[Vortrag] Warum ökologische ohne soziale Nachhaltigkeit nicht zu haben ist

Wann
Mittwoch - 06.07.2022
19:00 - 21:00

Wo
Audimax Campus Augustusplatz
Universitätsstraße 3
04109 Leipzig

Rollstuhlgerecht? Ja

Details

Die katastrophenträchtige Entwicklung und den Krieg in der Ukraine vor Augen, stellt sich die Frage nach den Aussichten einer sozial-ökologischen Transformation und damit nach gesellschaftlichen Verhältnissen.

Illustration/Zeichnung: Auf gelben hHintergrund hält eine schwarze Hand einen Blumenstrauß, der aus einigen grünen Pflanzen, einem Windrad, einem Solarpanel und einer gelben Recycling-Tonne besteht.
„Klima im Wandel“ – Im Sommersemester 2022 setzt sich die Veranstaltungsreihe Studium universale mit dem Thema Klima auseinander. Grafik: Colourbox

„Die Welt steht am Abgrund“, mit diesen aufrüttelnden Worten drängte Antonio Guterres am Vorabend der Klimakonferenz von Glasgow einmal mehr darauf, dem allgegenwärtigen Klimatalk endlich Taten folgen zu lassen. Der UN-Generalsekretär hat allen Grund zur Sorge, denn die Daten zum Klimawandel sind besorgniserregend. Das 1,5-Grad-Erderhitzungsszenario und selbst das Zwei-Grad-Ziel geraten in Gefahr. Die katastrophenträchtige Entwicklung und den Krieg in der Ukraine vor Augen, stellt sich die Frage nach den Aussichten einer sozial-ökologischen Transformation und damit nach gesellschaftlichen Verhältnissen, die am besten realisieren, was nun auch der Weltklimarat (IPCC) fordert – eine globale Nachhaltigkeitsrevolution. Haben wir die Chance dazu bereits vertan oder gibt es begründete Aussichten auf eine erfolgreiche Transformation? Dem Vortrag liegt die These zugrunde, dass ökologische und soziale Nachhaltigkeit sich wechselseitig bedingen, weshalb das eine ohne das andere nicht zu haben ist. Beide Zielsetzungen sind konfliktträchtig. Gesellschaftliche Akteure können in der Transformation daher nur erfolgreich sein, wenn sie das Spannungsverhältnis zwischen sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitszielen erfolgreich bearbeiten.

Klaus Dörre ist seit 2005 Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich- Schiller-Universität Jena, war von 2011-2021 einer der Direktoren des DFG-Kollegs Postwachstumsgesellschaften, ist gemeinsam mit Prof. Heike Kraußlach verantwortlich für das Zentrum Digitale Transformation Thüringen (ZeTT) und ist Mitherausgeber des Berliner Journal für Soziologie und des Global Dialogue. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Kapitalismusmustheorie, Prekarisierung von Arbeit und Beschäftigung, Arbeitsbeziehungen, soziale Folgen der Digitalisierung sowie Rechtspopulismus.

 

Teilnahme

Das Studium universale steht allen Interessierten offen. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nötig, da je nach geltenden Hygienebstimmungen die Plätze begrenzt sind.

Wann: mittwochs 19 Uhr

Wo: Audimax im Hörsaalgebäude am Campus Augustusplatz (Universitätsstraße 3, 04109 Leipzig)

Link zur Veranstaltung: https://www.uni-leipzig.de/veranstaltungsdetail/artikel/klaus-doerre-warum-oekologische-ohne-soziale-nachhaltigkeit-nicht-zu-haben-ist

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