Podium auf der Leipziger Buchmesse: Wer kontrolliert die Polizei? Der Fall Medard Mutombo

Wann

Freitag - 20.03.2026
20:00 - 22:00  

Wo

interim
Demmeringstr. 32, Leipzig

Rollstuhlgerecht? Unbekannt
Details

Diskussionsrunde im Rahmen von Leipzig liest

Todesfälle in Polizeigewahrsam nehmen zu – besonders betroffen sind Menschen in psychosozialen Krisen. Statt besseren Schutzes erklärt die Politik sie zur neuen Gefährdergruppe, die Polizeigewerkschaft fordert länderübergreifende Überwachungsdatenbanken.

Kupa Ilunga Medard Mutombo starb im Oktober 2022 infolge eines Polizeieinsatzes – Polizeibeamte hatten den Mann in Bauchlage fixiert mit dem Ziel, ihn in eine geschlossene Psychiatrie einzuweisen. Die Berliner Ombudsstelle nach dem Landesantidiskriminierungsgesetz sprach eine formelle Beanstandung aus – sie sieht das Land Berlin verantwortlich für seinen Tod und beanstandet einen Verstoß gegen UN-Behindertenrechtskonvention, Europäische Menschenrechtskonvention und das Landesantidiskriminierungsgesetz.
Sein Bruder Mutombo Mansamba erkämpfte gemeinsam mit Anwältinnen, Opferberatung und Ombudsstelle die Wiederaufnahme eines Strafprozesses sowie ein Zivilverfahren. Auf dem Podium berichten die Beteiligten von ihren Erfahrungen und diskutieren, was sich politisch ändern muss, um Menschen in psychosozialen Krisen besser zu schützen.

Unsere Gäste:
Mutombo Mansamba, Bruder von Medard Mutombo und Kläger im Zivil- und Strafverfahren
Felix Haßelmann, LADG-Ombudsstelle
Beate Böhler, Anwältin im Zivilverfahren
Samira Abbas, Beratungsstelle ReachOut

Moderation: Jule Meier, Redakteurin für Innenpolitik im Hauptstadtressort des »nd«

Link zur Veranstaltung: https://www.nd-aktuell.de/termine/92673.html

Veranstaltende Gruppe: nd.aktuell

Sprache des Events: Deutsch

Eintritt: kostenlos

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