Details
Oury Jalloh – das war Mord!
Aufruf zur gemeinsamen Anreise zur Gedenkdemonstration am 7. Januar 2026
Treffpunkt 12:30 Uhr, Leipzig Hbf S-Bahn, Gleis 2
Am 7. Januar 2005 starb der aus Guinea stammende 36-jährige Oury Jalloh in Zelle Nummer 5 der Dessauer Polizeiwache. Er verbrannte, an Händen und Füßen gefesselt. Zu diesem Zeitpunkt war seine Nase gebrochen, seine Trommelfelder geplatzt. Es folgten Lügen und gerichtlicher Täterschutz: Die Polizei sprach von Suizid und nie wurde vor Gericht die Möglichkeit verfolgt, dass Oury Jalloh von der Polizei misshandelt, gefoltert und schließlich zur Vertuschung der Tat verbrannt wurde – ein Ablauf, der selbst von einem ehemals leitenden Oberstaatsanwalt für wahrscheinlich gehalten wird. Und selbst der Richter im ersten Prozess sagte schon 2008 öffentlich, dass er von der Polizei belogen wurde. Seine Schlussworte waren: „Ich habe keinen Bock, zu diesem Scheiß noch irgendwas zu sagen.“
Aber bis heute gibt es keine Aufklärung, keine Konsequenzen, keine Gerechtigkeit. „Zu diesem Scheiß“ ist leider immernoch verdammt viel zu sagen. Die seit dem Mord vergangenen 21 Jahre sind eine nicht endende staatliche Lüge. Oury Jalloh war ein Freund, ein Vater – jetzt ist sein Name für immer der Beweis dafür, dass die Polizei in diesem Land straflos morden kann, dass Recht und Gerechtigkeit dort aufhören, wo Polizisten Täter sind und diskriminierte Menschen die Opfer.
Seit 21 Jahren gedenken und demonstrieren Angehöre, Freunde und Unterstützende am Todestag von Oury Jalloh und ziehen vor den Tatort der Polizeiwache Dessau. Gemeinsam werden wir sie vor Ort unterstützen.
Kommt mit uns nach Dessau, für Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen – den Mördern und Täterschützern keine Ruhe!
Hinweis: Bringt Euch warme Klamotten und Tee mit.
Veranstaltende Gruppe: iL - Leipzig , Copwatch Leipzig
Kategorien: Diese Veranstaltung exportieren:



