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 itaeren-kommunismus-raetekommunismus-commonismus-chiapas-rojava/
SUMMARY:Utopie und Praxis des antiautoritären Kommunismus - Rätekommunism
 us\, Commonismus\, Chiapas &amp\; Rojava
DESCRIPTION:Mit Almut Woller (macht Demokratiepädagogik und forscht zu Rä
 ten)\, André Kistner und Sebastian Jordan (Initiative Demokratie Arbeitsz
 eitrechnung)\, Simon Sutterlütti (Assoziation Kritik Utopie und Transform
 ation\, Autor)\, Simon Schuster (Jurist\, Autor)\n\nMit dem Slogan „Syst
 em Change\, not Climate Change“ hat die Klimabewegung eine Erkenntnis un
 d Forderung auf den Punkt gebracht\, die immer mehr Menschen einleuchtet: 
 Der Kapitalismus funktioniert mehr schlecht als recht und fährt den Plane
 ten und “die Wirtschaft” gegen die Wand. Es ist (schon lange) Zeit\, d
 arüber nachzudenken\, wie wir unsere Gesellschaft strukturieren müssten\
 , damit der Ausstieg aus der kapitalistischen Produktionsweise und dem aut
 oritären Staat\, der den Laden gerade noch so zusammenhält\, gelingen ka
 nn.\nWie sieht dann eine tragfähige Alternative aus? Einerseits kann die 
 politische Linke auf eine sozialistische Tradition zurückgreifen\, die so
  alt ist wie die kapitalistischen Gesellschaften selbst. Andererseits zeig
 en die Erfahrungen des autoritären Staatssozialismus\, wie schnell sich n
 eue Herrschaftsformen unter dem Deckmantel einer besseren Gesellschaftsord
 nung etablieren können. Im Wissen um diese Gefahren und im Wissen um das 
 viel zu häufige Scheitern der zahlreichen Kommune- und Räte-Experimente\
 , wollen wir genauer auf die Knackpunkte schauen: Welche Mechanismen und a
 uch welche Institutionen braucht eine postkapitalistische Gesellschaft\, d
 ie sowohl direkt-demokratisch ist als auch eine gesamtgesellschaftliche St
 euerung der (Re-)Produktion leisten kann? Wer entscheidet und wer führt a
 us? Wer produziert was\, warum und wie? Was können wir hierbei von den Fe
 hlern des 20. Jahrhunderts\, Rätetradition\, Commons-Praxis und heutigen 
 Alternativen in Chiapas und Rojava lernen?\n\nZu Beginn gibt es einen Übe
 rblick über die sehr unterschiedlichen Ansichten\, wozu Räte eigentlich 
 gut sein sollen\, was sie leisten müssen und wie sie institutionell ausse
 hen müssten (Almut Woller\, Forschung zu Rätetheorie und Räten in Syrie
 n): H. Arendt\, anarchistische und marxistische Ansätze\, M. Bookchin und
  C. Castoriadis stehen dabei im Zentrum. Davon ausgehend werden zwei Model
 le detaillierter vorgestellt und diskutiert\, die auf einen antiautoritär
 en Kommunismus abzielen\, einmal basierend auf Räten und einmal basierend
  auf Commons:\nZum einen werden André Kistner und Sebastian Jordan aus de
 m Verein Initiative demokratische Arbeitszeitrechnung (IDA) das rätekommu
 nistische Konzept der Arbeitszeitrechnung vorstellen (https://arbeitszeit.
 noblogs.org). IDA entwickelt gerade auch eine Online-Anwendung (App)\, die
  es Kollektivbetrieben ermöglichen soll auf Basis der Arbeitszeitrechnung
  miteinander in wirtschaftlichen Verkehr treten zu lassen. Grundlage dafü
 r ist die Schrift Grundprinzipien der kommunistischen Produktion und Verte
 ilung der Gruppe internationaler Kommunisten (GIK) aus dem Jahre 1930/1935
 . Auf beides wollen wir in Vortrags- und Diskussionsphasen eingehen.\nZum 
 anderen stellt Simon Sutterlütti von der Assoziation Kritik Utopie und Tr
 ansformation das Konzept des Commonismus vor (vgl. https://commonism.us). 
 Sutterlütti ist u.a. Co-Autor des Buches Kapitalismus aufheben\, in dem d
 ie Idee einer bedürfnisorientierten Beitragsökonomie besprochen wird\, d
 ie auf der Grundlage von Commons wirtschaftet und ohne Geld und Leistungsz
 wang auskommen soll. Sie kritisieren dabei nicht nur die markt- und komman
 dowirtschaftlichen Konzepte\, sondern auch den Ansatz der GIK\, bei dem na
 ch wie vor die eigene Arbeitsleistung den Anteil am Konsum bestimmt. Beide
  Gruppen stellen ihr Konzept und gegenseitige Kritik vor\, um in ein produ
 ktives Streitgespräch zu treten\, an dem alle Interessierten teilzunehmen
  herzlich eingeladen sind.\n\nAm Sonntag bietet der Jurist Simon Schuster 
 (Autor von „Demokratie des gehorchenden Regierens“) aufschlussreiche E
 insichten in die Art und Weise\, wie die Zapatistas in Chiapas die Gewalte
 nteilung aufgehoben und ‚Entscheiden‘ und ‚Ausführen‘ anders orga
 nisiert haben. Dies ermöglicht es\, Marx‘ zentrales Diktum über die Pa
 riser Kommune als „gesetzgebend und vollziehend zugleich“ entlang eine
 s realen Räteexperiments neu zu diskutieren. Angefragt ist ein*e Genoss*i
 n aus Rojava\, der*die mit uns auf den Aufbau der Rätestrukturen blickt\,
  auf deren Verhältnis zum parlamentarischen System\, sowie auf Strategien
  zur Zurückdrängung des Marktes und die Angewiesenheit auf Geld.\n\nUns 
 geht es um eine produktive Diskussion und darum\, nicht aneinander vorbeiz
 ureden. Deshalb bereiten die Referent*innen sich im Vorhinein inhaltlich g
 emeinsam darauf vor\, indem sie Überschneidungen und Streitpunkte ausfind
 ig machen und Kritikpunkte bereits in ihre Vorträge mit einbeziehen. Es w
 ird einen überschaubaren Reader geben\, der es Teilnehmenden ermöglicht\
 , sich ebenfalls vorher etwas einzulesen\, wenn sie möchten. Über eine r
 ege Teilnahme freuen wir uns sehr.\n\nSeminarzeiten\nSamstag: 10.00 – 18
 .00 Uhr\nSonntag: 10.00 – 16.00 Uhr\n\nDie Plätze sind begrenzt. Anmeld
 ung bis 16.04. unter anmeldung@rosalux-sachsen.de Update: die Veranstaltun
 g ist ausgebucht\n\n* Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermitte
 l auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
 \n\nhttps://sachsen.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/YN4YW/utopie-und-pr
 axis-des-antiautoritaeren-kommunismus?\n\nhttps://www.planlos-leipzig.org/
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