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Un/Visible. Four Kippahs and the Making of Jewish Life in Europe
Englischsprachiger Vortrag mit Itamar Ben Ami (Utrecht)
Der 7. Oktober 2023 hat das Sicherheitsgefühl der europäischen Jüdinnen und Juden erschüttert und die Frage nach der Sichtbarkeit des Judentums neu zugespitzt: Verbergen oder offen zeigen? Der Religionswissenschaftler Itamar Ben Ami (Utrecht) beleuchtet die jüdische Kippa als Schicksalsobjekt, in dem sich vier Formen des Jüdischseins im heutigen Europa spiegeln: ein religiös diskretes, »privatisiertes« Judentum, das die Kippa unauffällig mit sich führt; eines, das das Kippa-Tragen als widerständige Geste und als Ausdruck liberalen Protests gegen Unsicherheit versteht; ein selbstbewusstes, öffentlich praktiziertes Judentum, das die Gesellschaft aktiv mitgestaltet; sowie ein ultraorthodoxes, das durch distinktive Kleidung eine Gegenöffentlichkeit formiert. Die vier konkurrierenden Modi des Umgangs mit der Kippa bilden den Ausgangspunkt für ein Nachdenken über Sichtbarkeit, Sicherheit, Staatsbürgerschaft und den Platz jüdischen Lebens im heutigen Europa.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Woche Leipzig.
Link zur Veranstaltung: https://www.dubnow.de/veranstaltung/un-visible-four-kippahs-and-the-making-of-jewish-life-in-europe
Veranstaltende Gruppe: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow
Sprache des Events: Englisch
Eintritt: kostenfrei
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