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SUMMARY:[Buchvorstellung] Daniel Schuch: Transformationen der Zeugenschaft
DESCRIPTION:\n\n\n\n\n\n  \n\n\n\n\n\n&nbsp\;\n\nDaniel Schuch: Transformat
 ionen der Zeugenschaft. Von David P. Boders frühen Audiointerviews zur Wi
 ederbefragung als Holocaust Testimony. Göttingen: Wallstein 2021.\n\n&nbs
 p\;\n\nWas können wir aus den Erzählungen von Holocaust-Überlebenden le
 rnen und warum erwarten wir von ihnen universelle moralische Botschaften a
 ls „Lehre“ aus den nationalsozialistischen Verbrechen?\n\nAuf der Grun
 dlage von detaillierten Interviewanalysen werden Antworten auf diese Frage
 n in der Buchvorstellung quellengesättigt vorgestellt. Den Ausgangspunkt 
 bildet das bis heute kaum rezipierte Interviewprojekt des Psychologen Davi
 d P. Boder\, der im Nachkriegseuropa bereits 1946 erstmals die Stimmen und
  Geschichten von Überlebenden der NS-Verfolgung auf Tonband aufgezeichnet
  hat. Boders Audiointerviews gerieten lange Zeit in Vergessenheit\, und er
 st seit Anfang der 1980er Jahre erlebten Videointerviews mit Zeug:innen de
 r NS-Verbrechen einen wahren Boom.\n\nIn den 1990er und 2000er Jahren wurd
 en einige der Personen\, die Boder 1946 befragt hatte\, erneut als Zeitzeu
 g:innen interviewt. Dies ermöglicht einen faszinierenden Vergleich der In
 terviews von fünf jüdischen Überlebenden\, die über einen Abstand von 
 bis zu 60 Jahren mehrfach befragt wurden. Dieser vergleichende Rückblick 
 auf die Entstehungsgeschichte von Interviews mit Holocaust-Überlebenden k
 ann dabei helfen über das „Ende der Zeitzeugenschaft“ neu nachzudenke
 n. Wenn wir einer moralisierenden Sinngebung des Holocaust entgegen wirken
  wollen\, sollten wir unsere Vorstellungen von Zeitzeugenschaft grundlegen
 d überdenken.\n\n&nbsp\;\n\nDaniel Schuch\, Dr. phil\, hat Geschichtswiss
 enschaft\, Soziologie und Politikwissenschaft an der TU Dresden und an der
  Friedrich-Schiller-Universität Jena studiert. Im Jahr 2020 hat er seine 
 Doktorarbeit über den Wandel von Zeugenschaft in Mehrfachbefragungen von 
 Holocaust-Überlebenden abgeschlossen\, die Studie wurde 2021 im Wallstein
  Verlag publiziert. Er hat als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Stift
 ung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora gearbeitet und ist ehrena
 mtlich in der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig und in der Initiativ
 e Riebeckstraße 63 in Leipzig aktiv. Er arbeitet aktuell an der Universit
 ät Jena als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte i
 n Medien und Öffentlichkeit und forscht zur Nachgeschichte der NS-Verbrec
 hen und zu Organisationen von Überlebenden im Kalten Krieg. \n\n&nbsp\;\n
 \n\n\n\n\nhttps://www.zwangsarbeit-in-leipzig.de/de/zwangsarbeit-in-leipzi
 g/veranstaltungen/veranstaltungen-archiv/2022/24\n\nhttps://www.planlos-le
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