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Mit Vera Bianchi (Historikerin), Moderation: Daniela Schmohl (RLS Sachsen)
Die Mujeres Libres („Freie Frauen“) waren eine anarchistische Frauenorganisation, die vor allem während des Spanischen Bürgerkriegs für die soziale Revolution und feministische Emanzipation kämpfte. Im April 1936 gegründet, wollten die Mujeres Libres Frauen für die anarchistische Bewegung gewinnen und ihnen durch Bildung, Ausbildung und gemeinschaftliche Selbstorganisation ein selbstbestimmtes und wirtschaftlich unabhängiges Leben ermöglichen. Sie reagierten damit auch auf den Sexismus innerhalb der anarchosyndikalistischen Bewegung, vor allem der CNT, und bildeten eigenständige Strukturen.
Während des Bürgerkriegs ab Juli 1936 wuchs die Organisation auf rund 20.000 Mitglieder in mehr als 170 Ortsgruppen an. Die Mujeres Libres kämpften aktiv an der Front und engagierten sich ebenso im Hinterland: sie organisierten Bildungs- und Ausbildungskurse für Frauen, Kindergärten, Volksspeisungen und andere soziale Einrichtungen zur Unterstützung der republikanischen Bevölkerung.
Der Widerstand der Mujeres Libres richtete sich dabei nicht nur gegen den Faschismus als politische Bewegung, sondern auch gegen patriarchale Herrschaft und die Unterordnung der Frauen. Durch ihre Zeitschrift Mujeres Libres informierten sie sich gegenseitig über die Aktionen in ihren Ortsgruppen und diskutierten aktuelle Themen aus Theorie und Praxis.
Vera Bianchi stellt die Geschichte, politischen Ziele und praktischen Aktivitäten der Mujeres Libres vor und spricht auch über das Leben einiger Frauen unter der Francodiktatur (1939-1975).
Vera Bianchi, Historikerin mit den Schwerpunkten Anarchismus, Feminismus, Intersektionalität, Arbeiterinnenbewegung, Spanischer Bürgerkrieg. Sie forscht und veröffentlicht zu den Mujeres Libres (Freie Frauen) im Spanischen Bürgerkrieg und dem Syndikalistischen Frauenbund in der Weimarer Republik. Sie ist außerdem Redaktionsmitglied bei Arbeit – Bewegung – Geschichte und im Gesprächskreis Geschichte der Rosa-Luxemburg-Stiftung aktiv.
Von ihr erschienen bisher zwei Bücher zum Thema:
- Feministinnen in der Revolution – die Gruppe Mujeres Libres im Spanischen Bürgerkrieg, Unrast Verlag, 2. Auflage Münster 2020
- Mujeres Libres – Libertäre Kämpferinnen, Edition AV, Lich 2019
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Sie findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V. statt.
Link zur Veranstaltung: https://sachsen.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/1FZ5L/mujeres-libres
Veranstaltende Gruppe: Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, VVN-BdA Leipzig
Sprache des Events: deutsch
Eintritt: frei
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