Politische Dimension der Erinnerungskultur in Deutschland

Wann

Mittwoch - 21.10.2026
17:00 - 19:00  

Wo

Neues Seminargebäude Raum S 420
Universitätsstraße 1, Leipzig
Raum: 420
Rollstuhlgerecht? Unbekannt
Details

Vortrag und Gespräch: Erinnern ist politisch!

Die Debatte um eine „180-Gradwende in der Erinnerungs-kultur“, insbesondere von rechts gefordert, trifft auf einen zentralen Aspekt des historischen Bewusstseins der Deutschen.

Innerhalb der Bevölkerung lassen sich zwei Tendenzen feststellen: Während der eine Teil an der Ausweitung von Möglichkeiten zur Erinnerung vergangener Ereignisse arbeitet, setzt sich ein anderer Teil für eine Abkehr vom sogenannten „Schuldkult“ ein.

In diesem Vortrag wird versucht, ein aktuelles Bild von Erinnerungskultur zu zeichnen, da die heutige Generation zwar nicht für Vergangenes schuldig ist, aber Verantwortung dafür trägt, dass speziell die Verbrechen des Nationalsozialismus und seine Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung die Erinnerungskultur für die Identitätsbildung einer Nation hat und welche Formen des Gedenkens existieren. Erinnerungskultur als Prävention von menschenfeindlichen Einstellungen und das Untersuchen von Parallelen zwischen der Vergangenheit und Gegenwart verdeutlichen dabei die Aktualität und Notwendigkeit dieses Diskurses.

Referent | Henry Lewkowitz
Studierte Philosophie und Politikwissenschaften an der Uni Leipzig sowie Geschichte und Kulturwissenschaft an der Fernuniversität Hagen. Seit 2011 engagiert er sich als Referent und Vorstandsmitglied und verschiedenen Projekten und Verinen unter anderem im Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig e.V. und dem Erich-Zeigner-Haus.

Link zur Veranstaltung: http://www.gew-sachsen.de/erinnern

Veranstaltende Gruppe: Junge GEW

Sprache des Events: deutsch

Eintritt: /

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