\, transnationales Kollektiv (Kins
 hasa / Brüssel)\n\n\n\n\n\n\n\n\n----------------\n\n\n\n\n\nDonnerstag\,
  10. November | 18.00 – 20.00\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nFace the 
 damage\, treat the wounds!\n\n\nEs steht heute außer Frage\, dass tausend
 e Artefakte und die sterblichen Überreste der Ahnen in den europäischen 
 Museen in die Länder ihrer Herkunft zurückkehren müssen und somit die M
 enschen das in langen politischen Kämpfen geforderte kulturelle Erbe wied
 ererlangen. Die zurückkehrenden Ahnen und Artefakte erinnern die Menschen
  aber an eine lange Geschichte der Gewalt\, Ausbeutung und Unterdrückung\
 , mit der wir uns in Europa und in Afrika auseinandersetzen müssen. Die R
 estitution könnte in diesem Sinne ein schmerzhafter und gleichzeitig heil
 samer Prozess sein\, im Zuge dessen sich das Verhältnis zwischen dem afri
 kanischen und dem europäischen Kontinent grundlegend transformiert.\n\n\n
 \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nScreening: You Hide Me\n\n\nRegie: Nii-K
 wate Owoo\, Ghana\, 1970. 16 min.\n\nYou Hide Me Nii-Kwate Owoo 1970 verbr
 achte der ghanaische Filmemacher Nii Kwate Owoo einen Tag mit Dreharbeiten
  in den Kellerarchiven des British Museum. 1971 wurde sein Film You Hide M
 e in Ghana als „antibritisch“ verboten\, was ironischerweise dazu füh
 rte\, dass die einflussreiche Londoner Zeitschrift West Africa eine Schlag
 zeile veröffentlichte\, die den Film in der übrigen Welt bekannt machte.
  Mehr als ein halbes Jahrhundert später wurde You Hide Me mit dem Preis f
 ür den besten Dokumentarfilm auf dem Pariser Kurzfilmfestival 2020 ausgez
 eichnet.\n\nDiskussion mit: Bénédicte Savoy\, Kunsthistorikerin (Berlin)
 \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nScreening: Behind the Glasses\n\n\
 nRegie: Azgard Izambo\, 2019\, 4 Min.\n\n2018 lädt das GRASSI Museum für
  Völkerkunde Kuratoren und Künstler:innen aus Kinshasa ein\, die Ausstel
 lung „Megalopolis I – Stimmen aus Kinshasa“ mit ihren eigenen Werken
  und in Auseinandersetzung mit der Sammlung zu gestalten. Dabei geht es au
 ch um Objekte\, die König Leopold II 1894 dem Leipziger Museum geschenkt 
 hat. In diesem Rahmen entsteht der Kurzfilm „Behind the Glasses“ von A
 zgard Itambo. Er gibt den Schmerz und die Fragen wieder\, mit denen ein ju
 nger Mann aus dem Kongo beim Anblick der Objekte im Museum konfrontiert is
 t. Wie können die Menschen heute ohne diese Geschichte leben?\n\nDiskussi
 on mit: Ohiniki Mawussé Toffa\, Germanist und Kolonialhistoriker (Leipzig
 ) und Stefanie Bach\, Kuratorin für Global Art am Grassi Museum für Völ
 kerkunde (Leipzig) \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nScreening: Ret
 urn: An Epic Journey\n\n\nRegie: Rita Mukebu und Joseph Kasau. Produziert 
 von Centre d’Art Waza\, Lubumbashi\, 2021. 15 min.\n\nInspiriert von den
  afrikanischen Masken im Museum Rietberg in Zürich hat der Schweizer Kün
 stler Lukas Stucky eine Maske entworfen und die kongolesische Künstlerin 
 Rita Mukebo gebeten\, ihr den Status eines Kunstwerks zu verleihen. In ein
 em vom Centre d’Art Waza Lubumbashi produzierten Kurzfilm testet Mukebu 
 die Bedeutung der Maske\, indem sie die Tshokwe-Gemeinschaft\, den Direkto
 r des Kunstmuseums\, einen Universitätsprofessor und andere besucht.\n\nD
 iskussion mit: Patrick Mudekereza\, Kurator und Autor\, Centre d’Art Waz
 a (Lubumbashi) und Joseph Kasau\, Co-Regisseur des Films (Lubumbashi).\n\n
 \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nTickets\n\nEintritt frei\n\nAnmeldung an assist
 enz@euro-scene.de\n\n\n\n\nhttps://euro-scene.de/events/the-time-for-denia
 l-is-over/\n\nhttps://www.planlos-leipzig.org/events/the-time-for-denial-i
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