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SUMMARY:Werkstattgespräch: Ernst Pinkert und die Völkerschauen im Leipzig
 er Zoo. Zum Umgang mit deutscher Kolonialgeschichte.
DESCRIPTION:\n\n\n\nVortrag und Gespräch mit Mareike Peldschus (Studentin\
 , Universität Leipzig)\nIn Kooperation mit dem Historischen Seminar der U
 niversität Leipzig\n\n„Exotische Menschen“ zur Schau zu stellen\, geh
 örte im ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu de
 n Hauptattraktionen vieler deutscher Zoos. Gewaltsam verschleppte\, außer
 europäische Menschengruppen\, die in eigens eingerichteten Kulissen ihre 
 vermeintliche Kultur und ihren Lebensstil vorführen mussten\, zogen ein M
 assenpublikum an.\n\nErst seit wenigen Jahren gibt es Forderungen an die d
 eutschen Zoos\, sich mit ihrer kolonialen Vergangenheit und in diesem Zusa
 mmenhang mit den „Völkerschauen“ auseinanderzusetzen und über diese 
 öffentlich aufzuklären. Dabei stehen in Deutschland vor allem der Hambur
 ger Tierpark Hagenbeck sowie der Berliner Zoo im Fokus\, doch auch gegenü
 ber dem Leipziger Zoo und dessen Gründer Ernst Pinkert mehrt sich Kritik.
  Vereine wie die AG Postkolonial Leipzig sehen Pinkert als „kolonialen T
 äter“ an\, der durch die Ausstellungen außereuropäischer Menschengrup
 pen auf dem Gelände des Leipziger Zoos finanziellen Profit erwirtschaftet
 e. Aus diesem Grund fordern sie die Umbenennung der Ernst-Pinkert-Straße\
 , wie auch der nach ihm benannten Schule in Leipzig. Weiterhin wird eine A
 ufarbeitung und öffentliche Auseinandersetzung seitens der Zoodirektion g
 efordert. Gleichzeitig steht die Fortführung kolonialer Stereotypen im ak
 tuellen Veranstaltungsprogramm in der Kritik.\n\nAusgangspunkt für die In
 itiative zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes in Deutschland war 2019 ein
  gleichnamiger Antrag von Bündnis 90/Die Grünen an den Deutschen Bundest
 ag. „Deutschlands koloniale Fremdherrschaft [...] ist ein verdrängtes K
 apitel seiner Geschichte\, [das] in der offiziellen Erinnerungskultur der 
 Bundesrepublik bisher kaum Berücksichtigung fand\,“ heißt es in dem An
 trag. Die Fraktion reagierte damit auf eine Debatte\, die in der Gesellsch
 aft bereits seit einigen Jahren geführt wird.\n\nMareike Peldschus stellt
  im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig ihre Erkenntnisse zu den „Völkers
 chauen“ im Leipziger Zoo vor\, ordnet sie in den Gesamtzusammenhang deut
 scher Kolonialgeschichte und auch der aktuellen Aufarbeitungsdiskurse ein.
 \n\nDie Veranstaltung ist Teil der Reihe „Werkstattgespräche zur Zeit/G
 eschichte“. Einmal im Quartal geben Studierende und Absolventinnen bzw. 
 Absolventen des Historischen Seminars der Universität Leipzig im Forum li
 ve Einblicke in ihre Forschungsprojekte. Besucherinnen und Besuchern eröf
 fnet die Reihe neue Perspektiven auf die universitäre Forschung und lädt
  zum Mitdiskutieren ein.\n\nMareike Peldschus ist in Potsdam geboren und a
 ufgewachsen. Sie zog nach dem Abitur 2017 nach Leipzig\, um ein Lehramtsst
 udium für die Fächer Englisch und Geschichte aufzunehmen. Ende 2022 schl
 oss sie ihr Studium ab und verfasste im Rahmen ihres ersten Staatsexamens 
 eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Thema: „Ernst Pinkert und die Völ
 kerschauen im Leipziger Zoo – Zum Umgang mit deutscher Kolonialgeschicht
 e“. 2023 wird sie ein Referendariat in Potsdam aufnehmen.\n\n\n\n\n\nhtt
 ps://www.hdg.de/zeitgeschichtliches-forum\n\nhttps://www.planlos-leipzig.o
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