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VORTRAG & DISKUSSION
mit JULIA BLUME, Kunsthistorikerin, Leipzig
Der Vortrag widmet sich einem bisher kaum beleuchteten Kapitel der Hochschulgeschichte. In nur wenigen Jahren wurde aus der international beachteten Akademie ein bedeutungsarmes Institut. Prägende, lehrende Persönlichkeiten wie Hugo Steiner-Prag und Hans Alexander Müller wurden vertrieben, jüdische Studierende ausgegrenzt, ehemalige Student:innen – die Leipziger Kultur und Kunst bereicherten – wurden verfolgt und ermordet. Die Zeitschrift „Wächterstraße 11“, herausgegeben vom nationalsozialistischen Studierendenbund, wurde zum Spiegel der vorherrschenden Ideologie und zum Dokument des Hochschulalltags. Im Vortrag werden durch Zitate, Bildbeispiele und biografische Einblicke die bruchstückhaften Überlieferungen in den Archiven ergänzt und ins Verhältnis zur damaligen Kulturpolitik in der Stadt Leipzig gesetzt.
JULIA BLUME lehrte bis 2025 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig; leitete dort auch das Institut für Buchkunst und das Archiv der HGB. | | Eintritt: nach Selbsteinschätzung
Link zur Veranstaltung: https://www.frauenkultur-leipzig.de/programm/
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