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„Außen abgekühlt doch voller Glut im Innern – Karl Brauner in Spanien (1934–1939)“
Dokumentarfilm 2026 | 73 min
anschließendes Filmgespräch mit Historiker Dieter Nelles und Regisseur Volker Hoffmann.
Der Film porträtiert das bewegte Leben des Leipziger Antifaschisten Karl Brauner (1914–1994). Er berichtet von seiner Zeit in der sozialistischen Arbeiterjugendbewegung in Leipzig, seiner illegalen politischen Arbeit nach 1933, der Emigration nach Spanien und von seinem Kampf während der Spanischen Revolution und des Bürgerkrieges ab Juli 1936 gegen den faschistischen Putsch. Als Mitglied der anarchosyndikalistischen Bewegung beteiligte er sich am Aufstand in Barcelona und kämpfte u.a. in der Kolonne Durruti gegen die Faschisten.
Karl Brauner hatte nach seiner Verwundung und ersten Verhaftung eine Odyssee von Flucht und Wiederverhaftung in Spanien und ab Januar 1939 in Frankreich (in Argelès-sur-Mer und in Gurs) zu ertragen. Auch dort organisierte er sich illegal und vor allem gegen die stalinistischen Mitgefangenen. 1941 wurde er im besetzten Frankreich von der Gestapo verhaftet und in Dresden wegen seiner Meutenmitgliedschaft 1933/34 zu 2 ½ Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Waldheim und in Glatz absitzen musste. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg kehrte er schwerkrank nach Leipzig zurück. Nach seiner Genesung arbeitete wieder in seinem Beruf als Lithograph und gründete eine Familie. Er wurde als Verfolgter des Naziregimes zunächst anerkannt, verlor diese Anerkennung aber 1952, weil er keine weiteren Zeugen für seine Zeit als Spanienkämpfer erbringen wollte.
Wie er als undogmatischer Marxist dann doch seine Anerkennung und eine Ehrung als Spanienkämpfer in der DDR erhielt, warum er 1969 Mitglied der SED wurde und was er 1990 in Spanien machte, das wird im Film auch berichtet.
Der Film bietet einen seltenen Einblick in die Lebensgeschichte eines deutschen Antifaschisten, undogmatischen Marxisten, Emigranten und Spanienkämpfers. Erklärende Kommentare, historisches Filmmaterial und Fotos ergänzen Brauners Erzählungen.
Der Dokumentarfilm basiert auf Aufnahmen, die dank Dieter Nelles und Volker Hoffmann 1991 in Leipzig entstanden. Dieter Nelles wird auch von Briefen und Gesprächen, die er bis zu Karl Brauners Tod 1994 mit ihm führte, berichten.
Für Nachfragen und Diskussion stehen uns Dieter Nelles und Volker Hoffmann im anschließenden Gespräch zur Verfügung.
Die Veranstaltung wird organisiert von der Autodidaktischen Initiative e.V. und der VVN-BdA Leipzig e.V. mit Unterstützung des Stadtbezirksbeirats SüdWest der Stadt Leipzig
Veranstaltende Gruppe: Autodidaktische Initiative e.V. (adi) & VVN-BdA Leipzig e.V.
Eintritt: 5€ Soli
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