PRINZ IN HÖLLELAND (Aufbruch Ost)

PRINZ IN HÖLLELAND (Aufbruch Ost)

Wann

Dienstag - 14.04.2026
19:30 - 21:30  

Wo

Cinémathèque
Karl-Liebknecht-Str. 109, Leipzig

Rollstuhlgerecht? Unbekannt
Details
BRD 1993, REGIE Michael Stock, Spielfilm, 90 min, FSK 16, OmeU (Deutsch mit englischen Untertiteln)
mit Michael Stock, Wolfram Haack, Stefan Laarmann

Berlin nach dem Mauerfall. Die Punkszene, die sich nahe der Mauer in Bauwagensiedlungen in Kreuzberg eingenistet hatte, muss sich neu orientieren. So auch das schwule Paar Jockel und Stefan, die sich in ihrer Verachtung des Kapitalismus und seiner Mechanismen einig sind, jedoch nicht in Fragen des anonymen Sexes außerhalb der Beziehung oder des Drogenkonsums. Zwischen ihnen und dem Schweizer Wagenplatz-Bewohner Micha entwickelt sich eine Dreiecksbeziehung, die tragisch endet.

Der Debütfilm von Michael Stock zeichnet ein vielschichtiges Bild der linken Szene in Berlin-Kreuzberg, in der sich Punks neben Lederkerlen und Transpersonen zwischen heruntergekommenen Altbauten und Baulücken in den Straßenzügen tummeln. Zugleich ist der Film von den vorurteilsbehafteten politischen Diskursen der Wendejahre geprägt, in denen der Osten vor allem durch fremdenfeindliche Äußerungen und homophobe Gewalt ostdeutscher Neonazis erscheint. (Philipp Dominik Keidl)

Berlin after the fall of the Wall. The punk scene, which had settled near the Wall in trailer communities in Kreuzberg, now has to reorient itself. The same is true for the gay couple Jockel and Stefan, who are united in their contempt for capitalism and its mechanisms, yet divided when it comes to anonymous sex outside their relationship and drug use. A love triangle develops between them and Micha, a Swiss resident of the wagon community, and ends in tragedy.
Michael Stock’s debut film paints a multi-layered portrait of the left-wing scene in Berlin-Kreuzberg, where punks mingle with leather men and trans people amid dilapidated old buildings and vacant lots. At the same time, the film is shaped by the prejudiced political discourses of the post-reunification years, in which the East appears primarily through xenophobic remarks and homophobic violence perpetrated by East German neo-Nazis. (German with English subtitles)

Sprache des Events: OmeU (Deutsch mit englischen Untertiteln)

Eintritt: 3,50 € - 7,50 € • 7,50 € (regulär) • 6,00 € (ermäßigt*) • 3,50 € (mit Leipzig-Pass, Schwerbehindertenausweis, Ehrenamtspass) • Filme ab 130 min Länge: + 1,00 € • Tickets sind im Online-VVK erhältlich (zzgl. 0,70 € VVK-Gebühr), Restkarten an der Abendkasse.

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