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SUMMARY:Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten! - Bundesweiter Akti
 onstag - Wer hat\, der gibt
DESCRIPTION:Kaufe ich mir ein Haus in der Beethovenstraße\, in der Brandst
 raße oder doch auf den Bahamas? Welche meiner Armbanduhren trage ich heu
 te beim Brunch mit Christoph Gröner? Und sollte ich meine Anteile an Von
 ovia verkaufen?\n\nKommt dir bekannt vor? Uns auch nicht!\n\nUnsere Lebens
 realität dreht sich nicht um Privatjets\, Steuertricks und Spenden-Galas.
  Reiche können sich solche Fragen stellen\, weil wir für sie arbeiten ge
 hen. Die soziale Ungleichheit ist in unserem Wirtschaftssystem vorprogramm
 iert: die Reichen werden durch unsere Arbeit immer reicher. Wir erwirtscha
 ften ihr Vermögen in Fabriken und Büros\, die ihnen gehören. Wir fahren
  Pakete und Essenslieferungen aus\, an denen sie verdienen. Wir zahlen hor
 rende Mieten in Wohnungen\, in denen sie ihr Geld anlegen.\n\nGleichzeitig
  leiden wir unter einem zusammengekürzten Gemeinwohl – kaputte Straßen
 \, baufällige Schulen\, krisenanfällige Gesundheitsversorgung. Es mangel
 t an öffentlichen Geldern\, obwohl wir alle immer mehr Steuern bezahlen. 
 Die Vermögen von Reichen werden hingegen nicht effektiv besteuert\, die a
 ktuelle Politik ermöglicht stattdessen Steuerlücken und Betrügereien. R
 eiche können ganze Konzerne und Millionenbeträge an ihre Familien vererb
 en\, ohne ausreichend besteuert zu werden. Die Regeln im Kapitalismus-Game
  sind offensichtlich: Das Geld fließt immer von arm zu reich\, eine Umver
 teilung findet von unten nach oben statt.\n\nDie Folgen: in Deutschland be
 sitzen aktuell 45 Hyperreiche so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der 
 Bevölkerung! Weltweit besitzen 1% der Weltbevölkerung die Hälfte des gl
 obalen Vermögens. Das Vermögen der Reichsten wächst und wächst\, währ
 end das Vermögen der meisten Menschen stagniert. In der aktuellen Politik
  ist kein Wille erkennbar\, an den Ungerechtigkeiten der Verteilung von Re
 ichtum etwas zu ändern\, weder national noch global.\n\nDass die Politik 
 nicht auf den Abbau von sozialen Ungleichheiten und eine gute Zukunft für
  Alle ausgerichtet ist\, zeigt sich auch am Umgang mit der Klimakatastroph
 e. Ein Großteil der deutschen CO2-Emissionen geht auf das Konto der Reich
 en\, wie aktuelle Studien belegen. Während die Folgen der Erderhitzung wi
 e Sturmfluten\, Dürreperioden und Überschwemmungen vor allem die Ärmste
 n der Welt treffen\, haben die Reichen genug Cash\, um sich dem Klimawande
 l problemlos anzupassen. Wenn das Ferienhaus auf Sylt untergeht\, kann imm
 er noch im Luxusanwesen im Alpenvorland entspannt werden. Anstatt der Klim
 akatastrophe mit effektiven Maßnahmen zu begegnen\, handelt die Politik w
 eiter im Interesse klimaschädlicher Konzerne und der Reichen. Sie stimmt 
 dem Ausbau von Flughäfen wie dem LEJ zu riesigen Luftdrehkreuzen zu und s
 cheißt damit auf die Gesundheit und Lebensqualität der umliegenden Bewoh
 ner*innen. Sie hat kein Problem mit dem Wegbaggern ganzer Landstriche und 
 Dörfer zum Kohleabbau. Zum Ausgleich schmückt sie sich mit Scheinlösung
 en – wie einem viel zu späten Kohleausstieg – und tritt damit die Fre
 iheitsrechte zukünftiger Generationen mit Füßen.\n\nDie Pandemie hat di
 e sozialen Ungleichheiten noch weiter verstärkt. Menschen wurden an ihre 
 Belastungsgrenzen getrieben und in Existenznot gebracht. Sie haben ihre Jo
 bs verloren oder weniger verdient und mussten sich trotzdem ihre Hygiene- 
 und Schutzartikel selbst kaufen. Die notwendige Schließung von Kitas und 
 Schulen führte durch die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice zu Mehrfac
 hbelastungen vieler Menschen. Zudem leiden besonders diejenigen von uns\, 
 die schon massive Benachteiligungen durch rassistische\, sexistische oder 
 andere Arten der Diskriminierung erfahren. Egal\, ob an der Kasse oder auf
  dem Feld\, ob als Fahrradkurier*in oder Reinigungskraft: Die Ausbeutung e
 rweist sich dort als besonders ergiebig\, wo sie auf die Not gesellschaftl
 ich Benachteiligter trifft.\n\nZeitgleich wuchs das Vermögen der deutsche
 n Milliardär*innen während der Pandemie um 22%\, das sind unvorstellbare
  100 Milliarden Euro! Wer hatte\, bekam noch mehr. Und es wird nicht besse
 r: die kommende Regierung wird sich jemanden suchen\, der die Kosten der K
 rise bezahlen muss – Schuldenbremse sei dank. Wir müssen uns nichts vor
 machen: Es ist zu befürchten\, dass wir die milliardenschwere Corona-Rech
 nung begleichen sollen. Aber warum sollten die geben\, die ohnehin schon k
 aum etwas haben? Wir sagen: wer hat\, der gibt! Die Reichen sollen für di
 e Corona-Krise bezahlen.\n\nSelbst wenn die Corona-Krise überwunden ist\,
  ist es die soziale Krise noch lange nicht. Durch eine Rückkehr zur „No
 rmalität“ kehren wir zurück in eine Welt der Probleme und Ungerechtigk
 eiten. Dieser Welt der Reichen\, in der nur Wenige profitieren\, stellen w
 ir unsere Welt der Vielen entgegen: der Angestellten und Arbeiter*innen\, 
 der Prekären\, der Migrant*innen\, der Illegalisierten und Marginalisiert
 en\, der Queers\, der Studierenden und Rentner*innen\, der Be_hinderten\, 
 der Überflüssigen\, der Freaks und Künstler*innen.\n\nWir können uns d
 ie Reichen und ihren exzessiven Lebensstil nicht mehr leisten! \n\nKommt 
 am 21. August um 13 Uhr auf den Augustusplatz!\nHolen wir uns\, was uns zu
 steht – laut\, schrill\, bunt und wild!\n\n\n————————–
 \n\n\nBeachtet bitte die geltenden Corona-Schutzbestimmungen. Tragt euren 
 Mundnasenschutz und achtet auf Abstände\, denn wir möchten\, dass sich a
 lle sicher fühlen!\n\n\nhttps://werhatdergibt.org/aktionstag2021/leipzig/
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