Details
Autoritarismus ist eine psychodynamisch als Schiefheilung strukturierte affektive Haltung mit einer Aneignungsaffinität gegenüber demokratie- und menschenfeindlichen Angeboten. Ein zentrales Moment ist dabei die Ambivalenzvermeidung gegenüber Autoritäten durch deren Spaltung. Autoritarismus hat daher verschiedene Facetten, die sich aufspannen zwischen Gehorsamslust und Rebellentum. Die oft für quantitative Untersuchungen benutzte Dimensionierung mittels der Trias Unterwürfigkeit, Konventionalismus und autoritärer Aggression erfasst letztere Facette nicht, die in den aktuellen politischen Kanalisierungsformen des Autoritarismus aber besonders deutlich wird. In dem Input werden Überlegungen dazu präsentiert, wie sich der rebellische Autoritarismus besser messen ließe.
PD Dr. Sebastian Winter ist Soziologe und Sozialpsychologe. Er arbeitet als Privatdozent an der Leibniz Universität Hannover und als Leiter des Bereichs „Gesellschaftliche Resilienz – Demokratieförderung“ am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. in Frankfurt a.M. Seine Schwerpunkte liegen in der sozialraum- und lebensweltorientierten Demokratieförderung und Rechtsextremismusprävention, der Autoritarismusforschung sowie der psychoanalytisch-sozialpsychologischen Männlichkeitsforschung.
Datum: 28.01.2026
Uhrzeit: 17 bis 19 Uhr
Ort: in den Räumen des EFBI, Adresse wird nach Anmeldung unter efbi@uni-leipzig.de mitgeteilt
Link zur Veranstaltung: https://efbi.de/details-veranstaltungen/vortrag-von-sebastian-winter-am-else-frenkel-brunswik-institut-wie-laesst-sich-rebellischer-autoritarismus-messen.html
Eintritt: nein
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