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Donnerstag | 19:00 bis 20:30 Uhr
VORTRAG & DISKUSSION
Diagnosen, Normalität und die Produktion psychiatrischen Wissens
Mit ECHO WICHERA
Was passiert eigentlich, wenn eine Erfahrung zur psychiatrischen Diagnose wird? Wer entscheidet darüber, welche Wahrnehmungen, Gefühle und Verhaltensweisen normal, krank oder gefährlich sind? Wir beschäftigen uns mit psychiatrischen Diagnosen, ihrer Geschichte und ihren gesellschaftlichen Wirkungen. Dabei geht es nicht darum, Leiden oder schwierige Erfahrungen abzusprechen. Vielmehr fragen wir, welche Erklärungen Diagnosen anbieten, was sie ermöglichen und was durch sie vielleicht unsichtbar wird.
Wir untersuchen, wie Vorstellungen von Normalität mit Race, Geschlecht, Sexualität, Klasse und Behinderung verbunden sind und wessen Wissen über Verrücktheit gesellschaftlich ernst genommen wird. Perspektiven aus Antipsychiatrie und Mad Studies helfen uns dabei, Erfahrungswissen als Wissen ernst zu nehmen und andere Sprachen für Krise, Verrücktheit und Distress auszuprobieren.
ECHO WICHERA ist Künstler*in, Antipsychiatrie-Aktivist*in und PhD-Forscher*in an der Queen Margaret University Edinburgh zu Sound Art, Mad Studies und Psychiatrie. Echo ist Mitherausgeber*in der Gegendiagnose-Bände und hat an der deutschen Ausgabe von Psychiatrie überwinden mitgearbeitet. || Eintritt: nach Selbsteinschätzung
Link zur Veranstaltung: https://www.frauenkultur-leipzig.de/programm/
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